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Seminar "Bandagen und Orthesen" der Firma BORT Medical
26. Juni 2009

Das Seminar am 26. Juni, welches das Thema Hilfsmittel umfasste, gab uns PTA-Schülerinnen einen Einblick in die Präsenz der apothekenüblichen Waren heutzutage in einer öffentlichen Apotheke.

Zusatzverkäufe sind von großer Bedeutung, um den Umsatz einer öffentlichen Apotheke zu steigern, vor allem weil der Rezeptumsatz von Arzneimittel sich in der Vergangenheit um ca. 30% verringerte.

Hilfsmittel können auf Rezept vom Arzt verordnet werden, und zu Lasten der Krankenkassen abgerechnet werden, aber dies ist bei einigen ausgewählten Hilfsmitteln nur möglich, welche in den Hilfsmittelkatalog aufgenommen sind. Hilfsmittel, welche darin nicht aufgeführt sind, können nicht zu Lasten der Krankenkassen abgerechnet werden. Handelt es sich dabei um die Abgabe von Hilfsmittel auf Rezept, so ist zu beachten, dass nur Apotheken, die eine zertifizierte Schulung absolviert haben, Hilfsmittel auf Rezept beliefern dürfen. Dabei müssen bestehende Verträge mit den Krankenkassen beachtet werden. Auf dem Rezept muss das Kästchen Nr.7 "Hilfsmittel" vom Arzt angekreuzt sein und die jeweilige Indikation muss auch niedergeschrieben sein.

Ist eine Hilfsmittelpositionsnummer vorhanden, muss diese auf dem Rezept vermerkt sein, welche zehnstellig ist. Hilfsmittel, welche eine Hilfsmittelpositionsnummer besitzen, sind im Hilfsmittelverzeichnis bzw. im Hilfsmittelkatalog aufgeführt.

Ein grundlegendes Problem ist es, dass die meisten Menschen den Füßen zu wenig Aufmerksamkeit schenken, weil sie am weitesten vom Kopf entfernt sind. Viele Erkrankungen lassen sich aufgrund einer Dysfunktion der Füße und der Beine erklären. Dies sollte man nicht unterschätzen, denn je früher man geeignete Hilfsmittel aus dem apothekenüblichen Sortiment auch zur Prophylaxe einsetzt (Stützen, Komprimieren oder zur Korrektur von Fehlstellungen), desto besser lässt sich der fortschreitende Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Viele Patienten greifen auf dieses Angebot erst in Notfallsituationen zurück, z.B. nach einem Unfall » Cervikalstütze. Besser jedoch wäre es, dies Hilfsmittel schon bei kleineren Beschwerden im Alltag (Haus- und Gartenarbeit) einzusetzen. (Epikondylitis, Tendivaginitis).

Auch im Sport bekommen diese Hilfsmittel eine immer größere Bedeutung (zum Tapen, Stützen und Komprimieren von Gelenken).

Im Folgenden eine kurze Erläuterung anhand einer Kniebandage.

  1. Stützstäbe » zur Bewegungseinschränkung

  2. Pelotte » zur Führung der Patella (Kniescheibe) und Förderung eines Massageeffektes, dadurch wird die Durchblutung verbessert, Schmerzstoffe können nun besser abtransportiert werden, Muskelverspannungen lösen sich und die Propriozeption ist erhöht.

Freundlicherweise bekamen wir Schülerinnen die Möglichkeit, die Hilfsmittel anzuschauen und selbst anzuprobieren. Dies wird uns mit Sicherheit den Einstieg in den Apothekenalltag in diesem Gebiet erleichtern.

Die Klassen 11A und 11B bedanken sich vielmals für dieses gelungene Seminar von BORT Medical.

Ulrike Griesinger und Diane Weyrich, PTA 11B