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Exkursion zu den Hohensteiner Instituten in Bönnigheim
Am 24. Juni, trafen wir deutlich früher als abgesprochen bei der Information der Hohensteiner Institute ein, wo wir kurz darauf sehr nett von Frau Hehr begrüßt wurden, die uns gleich darauf unsere Betreuerin während der Führung, Frau Hennefahrt, vorstellte. Um die dazu gewonnene Zeit möglichst sinnvoll zu nutzen, nahm Frau Hennefarth kurzerhand die Besichtigung eines Labors der Abteilung Warenprüfung zusätzlich in das Programm auf. Dort zeigte uns Herr Augsburger verschiedene Methoden der Warenprüfung, wie zum Beispiel ein Gerät, das für eine bestimmte Dauer (verschiedene andere Stoffe) auf einem Stoff reibt, um die Abriebfestigkeit zu bestimmen. Oder ein anderes Gerät, das Wasser gegen einen Stoff drückt, um zu bestimmen ob der untersuchte Stoff z.B. wasserabweisend oder wasserundurchlässig ist. Ein Gerät erzeugt "Landregen", um die Wasseraufnahme von Stoffen zu untersuchen. Wir streiften noch kurz die Abteilung Bekleidungsphysiologie, bestaunten einen "Body-Scanner", der die Körperform von Menschen auf einen Computer abbildet, um neue Kleidungsgrößen zu bestimmen.
Unsere nächste Station war dann bei den textilen Dienstleistungen und Innovationen. Dort wurden uns verschiedene technische Verfahren zur Bestimmung des UV-Schutzes von Textilien vorgestellt, ebenso zur Farbmessung oder Schmutzabweisung. Die Farbmessung ist zum Beispiel wichtig, wenn für ein gerichtliches Verfahren ein Gutachten klären muss ob z.B. eine Anzughose die gleiche Farbe hat wie das Jackett. Dann analysiert das Institut ob es wirklich einen Farbunterschied gibt oder ob der Unterschied überhaupt vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann. Zudem sahen wir dort einen Erprobungstyp einer "Lasernähmaschine". In der Abteilung Hygiene und Biotechnologie erfuhren wir von einer neuen Matratze, die durch eine eingebaute Heizung Milben abschrecken soll. Ohne Milben gibt es dann auch keinen Milbenkot, auf den viele Menschen allergisch reagieren. Oder es wird gerade an Bakteriophagen geforscht, die in den Textilstoffen von OP-Mänteln eingebaut werden sollen. Diese sollen dann die Übertragung gefährlichen Bakterien verhindern. Interessant war auch die Wundauflage, die sich in der Wunde zersetzt oder die Arzneimittel in winzigen Hohlfasern in die Wunde abgibt. Am Ende gingen wir dann wieder zurück in das Schloss, von wo unsere Führung gestartet war. Im schönen Kongressraum ging Frau Hennefahrt bei Butterbrezeln und Erfrischungsgetränken noch einmal auf unsere Fragen ein. Wir bedankten uns bei Frau Hennefahrt für den äußerst interessante Führung und fuhren voller Informationen und Eindrücken zurück zum Institut Dr. Flad. Ich fand die Exkursion sehr gut, weil sie mir gezeigt hat, wie die Berufstätigkeit nach der Ausbildung aussehen kann. Interessant war auch, dass dort mit ähnlichen Geräten gearbeitet wird wie bei der Ausbildung an unserem Institut. Zum anderen fand ich es sehr schön, wie freundlich man dort zusammenarbeitet. Manuel Siegle, LG 58 |