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« 15. Stuttgarter Chemietage - zurück zur Übersicht Freitag, 16.09.2011, 15 Uhr Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Grätzel Solarzellen nach Pflanzenart
Herkömmliche Solarzellen wandeln Licht in Elektrizität um, indem sie den an Halbleiterkontakten auftretenden photoelektrischen Effekt ausnützen. Im Gegensatz dazu funktioniert die an der ETH Lausanne entwickelte neue Farbstoffzelle ähnlich wie die natürliche Photosynthese im grünen Blatt. Die neuartigen Sonnenzellen bestehen aus einem sehr feinteiligen (nanokristallinen) Titandioxidanstrich auf Glas, welcher über eine sehr hohe innere Oberfläche verfügt. Durch Verankerung von Farbstoffmolekülen am Oxid gelingt es, Sonnenlicht sehr effizient einzufangen und im Bereich der Absorptionsbande des Farbstoffs quantitative in elektrischen Strom umzuwandeln. Der Gesamtwirkungsgrad der Sonnenzelle kann sich durchaus mit dem herkömmlicher photovoltaischer Siliziumzellen messen. Im Unterschied zu herkömmlichen Siliziumzellen können die neuen photovoltaischen Gläser transparent gefertigt werden, was ihren Einsatz z.B. für Uhren oder in Gebäuden (power windows) besonders attraktiv macht. Die Farbstoffzelle verspricht auch deutlich billiger zu sein als konventionelle Systeme. » Bilder und Bericht zum Vortrag
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