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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.
Team iThemba im Institut   (10/2002)

Am Montag, den 21. Oktober, ist es nun soweit. Das bereits lange vorher angekündigte und mit Spannung erwartete Ereignis soll heute um 13.30 Uhr seinen Lauf nehmen. Das Team iThemba (zu deutsch Hoffnung) besuchte bereits zum vierten Mal das Institut Dr. Flad und möchte seine Nachricht von Hoffnung und Gott verbreiten.

Doch für die meisten ist es dennoch schwierig, sich etwas Genaues unter der Verbreitung dieser Nachricht vorzustellen. Auf Grund von ein paar Vorinformationen, die bereits Herr Flad im Unterricht über diese Gruppe von sechs jungen Menschen, die sich aus 5 Südafrikanern und 1 Deutschen zusammensetzt, verlauten ließ, ist zunächst klar, dass es sich bei dem uns zu erwartenden Programm nicht um eine Moralpredigt mit dem erhobenen Zeigefinger handelt. Nach ihren eigenen Angaben sehen sie den Glauben als das Medium, das sie zusammen führte, sie Demut und Toleranz lehrte, sowie ihnen die Kraft und den Elan gibt, jeden Tag aufs Neue ihre Geschichte zu erzählen, wie am heutigen Tag den SchülerInnen des Instituts. Wir sind neugierig, was die Gäste veranlasst, sich so engagiert einzusetzen.

Eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung wird der große Hörsaal zu einer Bühne umfunktioniert. Das Rednerpult wird in die Ecke verbannt, die Tafel mit einem großen Transparent verdeckt und die eigens mitgebrachte Stereoanlage mit 2 Lautsprechern und 2 Mikrophonen aufgebaut.

Das eineinhalbstündige Programm der jungen Südafrikaner ist in die drei Bereiche Tanz, Theater und Gesang gegliedert. Von der ersten Sekunde an ziehen die Gäste uns alle in ihren Bann. In ihrem durch afrikanischen Tanz und Gesang geprägten Programm wird in den Theaterstücken dem Publikum eindrucksvoll die Geschichte der letzten 30 Jahre Südafrikas mit all ihren Schattenseiten und Lichtmomenten nahegebracht. Von dem Kampf gegen den Rassismus über die ersten demokratischen Wahlen, welche als erster, wichtiger und fundamentaler Schritt zur Bekämpfung der Apartheid zu sehen sind, bis zum Kampf, der heutzutage in Südafrika ausgetragen wird: dem Kampf gegen das tödliche bis heute unheilbare HIV-Virus, Aids.

Theaterstücke, die durch ihre Authentizität unter die Haut gehen, und einen jeden im Herzen berühren, in Betracht auf die desolaten infrastrukturellen Zustände, die bei der medizinischen Versorgung und Betreuung von minderjährigen Straßenkindern herrschen.

Neben den Theaterstücken sind auch die Erzählungen der persönlichen Erlebnisse eine einmalige Erfahrung für jeden von uns gewesen. Probleme, die unausgesprochen bleiben, setzen jeden Tag einen neuen Stein auf die Mauer, die wir selbst zwischen uns und unsere Mitmenschen aufbauen. Eine Mauer, die keinen Bestand mehr hat, wenn man mit dem Team iThemba gemeinsame Stunden verbrachte.

Christian Ketterer, LG 53

 

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