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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Internationaler Tag
gegen
Rassismus

22. März 2010

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Internationaler Tag gegen Rassismus am 22. März 2010

Wie jedes Jahr fand auch dieses Jahr eine Veranstaltung zum Thema gegen Rassismus im Institut statt. Nachdem Herr Flad alle Mitwirkenden und die Anwesenden Schüler und Lehrer begrüßt hatte, gab er eine kurze Einführung in das Thema und der Entwicklung dieses Themas am Institut. Seit 59 Jahren besuchen Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund das Institut und seit der Auszeichnung Schule ohne Rassismus 1996 findet jedes Jahr eine Veranstaltung zu diesem Thema statt. Zum Beispiel der europäische Integrationstag 1997, ein Besuch des Vorsitzenden der "Aktion Courage" 1998, und ein Theaterstück zum Thema Menschenrechte wurde 2005 aufgeführt und ausgezeichnet.

In diesem Jahr berichteten Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 59 und 60 über ihre Heimatländer, über Vorurteile und ihre persönlichen Probleme bezüglich ihrer Integrierung und Akzeptanz.

Begonnen hat eine Schülerin aus Albanien. Nachdem sie uns viele Informationen über Land und Leute gegeben hat, räumte sie mit einigen Vorurteilen auf, z.B. "Albaner seien engstirnig", "Albanien wäre immer noch zertrümmert nach dem Krieg 1998", "Muslime würden Amerika hassen".
Sie berichtete außerdem von eigenen Erfahrungen bezüglich Problemen bei Bewerbungen auf Grund des Tragens eines Kopftuches, sowie der Frage bei einem Arztbesuch, ob sie deutsch spräche.

Als nächstes wurde Marokko vorgestellt, als Land das von einem König regiert ist, und dessen König nun modernde Lebens- und Sichtweisen ins Land einführt. Diese Schülerin erzählte, dass sie keinerlei Probleme in ihrer Kindheit hatte und nur gegen wenige Vorurteile kämpfen muss.

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Griechenland, vor allem die Stadt Alexandropolis wurde von zwei Schülern des Jahrgangs 60 vorgestellt. Sie gingen vor allem auf die Geschichte der Stadt ein, zeigten beeindruckende Fotos von Sehenswürdigkeiten wie den Leuchtturm und die Hafenstadt und brachten uns die griechische Schrift näher.
Sie erzählten, dass sie wenige Probleme mit der Integration in ihrer Kindheit hatten und heute gut integriert sind.

Danach wurde das Land Türkei vorgestellt. Die Schülerinnen gingen vor allem auf Vorurteile ein z.B. "Türken sind zu dumm für Realschule und Gymnasium", "Türkinnen müssen ein Kopftuch tragen", "Frauen haben nichts zu sagen". Sie widerlegten die allgemeine Sichtweise über Menschen aus diesem Land.
Außerdem wurden Gründe genannt, warum Menschen die Türkei verlassen, zum Beispiel wegen Arbeitslosigkeit, bessere Zukunftschancen in Deutschland und Träume vom besseren Leben.

Der Irak wurde von einer Schülerin in traditioneller festlicher Kleidung vorgestellt. Sie erzählte vor allem über die Kurden, die in 4 verschiedenen angrenzenden Ländern an den Irak leben. Im Osten der Türkei, Iran, Syrien und im Irak.
Sie erzählte, dass sie mit 8 Jahren nach Deutschland kam und wenig Probleme hatte. Sie erzählte über Vorurteile, wie die Problematik zwischen Türken und Kurden und wie sie und ihre Religion zum Thema Ehrenmorde steht.

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Afrika wurde vor allem mit Land und Leuten vorgestellt, dass die Hauptsprache Französisch ist und dass die Menschen im Einklang mit der Natur leben. Die Schülerin erzählte, dass Afrika bzw. Guinea, ihr Heimatland, viele Naturschätze hat, wie z.B. Edelsteine, Gold und Tiere.

Zum Abschluss wurde das Land Ukraine vorgestellt. Hierzu wurden die Schüler im Hörsaal befragt, was sie über die Ukraine wissen. Man kam zum Ergebnis: Klitschko, der Atomreaktorunfall in Tschernobyl und dass Männer ukrainische Frauen lieben.
Der Schüler erzählte uns über die Problematik im Land selber mit den 2 Staatssprachen, Russisch im Osten des Landes und Ukrainisch im Westen.
Bei der Integration in Deutschland hatte er persönlich keine Probleme.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schüler des Instituts, die von ihren Erfahrungen berichtet haben, keine oder nur wenige Integrationsprobleme hatten. Viele von ihnen sind in Deutschland geboren oder seit früher Kindheit hier aufgewachsen.

Die Vorträge waren alle sehr interessant und man lernte mehr über die einzelnen Länder als in manchem Erdkundeunterricht.

Nach den Vorträgen gab es noch eine kleine Verkostung von mitgebrachten typischen Gerichten wie Süßspeisen und es gab die Möglichkeit mit den Schülern noch persönlich ins Gespräch zu kommen und sie weitere Dinge über Land und Leute bzw. ihre Probleme in Deutschland zu fragen.

Stefanie Mézes, LG 60

 

Seit 1996 gehört das Institut Dr. Flad zu den Schulen ohne Rassismus.

Im Rahmen des internationalen Tages gegen Rassismus stellten uns einige der Schüler ihr Land und ihre Kultur vor.
Es wurde über die folgenden Länder berichtet:

 
  • Kosovo/Albanien
  • Marokko
  • Griechenland
  • Türkei
  • Irak (kurdischer Bereich)
  • Guinea
  • Ukraine

Wir bekamen einen Überblick über sieben verschiedene Länder, Lebensweisen, Kulturen und die dazugehörigen Religionen und erfuhren, wie die Familien nach Deutschland gekommen sind und welche Vorurteile zu Unrecht gebildet wurden.

So sagt man beispielsweise, die Menschen im Kosovo seien engstirnig. Sie sind aber tolerant, was man daran merkt, dass im Kosovo sechs verschiedene Nationalitäten und Religionen nebeneinander leben.

Es besteht das Vorurteil, dass Türken zu dumm für die Realschule oder das Abitur seien und die Frauen unterdrückt werden. Tatsache ist aber, dass immer mehr Jugendliche mit türkischem Hintergrund gute Schulabschlüsse bekommen und die Unterdrückung von Frauen höchstens noch in Dörfern besteht.

Über die Ukraine bestehen keine Vorurteile, was wohl damit zusammen hängt, dass die wenigsten etwas über dieses Land wissen.

Manche der Schüler sind in Deutschland geboren, andere kamen erst nach ihrer Geburt nach Deutschland. In den meisten Fällen war es die Arbeit, die die Eltern dazu bewegte, hierher zu kommen.

Nach den Vorstellungen konnten wir noch typische Speisen aus einigen der Länder probieren.

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Es war sehr interessant, etwas über die anderen Kulturen zu hören und zu erfahren, wie es den Schülern hier in Deutschland ergeht.

Christine Colshorn, LG 60