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Seminar "We feed the world" - Ernährung in der globalisierten Welt
Nach einer Vorstellungsrunde ging es mit der Einführung in das Thema weiter. Wir führten ein Brainstorming zu dem Thema Ernährung in der ganzen Welt durch. Dabei wurden einige interessante und erschreckende Aspekte vorgestellt. So sterben mehrere Millionen Menschen täglich auf Grund von Unterernährung. Der Tagesbedarf an Nahrungsmittel beträgt eigentlich nur 1900 kcal. In Amerika und auch in Deutschland liegt die durchschnittliche Nahrungseinnahme deutlich über diesem Wert. Abends schauten wir noch gemeinsam den Film "We feed the world" an. Dieser Film regte uns alle sehr zum Nachdenken an, da uns bewusst gemacht wurde, dass wir selbst für die "Massentierhaltung" verantwortlich sind. Denn viele Menschen wollen immer alles so billig wie möglich kaufen. Die Fleischproduzenten müssen dadurch ihre Tiere so halten, dass sie möglichst billig produzieren können. Am nächsten Morgen ging es mit den Referenten Herbert und Linda Rädler, beide Entwicklungshelfer, weiter. Anhand eines Weltspiels wurde uns gezeigt, an welchen Orten der Welt die meisten Menschen Hunger leiden und an Unterernährung sterben. Uns schon bekannte Kontinente waren Afrika und Südamerika. Doch auch in Asien gibt es viele Unterernährte. In diesem Spiel wurden Reissäcke auf der Weltkarte verteilt. So bekommen die Menschen in Afrika gerade mal ein Achtel von dem, was wir zum Leben zur Verfügung haben.
Anschließend führte uns die geborene Laotin Linda Rädler in ihr Hobby "Gewürze" ein. Bei einem Geruchstest lernten wir die Vielfalt der Gewürze kennen. Im letzten Workshop beschäftigten wir uns mit Brot und Brötchen. Was für Zutaten sind in einem Brötchen? Wie viel Wasser wird für die Herstellung von einem Brötchen benötigt? (virtuelles Wasser) Im Internet informierten wir uns über den Kerosinverbrauch und den Kohlendioxidausstoß, wenn zum Beispiel ein Kilo Brötchen von Afrika nach Deutschland geflogen wird. Weiter verglichen wir Fertigprodukte und frische Bioprodukte am Beispiel Pfannkuchen, die wir auch noch herstellten. Beim Geschmacksvergleich stellten wir fest, dass Pfannkuchen aus frischen Zutaten leckerer und billiger sind. Am letzten Tag wurden die Ergebnisse präsentiert. Anschließend überlegten wir, wie wir unseren MitschülerInnen das Thema näher bringen können. Einige wollten durch Bilder von Massentierhaltungen auf die Quälerei der Tiere, aufmerksam machen. Andere wiederum wollten auf die Verunreinigungen, die zum Beispiel in einem Hamburger sein können, hinweisen. Aber es wurden auch Themenabende, die uns z. B. mit verschiedenen Gerichten und Gewürzen aus aller Welt vertraut machen sollen, vorgeschlagen. Das Seminar hat uns gezeigt, dass wir unsere Nahrung viel stärker schätzen müssen. Billig muss nicht immer gleich gut sein! Nahrungsmittel, die zwei Tage herumliegen sind nicht immer schlecht. Regelmäßig werfen wir Essen weg, das Menschen auf der Südhalbkugel unserer Erde vor dem Verhungern retten könnte. Corinna Burtsche, Martina Hummel, Nicole Hölzel, PTA 11 |