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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

"Troubleshooter" bei Huntsman für verschiedenste Produkte: Norbert Brohl, Lehrgang 31

'Troubleshooter' bei Huntsman für verschiedenste Produkte: Norbert Brohl, Lehrgang 31 "In meinem Job muss ich oft vor Ort beim Kunden sehr selbstständig agieren, auch wenn im Haus Teamwork sehr groß geschrieben wird. Zum Beispiel bei einer Produktionsanlage in Russland, da müssen schnelle und praktikable Lösungen gefunden werden", sagt Norbert Brohl, "aber das habe ich am Institut gelernt: logische, strukturierte, selbstständige Arbeit im Verbund mit Teamwork. Das hat mir bis heute immer geholfen."

Norbert Brohl hat es in seiner Berufstätigkeit nicht nur mit einem, sondern immer wieder neuen verschiedenen Produkten zu tun bekommen. Und das, obwohl er stets nur für eine Firma gearbeitet hat. 1986 begann er bei der Firma ICI (heute Huntsman) in Deggendorf im Bereich Polyurethan (PU) in der Qualitätssicherung. In der Ära von Boris Becker und Steffi Graf ging es hauptsächlich um Schuhsohlen und deren Farb- und Polyurethangemische. Man lieferte die Grundstoffe an Adidas, Puma, Romika usw. In den neunziger Jahren kamen dann auch noch andere PU-Produkte hinzu wie: Sitze, Kopfstützen, Armaturentafeln, Teile zur Akustik-Dämmung im Motor- oder Innenraum, außerdem Dämmstoffe für Gebäude, Kühlschränke, Heizungen, Möbel und Matratzen.

1993 wechselte er von der Qualitätssicherung in die Anwendungstechnik. Seitdem geht seine Tätigkeit weit über Laborarbeit hinaus, ob in Entwicklungsanlagen im Hause, bei der Kundenberatung vor Ort oder beim "Troubleshooting" in der Produktion des Kunden. Wenn es ein Problem gibt und "der Schaum zum Beispiel schrumpft", muss die Ursache ermittelt und schnellstmöglich Abhilfe geschaffen werden. Am Anfang des Prozesses beauftragt der Kunde ein "System" und benennt den Schaum mit Kennwerten zu Dichte, Härte, Funktion, Emission usw.. Das "System" geht nach seiner Entwicklung beim Kunden in die Produktion. Norbert Brohl muss die Chemie beherrschen (Fließverhalten, Rezepturen) und muss sich als Anwendungstechniker genauso mit der Technik der Produktionsanlagen auskennen. Dabei kommt er viel herum in seinem Job und sieht immer wieder neue Orte, ob in Europa, Russland, der Türkei und demnächst Indien.

Übrigens trifft er auf Kundenseite in der Produktentwicklung hin und wieder Fladianer, die inzwischen als promovierte Chemiker, aber auch als CTAs in Ingenieurspositionen arbeiten.

 

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