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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Jugenddelegierte 2006 zu Besuch im Institut Dr. Flad

Engagieren, einmischen, Einfluss nehmen - Deine Stimme in der UNO! Unter diesem Motto touren Christina Apel und Jan Martin Munz zurzeit durch Deutschland. Die beiden sind die deutschen Jugenddelegierten zur Generalversammlung der Vereinten Nationen und treten dort im Oktober für die Interessen Jugendlicher ein. Um diese kennen zu lernen, sind sie auf Deutschlandtour, sie treffen Jugendliche, um und deren Wünsche und Forderungen zu Themen wie zum Beispiel Bildung, Beschäftigung oder Umwelt zu sammeln.

Im Rahmen des UNESCO-Weltjugendfestivals kam der Jugenddelegierte Jan Martin Munz am Donnerstag, den 6. Juli auch ans Institut Dr. Flad in Stuttgart. Dort bot er einen Workshop an und traf sich mit 30 Schülern aus aller Welt. Er gab einen Überblick über die Arbeit der Vereinten Nationen für Jugendliche und schrieb anschließend mit den Jugendlichen einen Brief an den Generalsekretär der UNESCO. Dieser wurde dann am Nachmittag beim Besuch des Generalsekretärs übergeben.

Jan Martin Munz ist 21 Jahre alt, kommt aus Heilbronn und studiert in Tübingen Internationale Volkswirtschaftslehre. Zuvor leistete er seinen Zivildienst im Libanon. Er war ein Jahr Vorsitzender und viele Jahre Mitglied im Jugendgemeinderat Heilbronn. Dort organisierte er Diskussionsrunden, Veranstaltungen und Konzerte für junge Leute und kommunizierte zudem die Belange Jugendlicher an Gemeinderat und Stadtverwaltung.

Deutsche Jugenddelegierte zur Generalversammlung der Vereinten Nationen gibt es seit 2005. Getragen wir das Projekt von der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) und dem Deutschen Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK), unterstützt vom Auswärtigen Amt und vom Familienministerium.

Weitere Informationen unter www.jugenddelegierte.de.

 

UN-Jugenddelegierter Jan Munz besucht das Institut Dr. Flad

Im Rahmen des UNESCO-Weltjugendfestivals 2006 in Stuttgart stellte Jan Munz den Schülern seine spezifischen Aufgaben und Ziele als UN-Jugenddelegierter vor.

Schon bei der Vorstellung des Referenten durch den Schulleiter Wolfgang Flad wurde deutlich, dass sich der 21jährige Munz intensiv politisch engagiert. Er war etliche Jahre Mitglied des Jugendgemeinderates in Heilbronn, absolvierte seinen Zivildienst im Libanon und studiert nun Internationale Volkswirtschaften in Tübingen.

Bereits 1995 beschlossen die UN ein "World Programme of Action for Youth", um jugendspezifischen Themen ein größeres Gewicht zu verleihen. Als die Bundesrepublik 2005 einen Wettbewerb ausschrieb, um zwei geeignete Jugenddelegierte für die UN zu finden, bot sich für Jan Munz die einzigartige Möglichkeit sich auf internationaler Ebene für Jugendliche engagieren zu können. Nach einen harten Auswahlverfahren vertritt er nun zusammen mit einer Kollegin die Interessen der Jugendlichen bei der UN.

Zu Beginn seiner Ausführungen gab der Referent einen kurzen Überblick über die UN und informierte uns darüber, dass die Jugenddelegierten bei der UNESCO angesiedelt sind. Zwar haben die Hauptziele der UN, die Wahrung des Weltfriedens sowie die Garantie der weltweiten Sicherheit, nicht an Bedeutung verloren - im Gegenteil - doch sollten die Jugendlichen weltweit intensiver in Entscheidungsprozesse mit eingebunden werden gemäß dem Motto: "With youth for youth - youth as part of the solution, not part of the problem!"

Etwa 49 Prozent der Weltbevölkerung sind Kinder und Jugendliche. Eine weltweit einheitliche Definition von "Jugend" existiert nicht; die UNESCO versteht darunter Heranwachsende im Alter von 16 bis 24 Jahren.

Trotz aller politischer, kultureller oder weltanschaulicher Gegensätze verbinden die UN-Jugenddelegierte wichtige Ziele wie globale Verbesserung der Bildung, Bekämpfung von Armut und Hunger, politische Partizipation, gerechte Gestaltung von Globalisierung, Eindämmen von AIDS, Erhalt einer lebenswerten Umwelt... Insgesamt umfasst das Weltaktionsprogramm 15 Themen.

Zwar wird seit geraumer Zeit sowohl formell, d.h. durch Resolutionen, als auch informell, d.h. durch Kontakte und Gespräche, politischer Druck ausgeübt, um den Belangen der Jugendlichen gerecht zu werden. Doch diese Bemühungen reichen nicht aus. Solange eine Resolution nur auf dem Papier steht und nicht in die Tat umgesetzt wird, ist nichts gewonnen.

Dass jeder seinen Teil dazu beitragen kann, um auf Missstände aufmerksam zu machen und Verbesserungen einzufordern, bewies der weitere Verlauf der Veranstaltung. Gemeinsam mit den Schülern formulierte Jan Munz einen Brief an den UNESCO-Generaldirektor Dr. Matsuura, der ebenfalls an diesem 6. Juli 2006 das Institut besuchte und dem bei dieser Gelegenheit drei Schüler das Schreiben übergaben.

Ein Höhepunkt des Vortrages war sicherlich die Tatsache, dass sich etliche Schüler spontan bereit erklärten, aktiv für das Weltaktionsprogramm einzutreten. In einem zweiten Brief an den Generaldirektor der UNESCO formulierten sie ihren Willen, sich für ein oder zwei Jahre als Entwicklungshelfer zu engagieren.

Nach einem informativen Vortrag und lebhaften Diskussionsbeiträgen seitens der Schüler beendete Wolfgang Flad die Veranstaltung mit einem Zitat: "Es gibt nichts Gutes außer man tut es." (Erich Kästner)

Angela Schmitt-Bucher

 

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