Home • Kontakt • FAQ • Anmeldung • Anfahrt • Impressum • 

Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Schüleraustausch: zu Gast in Brno/Tschechien

Schüleraustausch: Besuch der Chemieingenieurschule in Brünn/Tschechien

1. - 6. April 2009

» Lehrer/innen unserer Partnerschule in Brünn zu Gast im Institut

gößer

gößer gößer gößer gößer gößer

Nachdem im Dezember letzten Jahres die Austauschschüler aus Brünn bei uns in Stuttgart zu Gast waren (Bilder und Bericht zu diesem Besuch), folgte nun Anfang April der Gegenbesuch. Dazu waren Nellie, Benjamin, Diana und Frau Sastre Chueca am Mittwoch, den 1. April pünktlich um 5.45 Uhr am Flughafen. Eine lange Reise stand uns bevor: Zuerst ging es mit dem Flugzeug nach Wien. Dort trafen wir mit Doris zusammen, die an Stefanies Stelle an dem Austausch teilnehmen durfte. Leider war es nicht möglich, dass sie mit uns im Flugzeug reiste, und so musste sie mit dem Zug nach Wien fahren. Von dort ging es dann per Reisebus nach Brünn.

Um die Mittagszeit kamen wir in Brünn an und wurden herzlich von unseren Gastgebern empfangen. Nach der Begrüßung durch die beiden tschechischen Lehrerinnen Alice Ungerová und Katerina Bila fuhren wir gleich weiter zur Schule und zum Mittagessen in der Schulküche. Es gab ein traditionelles tschechisches Gericht: Knedliky, das sind leckere Knödel mit Fleisch und Sauerkraut.

Gleich nach dieser üppigen Stärkung hatten wir Gelegenheit, uns ausgiebig die Beine bei der Stadtbesichtigung zu vertreten. Brünn ist mit etwa 370 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Tschechiens und besitzt viele schöne und interessante Sehenswürdigkeiten. So zeigte und erklärte uns Alice die beiden Wahrzeichen Brünns, das Rad und den Drachen, der eigentlich ein Krokodil ist. Diese befinden sich im Alten Rathaus.

Danach ging es zur Festung Spielberg - wie der Name vermuten lässt befindet sich diese auf einer Anhöhe. Für die Anstrengung wurden wir aber auch durch einen schönen Rundumblick auf die Stadt Brünn belohnt. Die Burg besitzt ausgedehnte unterirdische Gewölbe, die Kasematten. Wir bekamen eine deutschsprachige Führung durch diese Gewölbe, die ehemals als militärisches Depot und als ziviles Gefängnis für die schlimmsten Verbrecher genutzt wurden. Unser Leiter, der Mitglied in einem Männerchor war, sang sogar für uns die „Ode an die Freude“, die in dem leeren Gemäuer sehr gewaltig klang. Dasselbe Stück hörten wir kurz darauf noch einmal im Burghof, wo sich ein riesiges Glockenspiel mit 15 verschiedenen Glocken befindet.
Am Abend waren wir Fladianer doch sehr müde von dem langen Tag und so ließen wir den Abend bei unseren Gastgebern gemütlich ausklingen.

Am Donnerstag wurden wir von Vilem Koutnik, dem Direktor der Chemieschule, herzlich begrüßt. Anschließend führten uns Alice Ungerová und Tomas Burianek, der Chemielehrer unserer Gastgeber, durch die Schule. Besonders interessant waren die Einblicke in die verschiedenen Labors. Bei den anschließenden Trinkwasseranalysen konnten wir uns ein Bild von den tschechischen Gepflogenheiten machen und hatten so auch einen Vergleich mit dem Laboralltag an unserer eigenen Schule. So suchten wir zunächst vergeblich nach einem Abfallgefäß für die Gefahrstoffe, bekamen aber auf Anfrage sofort eines aufgestellt.
Es war auch gar nicht so einfach, die Versuchsanleitungen auf tschechisch durchzuführen, aber nach vorheriger Einweisung durch Tomas Burianek und unserer Kenntnisse aus unserem eigenen Praktikum zu Hause war dies kein Problem mehr.

Viel Spaß hatten wir auch am Abend beim Bowlen in einem riesigen Brünner Einkaufszentrum, und am Schluss sind auch alle nach einigem Hin und Her wieder gut nach Hause gekommen.

Am Freitag hatten wir den ersten von zwei großen Ausflügen. Wir fuhren mit dem Bus in den mährischen Karst, ein Naturschutzgebiet nördlich von Brünn. Dort gibt es viele unterirdische Höhlen, von denen wir eine besichtigten. Der unterirdische Fluss Punkva formte die gleichnamige Höhlen, die voller wunderschöner Tropfsteine sind und teilweise sogar mit dem Boot befahrbar sind. Wegen dem hohen Wasserstand konnten wir nur einen kleinen Teil der Höhlen per Boot besichtigen. Die Punkva fließt auch durch die Macocha-Schlucht, in die man von einer Aussichtsplattform aus 138 Metern Höhe hinab sehen kann. Dazu fuhren wir mit der Seilbahn hinauf. Selbst Frau Sastre Chueca hat sich getraut, hinabzuschauen, wenn auch nur kurz.

Den Samstag verbrachte jeder mit seinen Gastgebern ganz individuell und am Abend traf man sich zur Verkostung des guten tschechischen Bieres in einer Kneipe.

Der Sonntag war noch einmal ein kultureller Höhepunkt, wir besichtigten die Burg Pernstein, die als Drehort für verschiedene Filme, u. a. für tschechische Märchen, diente. Wir bekamen eine Führung und hatten auch Gelegenheit, leckeres tschechisches Gebäck und Honigwein zu probieren. Außerdem gab es auch hier selbstverständlich Souvenirs, vor allem Kunsthandwerk, zu kaufen.
Den Abschluss dieses schönen Ausflugs bildete ein leckeres Mittagessen in einem gemütlichen Gasthof am Fuße der Burg. Nach der Ankunft in Brünn hatten wir wieder den Abend zu freien Verfügung und wir beschlossen, noch eine anderes Lokal zu besuchen, in der das Bier aber genau so gut schmeckte.

Am letzten Tag gab es noch einmal lustige Versuche mit Tomas im Labor, und nach einem leckeren Vesper wurden wir auch schon wieder zum Busbahnhof gebracht und es ging ab nach Hause.

Abschließend ist zu sagen, dass wir uns sehr gefreut haben, dass Alice Ungerová, Katerina Bila und Tomas Burianek sich so viel Mühe gemacht haben und ein wirklich tolles Programm auf die Beine gestellt haben. Leider ließen sich aber manche der tschechischen Schüler anmerken, dass sie sich nicht freiwillig zu diesem Austausch gemeldet hatten.

Herzlich bedanken möchten wir uns auch bei Frau Sastre Chueca, mit der wir in dieser Zeit sehr viel Spaß hatten, und bei Herrn Flad und den anderen Mitarbeitern unserer Schule, die diesen Austausch ermöglicht haben.

 

Lesen Sie dazu auch:
» Lehrer/innen unserer Partnerschule in Brünn zu Gast im Institut