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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Exkursion zur CLUA in Sigmaringen und zur Firma Vetter

20. März 2007

Morgens um 7.45 Uhr trafen wir uns mit viel Elan am Busbahnhof in Stuttgart um die zweistündige Reise zum Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Sigmaringen anzutreten.
Dort angekommen wurden wir herzlich von Herrn Dr. Hörtig und Frau Gutmacher empfangen.
Zunächst wurden uns einige allgemeine Fakten zum Amt genannt. Das Amt hat 5 Abteilungen, welche sich alle mit Lebensmittel beschäftigen.

Bei unserem Besuch durften wir die Abteilung 3 besichtigen, die sich ausschließlich mit der Untersuchung von Tabak beschäftigt. In diesem Labor waren durchgehend 22°C und 60% Luftfeuchtigkeit, denn nur bei diesen Bedingungen dürfen Zigaretten analysiert werden.
Was uns sehr imponierte, war wie viel von einer gerauchten Schachtel Zigaretten mit Filter in die Lunge bzw. Bronchien transportiert wird.

Filter vor dem Berauchen Filter nach dem Berauchen
Filter vor dem Berauchen Filter nach dem Berauchen

Nach diesem Schock gingen wir in ein weiteres Labor, welches sich mit Schimmelpilzen in Lebensmitteln beschäftigt. Wir erfuhren das Nüsse und Schalenobst am meisten betroffen sind. Milch und Milchprodukte eher weniger.
Schimmelpilze werden mit der HPLC analysiert.

Dr. Thieler, der uns auch die Funktionsweise der Geräte zeigte, erklärte uns welche Schadstoffe in Muscheln und Algen vorkommen können und wie diese gesundheitsfördernd wirken können, wenn sie richtig dosiert werden.
Danach warnte er uns davor bittere Mandeln und Aprikosenkerne zu essen, da diese einen sehr hohen Anteil an Cyaniden enthalten (3 g/kg), welches sich im Körper zu Blausäure umwandelt, die bei zu hoher Konzentration tödlich wirken kann. 20 Kerne reichen dann zur tödlichen Wirkung aus.

Nach informationsreichen Stunden verabschiedeten wir uns und fuhren nach Langenargen zur Firma Vetter.
Auch die Firma Vetter begrüßte uns recht herzlich mit Kaffe und Kuchen. Während wir uns stärkten informierte uns der Produktionsleiter Herr Zimmermann über seine Firma. Vetter stellt Spritzen her (Einkammerspritzen und Doppelkammerspritzen / Vials / Karpulen). 1950 wurde Vetter gegründet und hat derzeit 1800 Mitarbeiter. Der Hauptsitz ist in Ravensburg.
Danach besichtigten wir das Labor und die Produktionsstätten.

Das Labor:
Muss Verunreinigungen in der Raumluft, im Wasser und in den Medikamenten feststellen. Außerdem werden besondere Keime mikrobiologisch überprüft, die in der Luft oder im Wasser vorkommen können.

Zur Produktion:
Die Produktion findet in so genannten Reinräumen statt. Diese Räume sind beinahe komplett von der Außenwelt abgeschottet, denn selbst die Luft die ausgetauscht wird, wird in ihrer Reinheit überprüft. Auch wir, und das obwohl wir noch nicht mal in den Reinräumen direkt waren, mussten besondere Hosen, Mäntel, Überschuhe und Haarnetze tragen. Die Produktion findet rein maschinell statt, so dass der Mensch nicht eingreifen muss und Fehler und Verunreinigungen durch Keime vermieden werden.

Nach diesem langen und informativen Tag fuhren wir erschöpft nach Hause.

Jasmin Habedank und Vanessa Weidenmann, LG 57