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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Der Welt-Aids-Tag

Welt-Aids-Tag Im Rahmen der AMK (Arzneimittelkunde) bei Herrn Dr. Zick haben wir uns am Welt-Aids-Tag (01.12.2006) mit dem Thema Aids beschäftigt.

2005 sind schätzungsweise 4,1 Millionen Menschen neu infiziert worden. In Deutschland wurden dem Robert-Koch-Institut 2006 im ersten Halbjahr 1197 neudiagnostizierte HIV-Infektionen gemeldet.

Viele Initiativen setzen sich für diese Viruskrankheit ein. Prominente, wie Verona Pooth, Samy Deluxe, Thomas Hermanns und Benno Fürmann, engagieren sich in diesem Jahr für die Kampagne "Gemeinsam gegen Aids".
Jedoch erreichen Aufklärung und Vorbeugung viele Migranten, Arme und Ungebildete nicht. Und es gibt immer noch diejenigen, die das Risiko einer Infektion bewusst eingehen.

Im September 2000 haben die Mitglieder der UN-Vollversammlung acht Millenniumsziele beschlossen, die bis 2015 umgesetzt werden sollten.
Zu diesen zählen die Halbierung der Armut und der Hungersnöte, die Senkung der Kindersterblichkeit und die Verringerung der HIV-Neuinfektionen durch Aufklärung und Vorbeugung. Jedoch ist es aufgrund der sozialen und wirtschaftlichen Probleme vieler Entwicklungsländer sehr schwierig, diese in die Tat umzusetzen. Folglich steigt die Zahl der Neuinfizierten täglich.

Vor allem in Südafrika ist das Schicksal von Aidswaisen besorgniserregend.
In einigen Regionen haben bereits zwei von drei Waisenkindern ihre Eltern durch Aids verloren und auch sie tragen den Virus in sich. 2005 starben 570 000 Kinder aufgrund einer Infektion mit dem Aidserreger schon vor ihrem 5. Lebensjahr.
Dies hat zur Folge, dass möglicherweise ganze Bevölkerungsschichten aussterben.

Aids - eine unheilbare, tödliche Krankheit - kann durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, das gemeinsame Benutzen von Spritzbestecken bei Drogenabhängigen, HIV-verseuchten Blutkonserven oder durch Übertragung von der infizierten Mutter auf das ungeborene Kind über die Plazenta oder während der Geburt übertragen werden.

Aids kann mit so genannten Kombinationstherapien, die wichtig gegen Resistenzentwicklungen sind, ausgebremst werden. Ein Beispiel für eine Kombi-nationstherapie sind nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI), zum Beispiel Retrovir®, in Verbindung mit HIV1-Protease-Inhibitoren (PI), zum Beispiel INVIRASE®. Jedoch sind diese mit starken Nebenwirkungen verbunden und es kann unter anderem aufgrund einer schlechten Compliance zu Fettansammlungen im Nacken- und Stirnbereich kommen.
Alle Therapeutika wirken nur lindernd und lebensverlängernd, aber nicht heilend.

Besonders kompetente Ansprechpartner - unter anderem zur Arzneimitteltherapie - bei Aids stellen die ca. 40 deutschen Arbeitsgemeinschaften HIV - kompetenter Apotheker (DAHKA) dar. Zu ihren Aufgabenbereichen gehören zum Beispiel Patientenseminare, Bestimmung des Körperfetts, Ernährungsstrategien, Wechselwirkungscheck und Hilfe bei sozialen Fragestellungen.

Jasmin Krieger, PTA 10