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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Schüleraustausch: zu Gast in Brno/Tschechien
1. bis 6. Oktober 2014

Schüleraustausch mit Brünn

größerBrünn ist nicht nur Partnerstadt Stuttgarts, dort befindet sich auch die Partnerschule des Instituts Dr. Flad, die Střední Průmyslová Skola Chemická. Elf Jahre besteht nun die Schulpartnerschaft und auch dieses Jahr besuchten vier Fladianer das schöne Tschechien.

Mittwoch
Mit Flieger und Fernbus erreichten wir Mittwochmittag den Brünner Bahnhof, wo wir bereits erwartet wurden. Alice Ungerová, seit über zehn Jahren Betreuerin des Schüleraustausches, empfing uns zusammen mit den Tschechischen Schülern, bei denen wir die nächsten Tage verbringen würden. Im leichten Nieselregen fuhren wir mit der Brünner Stadtbahn zur Schule, wo wir eine herausragende Eigenheit der Tschechen kennenlernen konnten - sie essen gerne gut und gerne viel. Und das sehr oft. Das Mittagessen war reichlich und wir bekamen für die Stadtführung direkt Wegzehrung. Selbst im mittlerweile starken Regen hatte die Stadt einen eigenen Charme. Wir besichtigten historische Stätten, wie den Platz der Freiheit mit der Gedenkuhr, die an die Siege im dreißigjährigen Krieg gegen die Schweden erinnert. größer Auch die große Kathedrale von St. Peter und Paul besuchten wir, das prächtige Innere wurde nur durch den fabelhaften Ausblick von den Aussichtsplattformen über die ganze Stadt übertroffen. Trocknen konnten wir im großen Einkaufszentrum, wo wir den Abend gemütlich mit Bowling und Billiard verbrachten.

Donnerstag
Der Donnerstagmorgen begann der offiziellen Begrüßung Herrn Vilém Koutník, dem Direktor der Schule. Auf Englisch und Deutsch stellte er uns Tschechien, Brünn und die Schule vor. Anschließend führte uns Herr Matuška durch das Schulhaus und die Labors, wo wir dann auch selbst arbeiten durften. Iodometrisch bestimmten wir den Vitamin C-Gehalt frischer Orangen und führten angeregte Diskussionen über die Cerimetrische Methode und die Titration mittels Kaliumiodid und einer Natriumthiosulfatlösung. Nach dem Mittagessen führten uns dann drei Oberstufenschüler Experimente wie die Roztok-Oszillation, das "versilbern" und "vergolden" von Kupfermünzen oder einen halbqualitativen Nachweis von Cyanid im Speichel mittels Fällung als Eisenrhodanid. Anschließend besichtigten wir die Ausstellung "Bodies Revealed", eine Art Körperwelten in Brünn. Den Abend verbrachten wir erneut mit Billiard in der Bar, die uns bereits am Vortag sehr zugesagt hatte.

größer Freitag
Freitag standen die Punkva-Höhlen auf dem Programm, welche wir mit dem Auto erreichten. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass die starken Regenfälle die Bootsfahrt in der Höhle unmöglich gemacht hatten. Dennoch besichtigten wir wie geplant die Mazocha-Schlucht, welche wir durch eine atemberaubende Tropfsteinhöhle erreichten. Als wir diese verließen, schien von oben herab die Sonne auf die beiden Seen und es schien, als befänden wir uns in einem Land vor unserer Zeit. Hier schien die Zeit wahrlich stehengeblieben zu sein. Nachdem wir die Schlucht verlassen hatten, nahmen wir die Gondel auf den Berg hinauf und bestaunten dieses Panorama auch von oben, was uns einen ganz neuen Blick eröffnete und wilde Bungeefantasien weckte. Wieder in Brünn angekommen besuchten wir weitere historische Bauwerke wie die Festung Špilberk oder das Ossuarium, wo zahlreiche Pestopfer in einem unterirdischen Friedhof begraben wurden. Grabsteine in lateinischer, deutscher und tschechischer Sprache, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichten, erinnerten an die gemeinsame deutsch-tschechische Vergangenheit und die bedeutende Rolle Böhmens im Heiligen Römischen Reich.

größer Samstag
Den Samstag verbrachten wir getrennt. Morgens besuchten die Jungs den Zoo von Brno und trafen dort zufällig auf Frau Ungerová, die sich mit ihrer Nichte ebenfalls dort aufhielt. Anschließend besuchten sie den Automotodrom Brnos und feuerten kräftig den deutschen Porsche an, abends lieferten sie sich heiße Gefechte im Laser Game. Die Mädels bestaunten einen farbenfrohen und traditionellen Umzug, besuchten ein Museum und gingen auf einen Reiterhof.

Sonntag
Den Sonntagmorgen verbrachten wir ebenfalls getrennt, teilweise im Schwimmbad, teils bei einem sonntäglichen Kirchenbesuch und teils im Unesco Weltkulturerbe Trebitsch. Gemeinsamer Treffpunkt war mittags das große Schloss Lednice, welches ebenfalls zum Weltkulturerbe zählt. Die gewaltige, englische Gartenanlage samt künstlicher Seen und einem großen Minarett war ebenso eindrucksvoll wie das gut erhaltene Prunkschloss selbst, welches von der Familie Liechtenstein errichtet worden war.

Montag
Der Tag der Abreise kam wie immer viel zu früh. Schweren Herzens nahmen wir Abschied von unseren Gastfamilien und den beiden Lehrern, die uns nun fast eine Woche betreut hatten. Doch es hieß nicht "Leb wohl", sondern "Bis bald", schließlich wird der Gegenbesuch der tschechischen Schüler im Dezember erfolgen.

Manuel Bix, Petra Kazianka, Daniel Martin und Florian Siegle, LG 64