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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Workshoptag mit Prof. Dr. Matthias Ducci und Dr. Kirstin Brezesinski, PH Karlsruhe

"Säuren & Laugen und Fluoreszenzexperimente"

am Samstag, 14. März 2015, 9 bis 16 Uhr, im Institut Dr. Flad    » Ihr Weg zu uns

Margrit Frey
Institut Dr. Flad
Prof. Dr. Peter Menzel
Fehling-Lab
 

Highlights der experimentellen Schulchemie: Säuren & Laugen - oder: Bart Simpson und die Neutralisationsreaktion

Prof. Dr. Matthias Ducci, Dr. Kristin Brezesinski
Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Highlights der experimentellen Schulchemie: Säuren & Laugen - oder: Bart Simpson und die Neutralisationsreaktion Diese Fortbildung richtet sich an Chemielehrkräfte der Sekundarstufe I. In einem einführenden Vortrag zur wird eine erprobte Unterrichtssequenz vorgestellt, in der Filmausschnitte aus TV-Serien (z. B. "Die Simpsons") konkrete didaktische Funktionen im Lehr-Lernprozess zugeordnet werden. Es hat sich gezeigt, dass diese methodische Vorgehensweise einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Motivation seitens der Schülerinnen und Schüler leisten kann.

Im nachfolgenden praktischen Teil werden Experimente zum Thema Säuren und Laugen durchgeführt. Bei diesen Versuchen kommen vor allem Haushaltschemikalien zum Einsatz. Sie haben somit einen hohen Alltagsbezug, einen allgemeinbildenden Charakter und eine motivierende Wirkung auf die Schülerinnen und Schüler, sich mit diesem Themenkomplex auseinander zu setzen.

 

Badeperlen stressfrei - Fluoreszenzexperimente mit Bedarfsgegenständen

Prof. Dr. Matthias Ducci, Dr. Kristin Brezesinski
Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Fluoreszierende Substanzen werden sehr vielfältig verwendet. So wird z. B. Fluorescein und sein Dinatriumsalz Uranin als Tracer in der Hydrologie eingesetzt, um Wasserläufe zu erforschen. Darüber hinaus findet es Anwendung in der so genannten Fluoreszenz-Angiographie, ein bildgebendes Verfahren zur Diagnostik von Erkrankungen des Augenhintergrundes. Die mit seiner intensiven Fluoreszenz verbundene Signalwirkung wird auch bei der Bergung von Schiffbrüchigen oder notgewasserten Piloten genutzt.

Experimente, bei denen fluoreszierende Effekte auftreten, üben gewöhnlich eine gewaltige Faszination auf den Schüler aus. In der Fortbildung werden zahlreiche einfache Fluoreszenzexperimente präsentiert, die mit handelsüblichen Bedarfsgegenständen durchgeführt werden. Ausgangspunkt der Betrachtungen sind Kneipp-Badeperlen, die u. a. Uranin enthalten. Diese werden im Vortrag z. B. zum Nachweis von Bromdämpfen verwendet. Ebenso wie Luminol wird Fluorescein in der Forensik eingesetzt, um Blutreste zu detektieren. Im einführenden Vortrag wird ein Modellversuch präsentiert, bei dem die o. g. Badeperlen genutzt werden. Hierbei tritt - im Gegensatz zur Verwendung reinen Fluoresceins - ein zunächst überraschender und eindrucksvoller Fluoreszenzeffekt auf, dem im weiteren Verlauf der Fortbildung in einer forschend-entwickelnden Vorgehensweise unter Zuhilfenahme weiterer Haushaltsprodukte nachgegangen wird.

Alle Experimente werden im praktischen Teil von den Teilnehmern durchgeführt. Dieser Teil beinhaltet auch weitere spektakuläre Experimente mit Fluoreszenzfarbstoffen aus Textmarkern. Ein Skriptum wird kostenlos in gedruckter sowie elektronischer Form ausgegeben.

Literatur:
[1] S. Zajonc, M. Ducci, Badeperlen Stressfrei - Experimente mit Fluorescein. CHEM-KON 19/2 (2012) 87-89
[2] S. Zajonc, M. Ducci, Was fluoresziert denn da? - Eine Spurensuche. MNU 66/1 (2013) 24-30