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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.
Ein eindrucksvoller Besuch: Heiner Geißler zu Gast - Schülerberichte
Interview mit Herrn Dr. Heiner Geißler

vergrößerte Abbildung Gastvortrag von Dr. Heiner Geißler zum Thema Intoleranz

Am 11. Dezember 2002 besuchte Dr. Heiner Geißler anlässlich des Tages der Menschenrechte das Institut Dr. Flad, um einen Vortrag über das Thema Intoleranz zu halten.

Als zentrale Punkte seines Vortrages ging Herr Geißler vor allem auf die Intoleranz gegenüber Frauen, gegenüber Ausländern und auf Intoleranz aus religiösen Gründen ein.

Er führte an, dass sich die Intoleranz gegen Frauen auf vielfältige Weise zeige, sei es nun durch die Beschneidung von Frauen in einigen afrikanischen Ländern, die religiös begründete Unterdrückung von Frauen in einigen islamischen Staaten oder der Sexismus und das Mobben von Frauen in Europa und Amerika. Menschenrechtsverletzungen und Intoleranz gegenüber Frauen ist also ein weltweites Problem!

Zum Thema Intoleranz gegen Ausländer sagte Heiner Geißler, dass in Deutschland keine Zweiklassengesellschaft, in der zwischen Deutschen und Ausländern unterschieden werde, entstehen dürfe, sondern eine multikulturelle Gesellschaft, die von einem Verfassungspatriotismus geprägt sein sollte. Er sagte allerdings auch, dass die Industrienationen nicht alle Immigranten aufnehmen können, sondern dass man die Gründe für die Migration beseitigen müsse. Man müsse den Menschen in ihren Heimatländern lebenswerte Bedingungen ermöglichen. Es sei auch eine Form von Intoleranz, wenn im internationalen Wettbewerb zunehmend der nackte Kapitalismus herrsche, in dem nur noch der Gewinn und die Rendite von Großkonzernen zählen. Im Gegensatz dazu müssten rund 2 Mrd. Menschen ohne ausreichende Nahrung und ohne sauberes Trinkwasser auskommen. Er forderte eine globale soziale Marktwirtschaft, in der auch die Schwellen- und Entwicklungsländer eine faire Chance haben, auf die Beine zu kommen.

Mir persönlich hat der Vortrag von Herrn Geißler gut gefallen, da er seine Ausführungen durch zahlreiche Beispiele, angefangen von aktuellen Fällen über Beispiele aus der Geschichte bis hin zu Zitaten aus der Bibel oder aus einer griechischen Sage, sehr gut veranschaulichte. Trotz des ernsten Themas gelang es Herrn Geißler auch immer wieder, das Publikum durch eher lustige Erfahrungen, die er mit der Intoleranz der Menschen gemacht hat, zum Lachen zu bringen. Alles in Allem kann man also sagen, dass die Schüler des Institutes einerseits einen interessanten und kurzweiligen Nachmittag verbracht haben, und andererseits zum Nachdenken über das Thema Intoleranz angeregt wurden.

Markus Schwinger, LG 52

 

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