Institut Dr. Flad - Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt - CTA, UTA, PTA

 
 
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"Aus Müll wird Energie - über Nacht zum Müllionär!"
Exkursion des LG 61/CTA zur Vergärungsanlage Leonberg

11. November 2010

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Begrüßt wurden wir in Leonberg von einem sehr netten und kompetenten Mitarbeiter der Abfallwirtschaft Böblingen, Herr Reppenhagen, der uns in einem Tagungsraum eine kleine Einführung in die Abfallwirtschaft und die Funktionsweise einer Vergärungsanlage bot. Er schilderte uns wie aus der ehemaligen Kompostierungsanlage eine hochmoderne Vergärungsanlage entstand und zeigte uns die Vorteile gegenüber einer Kompostierungsanlage. Anhand einer Powerpoint Präsentation zeigte er uns, auf welche Art und Weise so eine Vergärungsanlage funktioniert und welche Bedingungen man für den Betrieb der drei Blockheizkraftwerke und der Hochtemperaturbrennstoffzelle benötigt.

Nach ungefähr einer Stunde Theorie führte uns Herr Reppenhagen über das Gelände und zeigte uns die verschiedenen Stationen, die der Rohstoff "Biomüll" durchlief, um zu Methan zu vergären und die anschließende Verbrennung des Gases im Blockheizkraftwerk oder der Hochtemperaturbrennstoffzelle.

Der angelieferte Biomüll aus dem Landkreis Böblingen kommt als erstes in den Zerkleinerer, wird anschließend gesiebt und durch einen Magnetabscheider von Eisenteilen befreit, die wieder der Verwertung zugeführt werden.

Im neuen Querstromzerspaner wird mithilfe einer Kette der Bioabfall noch weiter zerkleinert um eine noch größere Oberfläche zu schaffen und um die Produktivität der Anlage noch um ca 30% zu erhöhen.

Nun wird der "frische" Abfall mit fünf Teilen Gärresten vermischt und in den Fermenter, einem großen Gärturm gepumpt. Dort gärt er mehrere Wochen bei Temperaturen von über 50 °C ohne Luftzufuhr und es entsteht durch die anaerobe Zersetzung der biologischen Abfälle durch Bakterien, Methan und Kohlenstoffdioxid, welches in einem Gaskessel gespeichert wird.

Dieses Gas mit einem Methangehalt von mindestens 50% wird nun in den drei Blockheizkraftwerken und der Brennstoffzelle verbrannt, dadurch Strom erzeugt und dieser in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Durch das erneuerbare Energien Gesetz kann der Strom zu einem hohen Preis verkauft werden, weswegen die Vergärungsanlage eine hohe Rentabilität hat.

Die übriggebliebenen Gärreste werden nun getrocknet, nach Kirchheim ins Kompostwerk gebracht und können nach ihrer Kompostierung als nährstoffhaltige Erde wiederverwertet werden.

Wir möchten uns beim Institut Dr. Flad und bei Herrn Reppenhagen für diesen tollen Tag und diese lehrreiche Exkursion bedanken.

Jens Brombacher, Patrick Mandic, LG 61

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