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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

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Chemieunterricht für Anfänger - kein Problem (?)

Prof. Dr. Günter Baars, Departement für Chemie u. Biochemie, Höheres Lehramt, Uni Bern

Freitag, 30. September 2005, 10.00 - 16.00 Uhr
Workshop am Institut Dr. Flad

Prof. Günter Baars lehrt an der pädagogischen Hochschule und einem Gymnasium in Bern.

Der erste Teil seines Workshops begann mit einer Diskussionsrunde. Er erläuterte die Wichtigkeit des Chemieunterrichts der Sekundarstufe 1, der nach seiner Überzeugung stärker hinterfragt und praxisnaher gestaltet werden sollte. Im praktischen Arbeiten im Labor sollten sich die Versuche in Schulen mehr auf die Umwelt der Schüler beziehen, es soll mit mehr Alltagsgegenständen experimentiert werden. Prof. Baars bevorzugt während des ganzen Chemieunterrichts die Organische Chemie mehr als die Anorganische, da er der Meinung ist, dass diese mehr auf Stoffe aus dem Alltag bezogen werden kann.

Dabei muss immer versucht werden, den Chemieunterricht für den Schüler interessanter zu gestalten und durch praktische Versuche zu festigen. Dies soll für die Schüler eine gute Grundlage sein, um weiterhin das Interesse an der Chemie nicht zu verlieren.

Nach einer Mittagspause begann der praktische Teil des Workshops. Dabei wurden die zwei Versuche Bestimmung der Bildungsenthalpie von Eisensulfid und Synthese von Kupfersulfid durchgeführt.

Beim ersten Versuch wird ein Becherglas verwendet, das als Kalorimeter dient. In dieses wird ein Metallzylinder und ein Thermometer eingetaucht. Nach der Ermittlung des Wasserwertes der Apparatur wird elementares Eisen und Schwefel in molarem Verhältnis gemischt und in den Metallzylinder gefüllt. Ein erhitzter Metallstab wird in diese Mischung gedrückt. Durch die Wärmezufuhr erfolgt eine exotherme Reaktion zu Eisensulfid, deren abgegebene Wärmemenge mit dem Kalorimeter bestimmt wird.
Daraus kann die Bildungsenthalpie berechnet werden.

Im zweiten Versuch werden elementares Kupfer und Schwefel in einen Tiegel eingewogen und erhitzt. Dies ist ebenfalls eine exotherme Reaktion, so dass Kupfersulfid entsteht.

Diese zwei Beispiele sollten die Lehrer anregen, im Chemieunterricht mehr praktisch zu arbeiten.

Gabriela Haas

 

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