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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Lehrgang 63 im Schullandheim

4. - 7. Oktober 2012

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Schullandheim 2012
4.-7. Oktober 2012

(Ein Erfahrungsbericht aus dem Haus Mexiko)

Wie es nun schon seit über 20 Jahren Tradition ist, hat auch der Lehrgang 63 des Instituts Dr. Flad das Feriendorf Sonnenmatte auf der Schwäbischen Alb besucht.

Die Schwäbische Alb ist eine der schönsten Mittelgebirgsregionen Europas, liegt südlich von Stuttgart, ist etwa 200 Kilometer lang, 60 Kilometer breit und bis zu 1000 m hoch.

Fern ab der Zivilisation befindet sich das kleine, beschauliche Feriendorf Sonnenmatte, bestehend aus 55 Häusern - fünf davon rollstuhlfahrergeeignet - sowie einem Appartementhaus mit 10 Wohnungen. Die bereits 1966 eröffnete Sonnenmatte, deren Träger der Schwaben International e.V. in Stuttgart ist, hat eine lange und spannende Geschichte. Zum Beispiel fanden dort die ersten zwei Weltkonferenzen der deutschsprachigen Presse im Ausland statt und auch Nobelpreisträger Willi Brand hat sie seiner Zeit besucht.

In zehn dieser Chalets wurde für vier Tage unter der Flad'schen Flagge gehaust, gekocht, gespielt, gelacht und gelernt. Dies alles geschah natürlich in friedlicher Koexistenz mit Flora und Fauna des Biosphärenreservats, in dem krabbelnde Untermieter nicht fehlen durften.

Donnerstagmorgen, halb neun in der nasskalten Stuttgarter Dämmerung, sollte das Abenteuer beginnen. Nach kurzer Fahrt in zwei Bussen plünderten wir zunächst einen namhaften Pfullinger Supermarkt, bevor wir unsere Reise zur Sonnenmatte fortsetzten. Ganz nach Plan fielen wir dann um 12 Uhr in das Feriendorf ein und kämpften um unsere Plätze für die kommenden drei Nächte. Nachdem die erste Fehde um die die Zimmeraufteilung geschlagen war, zogen wir zum Treff, um dort die weitere Nachmittags- und Abendgestaltung zu erfahren. Durch die vorherrschenden Witterungsverhältnisse, mussten wir leider von einer Dorfbegehung absehen und alle zogen sich in ihre Häuser zur Vorbereitung der ersten gemeinsamen Mahlzeit zurück. In gemütlicher Runde in unserem temporären Domizil lernten wir uns schnell besser kennen und erhielten sogar noch überraschenden Besuch aus den Nachbarhäusern, darunter auch Frau Frey und Frau Sastre.

Freitag, sieben Uhr in der Früh, es klingelte an der Tür. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten in den neuen Tag erhielten wir unser Frühstückspaket, welches sogleich verspeist wurde. Danach trennten sich unsere Wege. Ein Hälfte verweilte im Ort und verbrachte einen lehrreichen Tag unter Aufsicht von Frau Frey und Frau Stremski. Der Rest der Gruppe nahm dagegen an einer Exkursion zur Wassergüteanalyse an der Großen Lauter sowie zur Besichtigung des Haupt- und Landesgestüts Baden-Württembergs in Marbach teil und hatte die Möglichkeit, die Natur der schwäbischen Alb hautnah zu erleben. Neben diesen Angeboten hatten andere Schüler des Instituts die Möglichkeit, im Rahmen einer Wanderung die älteste Tropfsteinhöhle des Landes, die Nebelhöhle, und das hochgelegene Schloss Lichtenstein zu besichtigen.

Diejenigen von uns, die sich dafür entschieden hatten den Tag im Feriendorf zu verbringen, wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste machte sich nun an das Bearbeiten der Übungsblätter und musste sich mit dem Schulstoff auseinander setzen. Doch dank Frau Freys didaktischen Fähigkeiten und der ihr eigenen Engelsgeduld, verging die Zeit wie im Flug, während sich in unseren Köpfen jede Frage und jede Unklarheit in Wohlgefallen auflöste. Die andere Gruppe durfte sich mit unserem "täglich Brot" auseinander setzen und Chemie im Alltag erleben. Beim sogenannten "SuperLab" - ein aus Supermarkt und Labor zusammengesetztes Fantasiewort - wurde mit fast ausschließlich im Supermarkt zu kaufenden Reagenzien eine ganze Palette von Versuchen durchgeführt. So wurde zum Beispiel Sauerstoff in Reinigungsmitteln nachgewiesen, Koffein aus Tee und Kaffee auskristallisiert oder der Wassergehalt in Supermarktprodukten nachgewiesen.

So viele neue Eindrücke regen natürlich den Appetit an. Folglich zauberten wir abends eine schwäbische Leib- und Magenspeise, selbstgemachte "Linsen on Spätzle mit Soidewürschtle". Bevor es aber zur Verkostung kam, zogen wir zu Frau Pfeiffer und wurden in die hohe Kunst der molekularen Cocktails eingeweiht. Dank der großen Saftauswahl waren der Farbgestaltung keine Grenzen gesetzt. Nach reichlichen Variationsversuchen bei denen alle sichtlich Spaß und Interesse bewiesen, kehrten wir unter sternenklarem Himmel zurück in unsere Quartiere.

Samstag, gewohnt pünktlich um sieben Uhr morgens, war es für uns auch schon wieder Zeit aufzustehen. Da aber genau wie am Vortag die Institutsmitarbeiter nicht nur an jeder Haustür klingelten, sondern zugleich frische Brötchen sowie frische Eier und Milch an ihre Schützlinge verteilten, ließ sich jeder aus den Federn locken. Heute sah die Tagesplanung für einige von uns einen Besuch in den Albthermen vor, die anderen hingegen, die am Freitag zur Exkursion waren, durchliefen nun das Lern- und Experimentierprogramm des vorherigen Tages.

Abschließend lässt sich sagen, dass sich jeder von uns glücklich schätzt, an diesem Schullandheim teilgenommen zu haben. Wir haben viel gelacht - übereinander und miteinander - und nicht zuletzt voneinander gelernt.

Ein besonderer Dank gilt natürlich unseren Begleitern: Frau Frey, Frau Sastre, Frau Stremski, Frau Pfeiffer und Herrn Zinsmeister, welche uns vier Tage lang mit Rat und Tat zur Seite standen und nicht nur organisatorische sondern auch Probleme eher privater Natur zu meistern wussten.

Vielen Dank selbstverständlich auch dem Institut Dr. Flad, welches hoffentlich nicht nur uns diese Möglichkeit gegeben hat, sondern auch den kommenden Lehrgängen ein Schullandheim ermöglichen wird.

Es berichteten aus dem Haus Mexiko:

Antonia Karina, Steffen Mäule, Isabel Mörk, Florian Nägele, Stefan Starz, Lisa Walser

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