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"Pflicht"- Exkursion zur Stuttgarter Hofbräu-Brauerei am 14. November 2002

Malz
Genug des Lobes, hinein in die Welt des Bieres! Der Rundgang begann mit dem Aspekt der Umwelttechnik und da braucht sich diese Brauerei wirklich nicht zu verstecken, auch wenn uns erst auf der Heimreise wirklich bewusst wurde, dass in den umliegenden Straßen ein leichter süßlicher Malzgeruch in der Luft liegt - was aber nicht als unangenehm bezeichnet werden kann. Die Stadt Stuttgart verlieh schon zweimal einen Energie-Orden an Stuttgarter Hofbräu, wegen des neu erworbenen Ökodampfkessels und des Blockheizkraftwerks, zur internen Energieversorgung!

Die Beachtung der Umweltreinerhaltung erbringt jedoch nicht nur Orden, sondern auch, wenn richtig genutzt, Ersparnisse, in diesem Fall von 1 Million Euro pro Jahr. Einen großen Anteil an dieser Summe spielen auch die Abfalltürme, in denen die biologischen Abfälle gelagert und dann an die Bauern zur Viehfütterung ausgegeben werden, da sie hochwertige Proteine und Eiweißstoffe enthalten. Die Glasscherben der Flaschen und die Kronen werden an die Flaschen- und Eisenhütten zum Recycling zurückgegeben. Die Etiketten an Papierfabriken.

Nun folgen Sie mir bitte weiter zum eigentlichen Lager, dem des Brauwassers. Erstaunlich ist und auf den ersten Blick nicht gleich verständlich, dass es kein Trinkwasser, sondern speziell behandeltes Wasser ist. Der Brauerei reicht nämlich nicht, die von der Regierung vorgeschrieben Qualität des gewöhnlichen Trinkwassers, das bedeutet, dass diese das Wasser noch einmal reinigt und somit einen höheren Reinheitswert erzielt. Dies ist für das Bier von größter Wichtigkeit, da es noch eines der wenigen Lebensmittel ist, das keine Konservierungsstoffe enthält. Ich kann alle Biertrinker beruhigen, das wird sich in Deutschland auch nicht ändern.

Zurückzuführen ist dies auf das älteste Lebensmittelgesetz der Welt, dem deutschen Reinheitsgebot von 1516, das vorschreibt, dass nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe in einem Bier enthalten sein darf! Das Brauwasser ist also wichtig, da ja bekanntlich Bier zum größten Teil aus Wasser besteht, zu 92% - genau genommen. Doch die Besonderheit einer jeder Biermarke spielt sich woanders ab, in der so bedeutenden Mischung des Hopfens und des Gersten-Malzes (und der Hefe-Malze, bei Weizenbier).

 

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