Institut Dr. Flad - Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt - CTA, UTA, PTA

 
 
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EMC microcollections zu Besuch im Institut   (04/2001)

Am 25. April stellte Dr. Karl-Heinz Wiesmüller von der Firma EMC microcollections den SchülerInnen der Lehrgänge 50 und 51 neue Methoden in der Naturstoffsynthese am Beispiel der Projekte seiner Firma vor.

Dr. Karl-Heinz Wiesmüller Herr Dr. Wiesmüller erläuterte zuerst die Problematik der modernen Pharmaforschung: hochkomplexe Naturstoffe müssen synthetisiert und systematisch verändert werden, um unter vielen Tausenden von Molekülen eines zu isolieren, welches als Medikament eingesetzt werden kann. Hierbei kann man einen "Glückstreffer" nicht mehr dem Zufall überlassen: man braucht schnelle, reproduzierbare Synthesetechniken, die es erlauben, hunderte von Ansätzen parallel zu bearbeiten und auszuwerten.

Dr. Wiesmüller erklärte anschaulich die in seiner Firma mitentwickelten und optimierten Methoden der Festphasensynthese: Zielmoleküle werden selektiv an die Oberfläche eines Harzes gebunden, dort mit dem gewünschten Substrat zur Reaktion gebracht und anschliessend wieder abgelöst. Diese Methode lässt sich auf den Mikromasstab optimieren und erlaubt die Synthese in einer präparierten Pipettenspitze; damit ist der Weg für Roboter- und Computergesteuertes Arbeiten offen, denn erst so lassen sich Tausende von Ansätzen chemisch wie logistisch bewältigen.

Mit einem Exkurs in die Peptidchemie zeigte Dr. Wiesmüller die unglaubliche Vielfalt von Strukturen auf, die aus der Kombination von nur 20 Bausteinen, den Aminosäuren, resultiert - sich dieser Vielfalt anzunähern sei die zentrale Idee seiner Firma, die eng mit der Pharmaforschung zusammenarbeitet und aktiv ist im Bereich Entwicklung und Forschung - und die neue CTAs sucht zur Verstärkung ihres Laborteams. Eine schöne Bestätigung der Vielseitigkeit eines Chemisch-technischen Assistenten: auch und gerade der Bereich Pharma und Biotechnologie braucht geschulte Praktiker mit fundiertem Hintergrundwissen!