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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Schüleraustausch: zu Besuch im Lycée Jean Rostand in Straßburg

4. bis 6. Oktober 2005

größerDienstag, 4.10.2005

Um 9 Uhr trafen wir (Ute, Nora, Jasmin, Katja, Hannes, Kerstin und Frau Flad, die uns begleitete) uns am Hauptbahnhof Stuttgart von dem aus unsere Reise beginnen sollte. Bereits unterwegs ereilte uns die erste aufregende Mitteilung. Der Zug würde - wegen eines Beamten-Streiks in Frankreich - schon in Kehl enden, zum Glück jedoch verkehrten trotzdem Regionalbahnen, die uns sicher über den Rhein nach Straßburg brachten. Am Bahnhof angekommen wurden wir herzlichst von Herrn Professor Mathis begrüßt. Mit der Tram fuhren wir dann auch gleich zur Schule, zum Lycée Jean Rostand in Straßburg. Von unseren Gastgebern selbst hatten wir bis zu dieser Zeit noch nichts gesehen, da diese noch am Unterricht teilnahmen. Herr Mathis begrüßte uns anschließend noch einmal offiziell und erzählte ein wenig über die Schule sowie das bevorstehende Programm.

Als dann schließlich auch Fanny, Camilla, Angélique, Lucie B., Lucie H., Xavier und Thibeau kamen, wir uns alle gegenseitig vorgestellt hatten und ausgemacht hatten das Ute, Jasmin und Kerstin im Internat bleiben würden, während Katja, Hannes und Nora in Familien untergebracht waren, wurden wir zu einem Mittagessen in der Schulmensa eingeladen - die, wegen des Streiks an diesem Tag nur kaltes Essen anbot.

Nach dem Mittagessen und einigen tapferen Versuchen uns in die französische Sprache einzudenken bekamen wir eine große Straßburg-Tour. Auf verglasten Booten konnte man einen Rundumblick auf alle schönen und wichtigen Gebäude genießen. Zurück in der Schule bekamen wir weitere Informationen über die Schule und einen Rundgang. Wir mussten uns dann beeilen, denn wir waren zu einem Empfang im Rathaus der Stadt Straßburg eingeladen.

Der Stellvertreter der Stadt Straßburg hieß uns ‚Herzlich Willkommen' und lud nach einer kleinen Ansprache im prächtigen Empfangssaal - die nur ab und an durch einige streikende Beamten gestört wurde - zu elsässischen Spezialitäten und vin blanc ein. Schade war nur, dass einige von uns nicht allzu viel Zeit hatten das gute Essen zu genießen, denn für die Schüler des Internats - und ebenso deren Gäste - hieß es, spätestens um 19 Uhr müsst ihr zurück und in euren Zimmern sein. So endete dann auch unser erster Tag in Straßburg in einem der 6er-Schlafsäale des Lycée Jean Rostand.

größer Mittwoch, 5.10.2005

Den Morgen des zweiten Tages verbrachten wir zusammen mit unseren Gastschülern im Labor. Die Versuche die an diesem Tag durchgeführt wurden, waren recht ungewöhnlich für uns, denn an solchen großen Anlagen arbeiten wir sonst nicht; z.B. wurde aus Ethanol und Essigsäure ein 5L-Ester-Wassergemisch hergestellt, das anschließend noch getrennt werden musste.

Nach dem Mittagessen fuhren wir zusammen mit der ganzen Klasse zur alten Silbermine "Gabe Gottes". Dies ist ein altes Bergwerk, in dem früher Silber und Arsen abgebaut wurde. Mit Helm, Gummistiefel und Regencape wateten wir durch die Gänge, in denen das Wasser fußhoch stand. Unser Busfahrer hatte auf der Rückfahrt zur Schule ein kleines Rendezvous mit der Gendarmerie, deshalb verzögerte sich unsere Rückkehr um fast eine halbe Stunde.

Bis zum Flammkuchen-Essen blieb uns noch ein bisschen freie Zeit, die einige von uns nutzten, um einen kleinen Stadtbummel zu machen. Der Abend im "Flam's" war sehr lustig, es wurde viel gegessen und noch mehr gelacht. Herzlichen Dank an das Lycée für die Einladung!!

Danach wollten die Gastschüler noch mit uns in eine nette Kneipe, aber die Internatsvorschriften durchkreuzten leider unsere Pläne. Alles in allem hatten wir viel Spaß an unserem zweiten Tag in Straßburg.

größer Donnerstag, 6.10.2005

Am dritten und letzten Tag ging es schließlich mit der "1. Klasse" zur Wasseranalyse an die Ill. Da wir ähnliche Schnelltests schon in unserem TU-Praktikum durchgeführt haben, konnten wir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nach dem anschließenden Besuch im Archäologischen Museum im Palais Rohan standen noch zwei Stunden Unterricht in Verfahrenstechnik bei Herrn Mathis auf dem Plan. Den restlichen Nachmittag konnten wir frei gestalten - vorzugsweise mit dem Kaufen von Souvenirs für Eltern und Freunde.

Zum Ausklingen des Schüleraustausches wurde nochmals mit den Gastschülern zusammen im Schulrestaurant gegessen und E-Mail-Adressen ausgetauscht. Der Abschied vor der Schule und am Bahnhof fiel dann auch sichtlich schwer, doch wir freuen uns natürlich schon auf den Gegenbesuch im November.

Kerstin Eyrich, Jasmin Bremm, Ute Haag, LG 55

 

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