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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.
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Gesicht zeigen!
Projekttag Schule ohne Rassismus am 26. März 2003

im Rahmen der Schulaktionstage "Jugend macht Schule" vom 24. März bis 4. April 2003

Der 26. März 2003 - dieser Tag sollte unserer Schule nochmals den Rücken stärken für die Aktion Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage.
Immer nur zu sagen "Ich hab damit nichts zu tun und es geht mich nichts an" ist der falsche Weg! Wir haben uns entschlossen, aktiv zu werden und selber etwas zu bewirken! Einen besonders geeigneten Rahmen boten hierzu die Schulaktionstage Baden-Württemberg vom 23. März bis 4. April 2003, die unter dem Motto "Jugend macht Schule" junge Menschen auffordern, selbst kreativ und aktiv ihren Schulalltag mit zu gestalten.

Dies begann schon bei einem "Photo-Shooting" möglichst vieler Schüler - alle im weißen Labormantel - womit wir ein gemeinsames Zeichen setzen wollten und gleichzeitig Geld sammeln konnten für die "Eine-Welt-Schule" der Schulaktionstage. Gestärkt durch in internationales Buffet - von unseren SchülerInnen gekocht! - ging es in den Nachmittag. Insgesamt 11 verschiedene Workshops boten die Gelegenheit, sich aktiv für mehr Toleranz und gegen Rassismus einzusetzen; hier nur einige Beispiele:

Es gab einen Chor unter der Leitung von Frau Spiekermann, die man bei den Proben durchs ganze Haus hörte. Ein Lob gebührt sicherlich den Sängerinnen und Sängern, die die Lieder wie "We are the World" passend zum Thema voll zur Geltung brachten.

In der Bauchtanz AG unter der Leitung von Berna Canitez, bei den Proben für den kommenden heißen Auftritt, sah das Üben mit den Jungs noch sehr chaotisch aus, doch bei ihrem Auftritt im Hörsaal brachten die vier Schülerinnen und Schüler mit rhythmischen Bewegungen sogar unseren Rektor Herr Flad in Stimmung, indem sie schon fast professionell um ihn herumtanzten.

Die Theater AG mit Marina Behrens hat mit einem kurzen, aber doch sehr interessanten Stück zum Tag beigetragen. Aus aktuellem Anlass wurde das Thema Krieg szenisch diskutiert.

Im Workshop "Kaffee - von Marco Polo zum In-Getränk" zeigte Frau Iacobucci mit ihrem Team den langen Weg durch viele verschiedenen Kulturen und Länder, die unseren heutigen Kaffee maßgeblich geprägt haben.

Eine weitere Gruppe erarbeitete mit Katharina Graf anhand eines Dokumentarfilmes über Josef Stalin die möglichen Parallelen zur heutigen Situation im Irak und präsentierte die Ergebnisse den aufmerksamen Zuhörern eine ganz neue Sicht auf dieses aktuelle Thema. Mit ihrem Workshop "Ukraine und Kasachstan sind nicht Russland" zeigten uns Marya Zaychenko und Anna Heck kulturelle und kulinarische Besonderheiten ihrer Heimat; russische Gedichte und ukrainische Hochzeitstrachten rundeten das Bild eindrücklich ab.

Martin Trautner präsentierte anschließend einige neue Entwürfe für das Kunstwerk gegen Rassismus, welches in der Stuttgarter Innenstadt schon bald einen festen Platz bekommen soll. Dieses schon länger laufende Projekt bekam durch die Fantasie der Gruppe noch ein paar zusätzliche Anregungen, "denn manchmal sagen Symbole mehr als Worte." Diese Projekt versucht, Zeichen zu setzten, was ich persönlich für sehr wichtig halte.

In der AG "Chinesische Schriftzeichen" hat Jinzhong Zhou versucht, seinen deutschen Mitschülern die Kunst der chinesischen Schriftzeichen beizubringen. Mit großer Mühe aber ebensolcher Begeisterung waren die Teilnehmer anschließend fähig, ein paar besonders wichtige Worte und kurze Sätze auf chinesisch zu schreiben (Flad, Chemie, Ich liebe Dich!).

Last but not least präsentierte Simon Rilling den Workshop Amnesty International, einer Aktion, die sich mit Briefen gegen die Unterdrückung wehren. Es wurden einige bedrückende Beispiele angesprochen, die jeden von uns berührten. Wenn wir ihnen nicht helfen - wer dann? Für uns ist es nur eine Unterschrift, für die Verfolgten könnte es die Freiheit bedeuten!

Zum großen Finale beigetragen haben außerdem die Helferinnen und Helfer des Projekttages - während sich die anderen in ihren Workshops engagierten, sorgten sie dafür, dass alles "rund lief", versorgten die Teilnehmer mit allen möglichen Hilfsmaterialien und verwirklichten die Postkartenaktion: Jeder Schüler hatte zu Beginn eine Postkarte mit dem Satz "Um mehr Menschlichkeit in meiner Umwelt zu realisieren, könnte ich..." bekommen mit der Aufforderung, den Satz nach eigenem Empfinden fort zu führen. Das Helfer-Team sammelte dann die Karten ein und arrangierte sie an einem Seil, welches nun unser gesamtes Treppenhaus, vom Dach bis in den Keller, ziert und uns so täglich an den Projekttag erinnert.

Fazit
An diesem Tag haben wir uns für eine große Sache - mehr Toleranz, weniger Rassismus durch gegenseitiges Verständnis - eingesetzt, und so war es ein großartiger Erfolg. Nicht nur die Spaß und die Kreativität, sondern auch die Zusammenarbeit aller Schüler machte diesen Tag zu etwas ganz Besonderem.

Deswegen an dieser Stelle: Dank an alle Beteiligten!
Victor Jarek, Jens Klöpfer, LG 53

 

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