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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Karriereleiter und Müllberg

erschienen im Benzolring 1/1996

Michael Scholich Noch nach 25 Jahren erinnert sich Michael Scholich gut und gerne an die zwei Ausbildungsjahre am CHF: "Es war eine schöne Zeit." Seit seiner Ausbildung im Lehrgang 21 (1970 bis 1972) ist er die Karriereleiter hinaufgeklettert. Mit seinem CHF-Abschluß in der Tasche sammelte Michael Scholich erst einmal Erfahrungen an der Universität Stuttgart: als Assistent am Institut für Anorganische Chemie. Drei Jahre später zog es ihn für sechs Monate nach Indien, um Land und Leute kennenzulernen.

Zurück in Stuttgart stattete er dem CHF einen Besuch ab: Am Schwarzen Brett las er eine Stellenanzeige, bewarb sich und bekam auf Anhieb wieder eine Stelle als CTA. Bei einer Firma für Wasseraufbereitungsanlagen "kochte" er zunächst Wasseranalysen, übernahm dann das Technikum und arbeitete an Versuchen zur Aufbereitung speziell von industriellen Abwässern und an Reinstwasseranlagen für die Bereiche Medizin und Elektronikindustrie.

13 Jahre später folgt ein wichtiger beruflicher Sprung: Michael Scholich beginnt 1990 als Laborleiter in der Müllverbrennungsanlage der Stadt Mannheim. Der neue Arbeitsalltag ist vielfältig, denn jeder Tag bringt neue Herausforderungen, denen sich der begeisterte Tüftler gerne stellt. Von Abfallwirtschaft, Analysen über Mülleingangskontrolle oder Fragen des Korrosionsschutzes an den Brennkesseln bis hin zur Aufbereitung von Frischwasser und Abwasser reicht die Bandbreite seines heutigen Berufsfeldes. Als Laborleiter ist er aber auch Koordinationsstelle für zahlreiche kleinere Routinearbeiten. Ob Routine oder Analysen außer der Reihe, Michael Scholich ist immer bei der Sache. Vor allem wenn praktische Probleme zu lösen sind, spürt man seine Begeisterung für den Beruf.

Daß ihm die Arbeit immer wieder von neuem Spaß macht, erklärt sich Scholich auch mit seiner Ausbildung: "Am Chemischen Institut Dr. Flad habe ich das Handwerkszeug mitbekommen, mit dem man sich in der Praxis behaupten kann. Denn wir haben nicht einfach Tatsachen gelernt. Im Vordergrund stand vielmehr immer wieder die Vernetzung von Tatsachen, wie man Probleme angeht und Lösungen näher kommt. Im Unterricht bei Wolfgang Flad habe ich ganz einfach mein Gespür für die Chemie bekommen - und dieses Rüstzeug hilft mir auch heute noch." Den Kontakt zum CHF hat er deshalb auch nie ganz abreißen lassen: Mit dem Benzolring informiert er sich regelmäßig über Veranstaltungen und Aktivitäten der Chemieschule. Vor kurzem hat er auch selbst als Gastdozent einen Fachvortrag vor einer Klasse des CHF gehalten.

Michael Scholich, Lehrgang 21, ist heute Laborleiter der Müllverbrennungsanlage in Mannheim.

 

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