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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Exkursion in den Botanischen Garten Hohenheim

19. Mai 2010

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Exkursion: Botanischer Garten Hohenheim

Am 19. Mai trafen sich die Klassen 13A und 13B zu einer Führung mit Herrn Fraschio bei leichtem Nieselregen im Botanischen Garten Hohenheim.

Gleich am Eingang des Exotischen Gartens konnten wir die Damaszenerrose betrachten, leider hat diese durch das vorausgegangene schlechte Wetter noch nicht geblüht.

Unser Weg führte uns weiter, vorbei an einigen Heilpflanzen, die wir bereits aus dem Drogenkundeunterricht kannten. So zeigte uns Herr Fraschio auch Blätter des Ginkgos, welcher insbesondere bei Demenz und Konzentrationsschwäche eingesetzt wird.

Im weiteren Verlauf konnten wir noch einen Tulpenbaum sowie die Weide betrachten. Der Tulpenbaum hat auch noch nicht geblüht, aber es waren bereits tulpenförmige Knospen zu erkennen. Das Besondere der Weide ist, dass aus ihrer Rinde die Salicylsäure gewonnen wird. Diese wurde erstmals im Jahre 1899 von der Firma Bayer als Acetylsaliclysäure in Aspirin® auf den Markt gebracht und ist bis heute eines der bekanntesten Analgetika.

Die Errichtung der Englischen Anlage von Herzog Carl Eugen und Franziska von Hohenheim fand in den Jahren 1778-1783 statt, in den folgenden Jahren überließ Herzog Carl Eugen den Garten der Universität und der staatlichen Gartenbauschule. Um dieser Geste zu huldigen wurde im Exotischen Garten ein Denkmal für Herzog Carl Eugen und Franziska von Hohenheim errichtet.
Ein weiteres Denkmal bilden die 3 Säulen des donnernden Jupiters, unter denen Ludwig Uhland die Inspiration für seine Ballade "Des Sängers Fluch" fand.

Am Ende unseres Rundganges durch den Exotischen Garten haben wir noch erfahren, dass die Eibe zwar giftig ist, dass man aber die roten Fruchtmäntel ohne den innen liegenden Samen gefahrlos verzehren kann.

Danach ging die Führung im systematischen Teil des Botanischen Gartens weiter, dort finden sich Pflanzen nach Familien eingeteilt in Beeten wieder, beispielsweise die Arnika , die zur Familie der Asteraceen gehört.

Weitere Heilpflanzen haben wir im modernen Arzneipflanzengarten bewundern können, zu diesem Zeitpunkt zeigte sich sogar teilweise die Sonne.
Geordnet sind hier die Pflanzen nach ihrem wirksamen Hauptinhaltsstoff, so findet sich unter anderem eine Einteilung in ätherische Öle und Harze (z.B. Thymian, Pfefferminze), Flavonoide (z.B. Birke, Brennnessel) und Gerbstoffe (z.B. Salbei) wieder.

Den Abschluss unseres Rundganges bildete der Hildegardgarten, in dem sich Arzneipflanzen von Hildegard von Bingen fanden. Hier sind die Heilpflanzen nach den Erkrankungen, gegen die sie eingesetzt werden, eingeteilt, wobei einige Pflanzen, wie zum Beispiel der Salbei, in mehreren Beeten zu finden ist.

Mit großem Applaus verabschiedeten wir uns von Herrn Fraschio, der als Dankeschön von Frau Reuter, Frau Steinert und Frau Pleyer eine Rote Liste aus dem Jahr 2009 geschenkt bekam. Wir möchten uns hier an dieser Stelle noch recht herzlich bei Herrn Fraschio für die interessante Exkursion bedanken, sowie bei Herrn Flad, der uns das Ganze ermöglicht hat.

Nadine Rohmann und Maike Wünsch
PTA 13 B