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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Kloster statt Facebook

30. August bis 4. September 2010

15 Flad-Schüler wagen ein Experiment: Sie verbringen eine Woche in der Stille, ohne Handy, Uhr und iPod. Jenseits von Facebook begegnen sie dabei Gott und sich selbst. Ein Bericht über eine Woche der Stille im Kloster.

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Pfarrer Ziegler mit 15 Flad-Schülerinnen und Schülern in der Klosterkirche Maulbronn (UNESCO-Weltkulturerbe).

Dass man nicht unbedingt Topmanager werden muss, um ein "Coaching" erster Klasse für Persönlichkeitsentwicklung zu bekommen, beweist das Institut Dr. Flad immer wieder durch viele kreative Projekte.

Das Institut hat das Jahr der Stille und die guten Kontakte zum Kloster Maulbronn zum Anlass genommen, den Schülern eine Reise zu ermöglichen, bei der sie vielleicht nicht die Welt kennen lernen, aber Gott und sich selbst. Die Idee war geboren, das Angebot geschaffen - die Frage aber war, ob es von den jungen Leuten angenommen werden würde? Erfreulicherweise stieß es auf reges Interesse, innerhalb kürzester Zeit war die maximale Teilnehmerzahl erreicht und überschritten. In Maulbronn erlebten 15 Schüler dann eine Woche fern von Alltag, Lärm und Unterhaltungsindustrie, in der sie nach den Regeln des Heiligen Benedikt (ora et labora - bete und arbeite) leben konnten.

Zu Beginn legten die Teilnehmer ihre Uhren, Handys, MP3-Player ab. Die zur Verfügung stehende Zeit wurde strukturiert durch Stundengebete nach dem Vorbild der Mönche sowie durch Phasen gemeinsamen Arbeitens. Hinzu kamen Zeiten mit geistlichen Impulsen zum "inneren Füllen". Für die Teilnehmer war es ein besonderes Erlebnis zu erfahren, wie einfach das ist, wenn die einstürmende Komplexität des gesellschaftlichen Lebens ausgebremst wird. Jeder Tag begann noch vor dem Frühstück mit dem Gang zur Kirche und dem Morgenlob. Nach der Arbeitseinheit am Vormittag folgte das Mittagsgebet, dann Mittagessen, Ruhepause, Arbeitseinheit am Nachmittag, im Anschluss das Abendgebet. Hier haben die Teilnehmer ein gregorianisches Stundengebet mit gesungenen Psalmen in zwei Chören erprobt und gelernt.

Wie aber würde den Jugendlichen eine solche Umstellung gefallen?

Was man zwar erhoffen, aber nicht erwarten konnte, trat ein: Das positive Feedback der Jugendlichen war überwältigend, auch der betreuende Pfarrer Stefan Ziegler hatte unter der Woche die Begeisterung gespürt und sich sehr darüber gefreut. Die Jugendlichen berichteten begeistert, dass sie noch nie so viel Zeit gehabt hätten, um über sich selbst, ja über Gott und die Welt nachzudenken. Insgesamt also eine tolle Erfahrung, die man fürs Leben hat.