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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Ausflug nach Saarbrücken zum nationalen Treffen von
"Schule ohne Rassismus" und "Schule mit Courage"

3. - 5. Juni 2005

zu Ankündigung und Programm des Treffens

Schule ohne Rassismus

Am Freitagmorgen fuhren wir, Alexandra, Sabrina und ich mit dem ICE 612 von Stuttgart Hbf nach Mannheim, wo wir in den Anschlusszug nach Saarbrücken umsteigen mussten.
Das Bahnpersonal teilte uns mit, dass der ICE nach Saarbrücken auf dem gegenüberliegenden Gleis abfahren würde. Jedoch stand dort ein verspäteter ICE, der uns anstatt nach Saarbrücken nach Frankfurt brachte.

Bei der Einfahrt in den Frankfurter Hauptbahnhof kam das imposante Bankenviertel mit seinen Hochhäusern in Sicht.
Im Bahnhof angekommen machten wir uns auf die Suche nach einem Zug zurück nach Mannheim. Nach kurzer Suche wurden wir fündig. Vor der Abfahrt führte ich Verhandlungen mit dem Zugführer, damit wir ohne Ticket zurück nach Mannheim fahren dürfen, womit er einverstanden war.

Mit einer Verspätung von dreieinhalb Stunden kamen wir schließlich in Saarbrücken in unserem Hotel an.
Dort gab es leider Unannehmlichkeiten bei der Zimmerbelegung. Mein Zimmer war überbelegt und es gab nur einen Zimmerschlüssel, welchen mein Mitbewohner schon abgeholt hatte. So war das Betreten des Zimmers immer mit Schwierigkeiten verbunden. Das Personal löste dieses Problem aber perfekt, indem die Zimmerbelegung aufgelockert wurde.

Anschließend gab es ein spätes Mittagessen für die neu angekommen Teilnehmer. Nachdem alle satt waren traf man sich im Konferenzraum zum Eröffnungsplenum. Hier stellten sich die Betreuer, Mitarbeiter sowie ein paar Schulen vor, welche Projekte zum Thema "Schulen ohne Rassismus" und "Schule mit Courage" bereits begonnen oder schon abgeschlossen haben. Nebenbei wurde auch Organisatorisches zum Tagesablauf gesagt.

Schulen aus Chemnitz und Bremen versuchen zum Beispiel den Rassismus aus ihrer Stadt zu verbannen. Sie machten deutlich wer diese Aktion unterstützt und wie die finanziellen Mittel beschafft werden können, um ein so großes Projekt erfolgreich zu bewältigen. Auch von anderen Schulen war Positives zu hören.

Geladene Gäste erzählten von ihren Aufgaben und Tätigkeiten. Anwesend waren Referenten aus dem Bereich des Asylrechtes, des Verfassungsschutzes, aber auch Geschichtskundige, die aus der Zeit des Nationalsozialismus erzählten. Beim Verfassungs- schutz ging es um rechtsradikale Musik und um illegal veranstaltete, braun angehauchte Konzerte.
Außerdem wurden unterschiedliche Workshops zu zahlreichen Themen angeboten, wo man unter anderem dem Asylrecht auf den Grund gehen konnte.

Da der Platz für die vielen Veranstaltungen im Hotel nicht ausreichte, errichtete das Rote Kreuz Zelte, wo sich kleine Gruppen getroffen haben. Auch unsere Gruppe teilte sich auf. Zwei gingen in einen Workshop, welcher sich mit der Geschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigte.
Ich interessierte mich für den Aufbau eines Netzwerkes von "Schule ohne Rassismus" und "Schule mit Courage". Es wurde anschaulich referiert, mit guten Tipps zur praktischen Umsetzung.

Das Hotel wurde auf dem Grund des ehemaligen Gestapo-Lagers "Neue Bremm" gebaut. Zum Gedenken an die dort ermordeten Häftlinge wurde eine Gedenkstätte eingerichtet, wo die Namen derer aufgelistet sind, welche diese Zeit nicht überlebt hatten.
An diesem Ort wurde von "Schule ohne Rassismus" und "Schule mit Courage" ein Kranz niedergelegt und eine Schweigeminute abgehalten.

Wir wohnten 800 Meter von der französischen Grenze entfernt. An einem freien Abend beschlossen wir nach Frankreich zu gehen und machten einen schönen Spaziergang auf französischem Boden. Am späteren Samstagabend wurde ein Konzert von einer Gruppe aus Afrika gegeben. Anschließend legte dann noch ein DJ seine Platten auf und eine lange Partynacht begann.

Nun war es Sonntag. Alle Teilnehmer packten wieder und checkten im Hotel aus. Es wurde sich verabschiedet und gute Wünsche ausgetauscht. Mit dem Bus fuhren wir zum Hauptbahnhof zurück. Dort trennten sich unsere Wege, weil wir mit unterschiedlichen Zügen die Heimreise antraten. Im Laufe des Nachmittages trafen wir schließlich zu Hause ein.

Der Aufenthalt in Saarbrücken war sehr informativ und interessant. Es war beeindruckend zu sehen, wie verschiedene Schulen ihre Probleme mit dem Rassismus angehen. Die Schulen Chemnitz und Bremen haben zu diesem Zweck ein Netzwerk aufgebaut, kommunizieren und treffen sich regelmäßig.

Ein solches Netzwerk wäre in Baden-Württemberg sicherlich auch eine gute Sache und es wäre schön, wenn sich noch mehr Schulen im Land dazu entschließen würden, bei "Schule ohne Rassismus" und "Schule mit Courage" mitzumachen.

Daniel Kühner, LG 55

Schule OHNE Rassismus: Bundestreffen in Saarbrücken Schule OHNE Rassismus: Bundestreffen in Saarbrücken Schule OHNE Rassismus: Bundestreffen in Saarbrücken Schule OHNE Rassismus: Bundestreffen in Saarbrücken Schule OHNE Rassismus: Bundestreffen in Saarbrücken Schule OHNE Rassismus: Bundestreffen in Saarbrücken Schule OHNE Rassismus: Bundestreffen in Saarbrücken Schule OHNE Rassismus: Bundestreffen in Saarbrücken Schule OHNE Rassismus: Bundestreffen in Saarbrücken Schule OHNE Rassismus: Bundestreffen in Saarbrücken

 

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