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Dienstag, 29. September 2009, 9.00 - 17.00 Uhr
Workshop am Institut Dr. Flad

Anton Paar GmbH, Ostfildern
BÜCHI Labortechnik, Essen
Deutsche Metrohm GmbH & Co. KG, Filderstadt

Moderne Analysen- und Messtechnik in Lebensmitteln und Getränken

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Moderne Analysen- und Messtechnik in Lebensmitteln und Getränken

Moderne Analysen- und Messtechnik in Lebensmitteln und Getränken

Moderne Analysen- und Messtechnik in Lebensmitteln und Getränken
Ein Workshop im Rahmen der 14. Stuttgarter Chemietage am 29.September 2009

Bereits am Abend vor dem Workshop wurden im unteren Labor die schönen, modernen Geräte von neugierigen Schülern bestaunt. Und die Vorfreude sollte nicht umsonst gewesen sein.

Den Auftakt der Chemietage hätte das Organisationskomitee für uns kaum interessanter gestalten können. Gleich drei namhafte Firmen aus der Labortechnik gaben den Teilnehmern einen Einblick in ihr umfangreiches Sortiment an modernen Apparaten. Das Publikum war bunt gemischt, auffällig waren jedoch die vielen Lehrkräfte, die sich Anregungen für den Unterricht erhofften. Auch einige interessierte Studenten sowie mehrere Lehrgangsteilnehmer waren unter den Zuhörern. Den Auftakt gestaltete Frau Kurowski von der Firma BÜCHI Labortechnik mit einer Erweiterung unserer Kenntnisse in der Stickstoffbestimmung nach Kjeldahl sowie der Extraktion. Nach einer kurzen Kaffeepause übernahm Stephan Rückold von der Firma Anton Paar das Wort. Er stellte schnelle und genaue Verfahren zur Dichtebestimmung vor. Herzstück der Geräte ist ein Biegeschwinger Element, welches über das Schwingverhalten die Dichte von Flüssigkeiten bestimmt. Den letzten Theorieabschnitt übernahm Jochen Schäfer von der Deutschen Metrohm. Er zeigte uns, dass die Titration auch heute noch sehr beliebt ist, weil sie ein absolutes Verfahren ohne Kalibrierkurve ist. Erstaunlich ist die Vielzahl an Redoxelektroden, mit denen unzählige quantitative Bestimmungen sehr schnell möglich sind. Ebenso überraschend waren seine Ausführungen zur Ionenchromatografie und den zahlreichen Methoden zur Probenvorbereitung.

Der eindrucksvollste Teil des Workshops fand jedoch im Labor statt. Ausnahmsweise ohne Schutzbrille und Labormantel konnten wir die Apparate hautnah unter die Lupe nehmen und in Aktion sehen. Optischer Leckerbissen war eine Soxhlet-Extraktionsapparatur der Firma BÜCHI. Der vollautomatische Kjeldahl-Apparat wird uns in der Bodenuntersuchung noch sehr fehlen. Unscheinbarer in der Optik aber beeindruckend in der Funktion war ein verblüffend kleiner Ionenchromatograph von Metrohm. Dieser bestimmte exemplarisch den Anteil verschiedenster Säuren im Apfelsaft. Dem Titrierautomaten hätten wir am liebsten ein neues Zuhause gegeben. Jedem der bereits das Dichte-Praktikum gemacht hatte, fiel bei der Maschine von Anton Paar die Kinnlade herunter. Innerhalb weniger Sekunden stand die Dichte von Luft oder einer eingefüllten Flüssigkeit auf dem Display. Ebenso spannend waren auch der Austausch in den Pausen und die hervorragende Beantwortung unserer Fragen. Die Referenten wurden dabei nicht müde zu betonen, wie wichtig die Grundlagen sind, die wir am Institut lernen.

An dieser Stelle möchte ich mich für diesen interessanten und lehrreichen Workshop bei allen teilnehmenden Firmen und dem Institut Dr. Flad bedanken.

Wolf Röther, LG 59

 

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