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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Grand Prix Chimique 2005 in Braunschweig

Bilder der nationalen Ausscheidung in Braunschweig

Bereits zum 8. Mal fand in diesem Jahr der Grand Prix Chimique statt. Alle 2 Jahre ausgetragen bietet er Schüler/innen und Auszubildenden die Möglichkeit sich unter Wettbewerbsbedingungen in ihren praktischen Fähigkeiten im Fach Chemie zu messen. Von der Jury beurteilt werden hierbei sowohl die erzielten Ergebnisse als auch die Arbeitsweise im Labor. Diesjähriger Veranstaltungsort war die Dr. von Morgensternschule - staatlich anerkannte Berufsfachschule in Braunschweig. mehr Bilder
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Als Vertreterin des Instituts Dr. Flad machte ich mich am Dienstag, den 17. Mai 2005 auf den Weg nach Braunschweig, wo ich am Nachmittag den Schulleiter Herr Dr. Peter Pook sowie alle beteiligten Lehrer/innen und Assistenten/innen und natürlich die übrigen Teilnehmer kennen lernte. Neben mir traten Schüler von der Dr. von Morgenstern Schule sowie auszubildende Chemielaboranten von Provadis (Frankfurt) an. Frau Ehlers, die unter anderem für die organisatorische Leitung des Labors zuständig war, führte uns in einem kleinen Rundgang durch alle Räume, die für das Arbeiten am darauf folgenden Tag von Bedeutung waren. Daneben konnten wir uns mit unserem Arbeitsplatz vertraut machen und an Hand der bereitgestellten Geräte schon einen ersten Eindruck gewinnen, was uns am 1. Wettbewerbstag bevorstehen könnte. Ein kurzer (unerlaubter) Blick in die noch abgedeckten Wannen (wo sich die meisten Gerätschaften befanden) wurde jedoch unverzüglich mit einem mahnenden Wort von Hannes Pook (dem Juniorchef) geahndet.

Der Abend stand uns zur freien Verfügung. Herr Less (Begleiter der Teilnehmer von Provadis) schlug vor, dass man sich zu einem ersten Gespräch innerhalb des Jurorenkreises (die Juroren waren Herr Dr. Wessels, Frau Dr. Dangelmayr, beide von der Dr. von Morgenstern Schule und Frau Schnur von Provadis) zusammensetzen könnte, während die Teilnehmer auf eigene Faust losgehen sollten, um sich näher kennen zu lernen. Wir nutzten die Gelegenheit um uns in einem nahe gelegenen kleinen Restaurant in gemütlicher Runde zusammenzusetzen und über unsere doch ganz verschiedene (Schul)- Ausbildung zu reden. Schnell kamen wir auf die bestehenden Unterschiede in theoretischem und praktischen Unterricht sowie in der Abschlussprüfung zu sprechen, wobei sich rege Diskussionen über die jeweiligen Vor- und Nachteile entwickelten, bei denen Spekulationen über mögliche Wettbewerbsaufgaben nicht ausblieben. Mit ihnen konfrontiert wurden wir jedoch erst an den entsprechenden Wettbewerbstagen.

Am Mittwoch, den 18.05.2005, hatten wir mit der organischen Synthese eines Esters (Butylacetat aus Butanol und Acetanhydrid) zu kämpfen, den wir anschließend mit physikalisch - chemischen Messmethoden auf Reinheit untersuchten. Zur Verfügung standen uns hierbei ein Refraktometer sowie ein Gaschromatograph. Die Juroren und Assistentinnen gaben uns kleine Hilfestellungen zur Bedienung der Geräte. Der „Arbeitstag“ endete für uns alle nach 8 ½ Stunden um 17 Uhr. Nach einer anschließenden Stadtführung durch die malerische Altstadt von Braunschweig verbrachten wir den Abend mit einem gemütlichen Abendessen beim Italiener, dem sich auch die Juroren, Lehrer/innen, Assistenten/innen sowie Hannes Pook anschlossen.

Am 2. Wettbewerbstag stand uns eine analytische Aufgabe bevor, die in der Analyse einer Salzmischung unbekannter Zusammensetzung von uns Teilnehmern die Durchführung von sowohl qualitativen wie auch quantitativen Nachweisverfahren verlangte. Die Arbeitszeit dauerte an diesem Tag von 8 bis 14 Uhr, wobei uns (wie bereits am Vortag) ein vorbereiteter Pausenraum mit Kleinigkeiten zur Stärkung zur Verfügung stand. Die Beratung der Juroren über die beiden Sieger dauerte länger als geplant und endete um 16 Uhr mit der Bekanntgabe der Ergebnisse. Die beiden Sieger waren Dirk Essmann von der Dr. von Morgenstern Schule und ich selbst.

Neben der Siegerurkunde und der Möglichkeit im August an der internationalen Ausscheidung in Prag teilzunehmen, nahm ich eine Vielzahl neuer Eindrücke und Erfahrungen mit nach Hause. Wir als Teilnehmer hatten uns untereinander ausnahmslos gut verstanden, so dass der Wettbewerb an sich mehr ein Miteinander als ein wirkliches Gegeneinander war. Unsere Arbeitsweisen im Labor unterscheiden sich im wesentlichen nur durch verwendete Glasgeräte und Apparaturen, sind jedoch vergleichsweise identisch, sodass wir auf gleichem Niveau mit Spaß an der Sache unsere Aufgaben bewältigen konnten. Dank der Gastfreundschaft und der guten Organisation der Dr. von Morgenstern Schule konnten wir 3 schöne, wenn auch anstrengende Tage in Braunschweig verbringen. Herzlichen Dank!

Kathrin Meisberger, LG 54

 

Bilder vom Grand Prix Chimique 2005 in Braunschweig »

 

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