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Freitag, 2. Oktober 2009, 15.15 Uhr
Vortrag an der Universität Hohenheim, Biozentrum B3

Prof. Dr. Peter Menzel
Institut für Didaktik der Naturwissenschaften und Informatik, Universität Hohenheim

Rums!! da geht das Fondue hoch - vom sicheren Umgang mit brennbaren Stoffen

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Rums!! da geht das Fondue hoch - vom sicheren Umgang mit brennbaren Stoffen

Rums!! da geht das Fondue hoch - vom sicheren Umgang mit brennbaren Stoffen

Zum Abschluss der Vortragsreihe der 14. Stuttgarter Chemietage machte Herr Prof. Dr. Peter Menzel von der Universität Hohenheim in einem Experimentalvortrag mit dem Thema Rums!! - Da geht das Fondue hoch... deutlich, wie wichtig Chemiekenntnisse im alltäglichen Leben eines Bürgers sein können und dass es wichtig ist, immer wieder über bekannte Phänomene nachzudenken. Ausgehend von ständig wiederkehrenden Schreckensmeldungen wie z.B. Bränden, zeigte er, dass die Gefahren in jedem Haushalt lauern können.

Zunächst zeigte er, wie sich verschieden brennbare Materialien ganz unterschiedlich schwer entzünden lassen. Ein Stück Holz ist mit einem Feuerzeug nicht anzuzünden, während es in zerkleinerter Form als Holzwolle sofort brennt. Spiritus lässt sich sogar durch einen Kurzschluss entzünden, während Petroleum nur mit Schwierigkeit angezündet werden kann. Davon ausgehend kam er auf den Flammpunkt zu sprechen, der bei verschiedenen Materialien ganz unterschiedlich hoch ist. In Abhängigkeit vom stofflichen Zustand gibt es vollständig unterschiedliche Reaktionen.

Auch zeigte er die Brandentstehung durch wandernde Dämpfe, wenn sich weit entfernt eine Zündquelle befindet. Die nachfolgend ausgelösten Explosionen auf Grundlage unterschiedlicher Chemikalien waren eindrucksvolle Beispiele möglicher Gefahren. Aber nicht nur offensichtlich brennbare Materialien wurden in die Versuche einbezogen, es wurde auch daran erinnert, dass Klebstoffdämpfe und Stäube explodieren können, wenn die notwendige Zündenergie und genügend Sauerstoff vorhanden sind.

In der Konsequenz rät Prof. Menzel dringend zur Installation von Rauchmeldern, die in privaten Haushalten bei uns nur selten zu finden sind, aber durchaus Leben retten können, wenn nachts ein Brand, aus welchem Grund auch immer, ausbricht.

Besonders anregend in diesen Tagen waren die vielen Gespräche, die man mit Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft führen konnte. Lehrer aus ganz Deutschland nützten die Veranstaltungen als fachliche Fortbildung, Schüler des Institutes bekamen einen tieferen Einblick in die Möglichkeiten ihres zukünftigen Berufes, aber auch der Austausch mit den Professoren nach den Vorträgen machte diese Chemietage zu einem Programm, über das noch lange gesprochen werden wird.

Christine Weber

 

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