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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Schüleraustausch: zu Besuch in Brno/Tschechien

Schüleraustausch: zu Besuch in Brno/Tschechien

 

Mittwoch, 2.3.2005: Abreise in Stuttgart, Ankunft in Brno

größer Gegen 5.30 Uhr am Flughafen angekommen, erfuhren wir, dass Jochen aus gesundheitlichen Gründen nicht mitkommen würde. Nach dem Check-in, bei dem leider 2 im Ranzen vergessene Scheren geopfert werden mussten, flogen wir nach Wien. Dort angekommen besichtigten wir das Schloss Belveder von außen und frühstückten in einem Wiener Kaffeehaus. Danach ging es (nicht ohne Schokolade) zurück zum Bahnhof und in den Zug nach Brno.

Dort warteten schon unsere tschechischen Gastgeber auf uns. Es gab auf beiden Seiten große Wiedersehensfreude. Gemeinsam gingen wir zu deren chemischen Berufsschule. Nach dem Essen in der Mensa (das sehr gut war) machten wir uns auf den Weg in die Stadt. Dort besichtigten wir zuerst das Rathaus und wurden von dem Stadtrat empfangen. Dieser hielt eine kurze Rede über die Partnerschaft zwischen Brno und Stuttgart. Als nächstes begaben wir uns zur Burg Spielberg, wo der Führer einige interessante Dinge über die Geschichte dieser Burg erzählte. Hiernach genossen wir die Aussicht auf die Stadt Brno, den Peter-und-Paul-Dom (das Wahrzeichen Brnos) und Umgebung. Die Stadtbesichtigung führte uns nun den Berg hinunter in die Innenstadt. Dort haben wir das alte Rathaus und die St. Jakobs-Kathedrale gesehen. Leider sahen wir die beiden Gebäude nur von außen. Das alte Rathaus ist nach obenhin schräg gebaut. Dies ist eine Absicht des Maurers, da er kein Geld für sein Werk bekam. An der Kathedrale sieht man das nackte Hinterteil eines Engels, das auf das Rathaus zeigt.

Am Ende des langen Tages ging es zurück zur Schule, wo wir unser Gepäck noch stehen hatten. Mit all unseren sieben Sachen machten wir uns mit den Austauschschülern auf den Weg zu ihren Familien. Dort ließ jeder den Abend auf seine Art und Weise ausklingen. Während die einen todmüde ins Bett sanken, gingen die anderen in einen Pub oder spielten am PC, besichtigten das Haus ihrer Gastfamilie oder redeten bis spät in die Nacht hinein.

Reimund Molkow

 

Donnerstag, 3.3.2005: Chemie und Kino

Als wir am Donnerstagmorgen das Lehrerzimmer, in dem wir uns verabredet hatten, betraten wurden wir von einem nett gedeckten Frühstückstisch überrascht. Bei Kaffee, süßem Gebäck und belegten Broten erzählte uns der Schulleiter Vilém Koutník über das tschechische Schulsystem und wies uns einige Unterschiede zu unseren deutschen Schulen auf. Anschließend wurde uns die komplette Schule vorgestellt und wir erfuhren wie man sich fühlt wenn man in den Unterricht platzt.
Als der Rundgang schließlich beendet war, verbrachten wir den Rest des Vormittags mit der Titration von verschiedenen Wassern und dem Bestimmen derer Wasserhärten. Trotz sprachlicher Barrieren fanden wir schnell heraus wie die Versuche ablaufen sollten.

Auch nach der kurzen Mittagspause führten wir kleine Versuche im Labor durch (beispielsweise "Die Schlangen des Pharaos", "grünes Feuer", "Flaschengeist" u. v. m.) Gegen 15.00 Uhr endete die Versuchsreihe und viele nutzen die verbliebenen Stunden um sich mit tschechischen Süßigkeiten und Becherovka einzudecken. Als Abendprogramm hatten sich die Tschechen einen Kinobesuch ausgedacht. Der Film "The Aviator" (tschechisch "Letec") kam trotz des Hauptdarstellers Leonardo di Caprio bei allen nicht gut an (ging er doch tatsächlich über 3 Stunden!!!). So endete der 2. Austauschtag mit Popcorn, Tortilla, Cola und müden Gesichtern.

Melissa Matzen & Kerstin Eyrich

 

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Freitag, 4.3.2005: Macocha - Schneeballschlacht

Der Tag startete mit Verspätung zweier Lehrkräfte. Um 8.30 bestiegen wir nach einer halben Stunde des Wartens den Bus, mit welchem wir zur "Macocha" und der dortigen Tropfsteinhöhle fuhren. Kaum angekommen, lagen schon die ersten im Schnee und eine unserer vielen Schneeballschlachten begann. Nach 30 Minuten Wartezeit begann die Führung durch die Tropfsteinhöhlen. Hierbei bekamen wir viele schöne Tropfsteine zu sehen. Nach einiger Zeit kamen wir zu einer offenen Stelle, von wo aus man Blick auf die "Macocha" hat. Dies ist der Name einer Schlucht. Der Name stammt von einer alten Volkslegende ab. Diese Legende erzählt von einer Stiefmutter (macocha), die ihren Stiefsohn in den Abgrund stürzen wollte, nachdem sie einen eigen zur Welt gebracht hatte. Der Junge wurde glücklicherweise gerettet. Alle Leute im Dorf erfuhren von dieser Geschichte. Aus Angst vor der Strafe sprang die Stiefmutter selbst in die Schlucht. Seit dem folgten ihr viele Selbstmörder. Der letzte sprang erst im vergangenen November.

Nach dieser Schlucht ging die abenteuerliche Reise im Boot weiter. Wir kamen trotzt engen Felsspalten alle wohlbehütet zum Ausgang. Dort angekommen stärkten wir uns zunächst mit den mitgebrachten Vesperbroten.

Mit anfänglich wenig Begeisterung startete anschließend unsere Tour durch den Schnee zur Aussichtsplattform der Macocha. Oben angekommen gab es Kaffe bzw. Tee und einen herrlichen Ausblick auf die Schlucht. Nachdem alle gestärkt waren, ging es rutschend, schlitternd auf den Rückweg. Hierbei landete nicht nur einer auf seinem Allerwertesten. Manch einer blieb gleich darauf sitzen und rutschte so die glatten Stufen hinab, während andere sich eisern am Geländer festhielten, um nicht zu fallen.

Kaum unten angekommen, lagen wieder einige im Schnee und eine weitere Schneeballschlacht war im Gange. Lachend und lärmend kamen wir am Restaurant, bei dem die Tour begann, an. Dort aßen wir zu Mittag, bevor wir mit dem Bus zurück nach Brno fuhren. In Brno verabschiedeten wir uns. Während die einen einkaufen gingen, ruhten sich andere zu hause, bei den Gastfamilien aus. Abends trafen wir uns alle wieder, um gemeinsam das Nachtleben von Brno kennen zu lernen.

Sonja Stradinger und Nora Philipp

 

Samstag, 5.3.2005: Museum und Abreisetag in Tschechien

Der vierte und letzte Tag unseres Aufenthalts in Brno fing mit dem Treff um 9 Uhr verhältnismäßig spät an, was in dem Land des besten Biers schon sehr kulant von den Programmgestaltern war.

Heute stand das Technische Museum auf dem Programm. An sich hört es sich ja erstmal weniger interessant an, wenn sich aber Schüler einer tschechischen Berufsschule, bzw. des Instituts Dr. Flad auf einen Spielteppich begeben, um voller Begeisterung mit Bausteinen einen über ein Meter hohen Turm versuchen zu bauen, dann wird sogar so ein Ausflug zum Erlebnis.

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Eine Eiseskälte und viel Schnee verlockten auch diesmal zur Schneeballschlacht als Zeitvertreib beim Warten, so wie auch in den letzten Stunden vor der Abfahrt.
Nach der herzlichen Verabschiedung und eines glücklicherweise pünktlichen Zuges kamen wir dann in Wien an, um unseren Rückflug anzutreten, der zwar verspätet war, uns aber trotzdem letztendlich ohne größere Zwischenfälle zurück nach Stuttgart führte und somit vier gelungene und schöne Tage, voll frischer Luft und interessanten Gesprächen zum Abschluss brachte.

Steffi Quade

 

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Gäste aus Brno zu Besuch im Institut Dr. Flad im Oktober 2004     >>