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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Exkursion zur Firma Bosch in Schwieberdingen

Am Donnerstag den 15. Juli 2004 besuchten Schüler des Instituts Dr. Flad den Weltkonzern Bosch.

größer Dazu trafen wir uns um viertel vor Acht an der Pforte am Werk Schwieberdingen. Wir wurden von zwei netten, gut gekleideten Leuten empfangen. Zur Einführung hörten wir bei Kaffee und Butterbrezeln die wichtigsten Fakten und Daten über Bosch. Hauptsächlich über das Werk Schwieberdingen in welchem 5000 Leute arbeiten. Schwieberdingen ist ausschließlich für die Entwicklung und Erproben von neuen Bauteilen zuständig. Zur Zeit nimmt Bosch 70% seines Gesamteinkommens mit Hilfe seiner Automobilteile Entwicklung und Vermarktung ein. Imposant war, dass Bosch Schwieberdingen aufgund der vielen Umbauten an Testfahrzeuge, zur Erprobung dieser, einen eigenen TÜV hat.

Da dies kein Essay über Bosch werden soll, sondern ein Bericht über das was wir bei der Führung gesehen und gehört haben ist, bitte ich bei großem Interesse Informationen über den web-Contact von Bosch zu suchen (www.bosch.com).

größer Nach einem aufschlussreichen Film über den Konzern weltweit wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt mit je einer Begleitperson. Unser Begleiter war Herr Hertlein, welcher zeitlebens bei Bosch gearbeitet hatte, nun in Rente ist, jedoch noch ehrenamtlich im Boschrahmen seinen ehemaligen Standort präsentiert.

Als erstes besichtigten wir einen Raum in welchem die wichtigsten von Bosch vertriebenen Bauteile für Autos ausgestellt sind. Zu jedem Produkt bekamen wir eine Kurzbescheibung. Imponierend war es mal, direkt nebeneinander z.B. eine Common Rail Diesel Direkteinspritzung mit der eines Benzinmotors zu vergleichen. Herr Hertlein ging bei bestimmten Produkten auch auf die besondere Funktionalität und Technick einzelner Bauteile ein. So zeigte er uns z.B wie ein stufenloses Getriebe aussieht und mit welcher Präzision es gebaut wird.

Als nächstes besichtigten wir die Prüfstände des Werks. Um die neu entwickelten Teile auf dauerhafte Funktion, Verschleiß, oder gar Defekte zu überprüfen, werden alle entsprechend geprüft. Dementsprechen laut war es auch in den Hallen. Um eine Prüfmethode hervorzuheben, möchte ich den Schüttelbock beschreiben. Diese Maschine testet Bauteile auf Rüttelfestigkeit, wie z.B ein Bauteil beim Starten eines Motors erfährt. Eine Rüttelbox kostet 500.000 Euro und die monatlichen Betriebskosten belaufen sich zwischen 15.000 und 40.000 Euro. Wie der Name schon sagt, schüttelt dieses Gerät fest installierte Metallteile mit verschiedenen Frequenzen in verschiedenen Anordnungen. Diese Geräte sind wahrhaft massiv. Andere Prüfstände waren z.B. Maschinerien welche ein Teil schnell von z.B. -40 auf +90 dann auf -50 und auf + 80 und soweiter erwärmten.

Als nächstes wurden wir in der Metallo Abteilung über den Werkstoff Metall aufgeklärt. Auf dem Weg zu dieser Abteilung durchquerten wir einen langen Korridor, in welchem Motoren installiert waren und in regelmäßigen Abständen gestartet wurden. größer Auch LKW und Traktor Motoren waren dabei. Man kann sich den Lärm gar nicht vorstellen.

Die Prüflabore überprüfen einen Gegenstand, wenn dieser bei der Erprobung beschädigt wird z.B. bricht. Das Ziel ist es, den Grund für das Bersten zu finden. Je nach Bearbeitungsart hat das Metallgitter eine andere Struktur. Dazu wurden uns viele Beispiele gezeigt und auch das Rasterelektronen-Mikroskop vorgestellt und praktisch an einem zuvor besprochenen Metallstück gezeigt.

Die nächste Abteilung war die Galvanik, wo wir in die Reinstraumlabors durch Glasfenster schauen konnten. Bei der Galvanisaton wird auch Wasser benötigt, welches in einer hausinternen Anlage gereinigt wird. Sie besteht aus zwei mind. drei Meter hohen Kationenaustauschern, zwei Anionenaustauschern und einem Aktivkohle Filter.

Bosch lud uns freundlicherweise auch noch zum Mittagessen ein. So gingen wir ins die Kantine, wo es eine reiche Auswahl an Essen und Getränken gab.

Gesättigt trafen wir uns dann um halb zwei wieder am Startpunkt, wo wir verabschiedet wurden.

Es war eine echt gelungene, hoch interessante Führung. Viel Neues und technisch Verblüffendes wurde uns gezeigt und erklärt. Es war einfach toll.

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Ich möchte mich im Namen von allen, welche an dieser wunderbaren Führung teilnehmen durften, ganz herzlich bei allen Beteiligten in den verschiedenen besichtigten Anlagen bedanken, die uns so bereitwillig alle Fragen beantwortet haben.

Ganz besonders möchte ich unseren Gruppenführern, die Herren Hertler und Schmidt, für die große Geduld danken, mit der Sie uns durch das Werk begleiteten.

Natürlich auch Dank an das Institut, insbesondere Frau Pfiz, die die Exkursion organisiert und durchgeführt hat.

Danke!

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(Stolze Bosch Besichtigerinnen)

Andreas Keiper, LG 54