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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Ausflug in die Arbeitswelt eines CTAs
Exkursion zur Landesanstalt für Landwirtschaftliche Chemie der Uni Hohenheim am 25. Februar 2003

Am Dienstag, den 25.02.03 trafen wir uns früh morgens mit insgesamt 20 Schülern des LG 52 und 53, um an einer Exkursion zur Landesanstalt für Landwirtschaftliche Chemie der Universität Hohenheim teilzunehmen.

Der Leiter Prof. Dr. Schenkel empfing uns sehr herzlich und gab uns einen Einblick über die Entstehung der Landesanstalt und deren grundlegende Aufgaben.

Dieser Bereich der Universität wurde 1865 gegründet und kann somit auf mehr als 125 Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Agrikulturchemie zurückgreifen. Sie stellt bis heute eine wichtige Brücke zwischen der Wissenschaft und der alltäglichen Praxis dar. Die zwei wichtigsten Arbeitsgebiete sind Untersuchung und Forschung.

Die Landesanstalt arbeitet nicht nur mit wissenschaftlichen Einrichtungen innerhalb und außerhalb der Universität zusammen, sondern führt auch amtliche Kontrolluntersuchungen und Analysen für Firmen, Genossenschaften, Verbände und Privatpersonen durch. Untersucht werden Böden, Dünge- und Futtermittel zum Beispiel auf Schadstoffe. Außerdem beteiligt die Landesanstalt sich regelmäßig an Ringversuchen auf nationaler und internationaler Ebene. Zudem entwickelt sie neue Analysenmethoden, wie etwa den Hohenheimer Futterwerttest, und bearbeitet Forschungsvorhaben von Staat, Industrie und Handel.

Nach den umfangreichen Informationen teilten wir uns in zwei Gruppen, wobei eine von Dr. Eckstein und die andere von Dr. Breuer durchs Haus geführt wurde.

Dr. Eckstein, der für den anorganischen Bereich zuständig ist, erklärte uns den Weg einer Futtermittelprobe von der Entnahme bis zum vollständigen Analysenergebnis. Grundlage für richtige Analysenergebnisse ist die korrekte Probenvorbereitung. Die Probe wird chemisch, mikrobiologisch und mikroskopisch untersucht.

Die chemische Analyse soll Aufschluss über Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Proteine, Spurenelemente und Vitamine geben. Hier wird mit der klassischen Analytik wie beispielsweise Titration und Gravimetrie aber auch mit modernen Analysengeräten wie HPLC und GC gearbeitet. Mit dem Mikroskop kommt man unerwünschten und verbotenen Zusätzen auf die Spur. Die Skandale um Fischmehl und Dioxine in Futtermitteln zeigen nicht zuletzt die Wichtigkeit der Arbeit der Landesanstalt.

Dr. Breuer, der für den organischen Fachbereich im Haus die Verantwortung trägt, informierte uns anschließend über einen weiteren wichtigen Bereich: die Bodenuntersuchung.

Jährlich erhält die Landesanstalt ungefähr 40.000 Bodenproben. Um die richtige Probenentnahme zu gewährleisten, sind zwei Beauftragte der Landesanstalt im Dienst. Untersucht werden unter anderem der Tongehalt, Nitrat und andere Stickstoffverbindungen und organische Substanz. Die Methoden reichen von Sieben und Filtrieren bis hin zur Atom-Absorptions-Spektrometrie.

Alles in allem war dies eine gelungene Exkursion, die uns angehenden CTAs einmal mehr gezeigt hat, wie vielseitig und interessant die Chemie ist. In diesem Sinne möchten wir uns im Namen des LG 52 & 53 bei der Landesanstalt, insbesondere bei Prof. Schenkel, Dr. Eckstein, Dr. Breuer, sowie bei Herrn W. Flad, der uns diesen Ausflug ermöglichte, und last but not least bei Frau Pfiz für ihre Betreuung ganz herzlich bedanken.

Andrea Grotzky, Tobias Strittmatter, Markus Fischer
LG 53