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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.
Stuttgarter in Bremen: Schule ohne Rassismus   (03/2001)
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Der Workshop aller 47 Schulen ohne Rassismus fand in der Bremer Kunsthalle statt.
Der Workshop aller 47 Schulen ohne Rassismus fand in der Bremer Kunsthalle statt.
Rassismus - ein Thema, das uns alle angeht. Ein Seminar zum Projekt "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" fand vom 2. bis 4. März in Bremen statt. Vertreten waren alle 47 Schulen, die in Deutschland an dem Projekt "Schule ohne Rassismus" beteiligt sind. Auch das Institut Dr. Flad, das als einzige Schule in Baden-Württemberg seit 1996 den Titel "Schule ohne Rassismus" trägt, wurde von drei Schülern vertreten, mit dem Ziel, sich mit Schülern anderer Schulen auszutauschen um neue Ideen für zukünftige Projekte zu bekommen und weiterzugeben. Daran teilgenommen haben Schüler/innen, die an ihrer Schule aktiv werden möchten oder bereits aktiv sind, um gegen die Ausgrenzung von Minderheiten vorzugehen.
Auch Lehrer, die sich von diesem Thema angesprochen fühlen, beteiligten sich mit Eifer an dem Programm.

1988 wurde die Idee für ein Projekt "Schule ohne Rassismus" von Schülern und Jugendarbeitern in Belgien entwickelt. Sie wollten praktisch etwas für eine offene Auseinandersetzung mit Diskriminierungen, insbesondere Rassismus tun. In Deutschland gibt es diese Aktion seit 1995.

Die Veranstaltung in Bremen begann am Freitag Nachmittag mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage. Wir machen weiter!" Am Samstag bei der "Open Space" Veranstaltung im Bremischen Landtag wurden Arbeitsgruppen gebildet, in denen die individuellen Probleme diskutiert wurden. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht, was bisher an den Schulen an Projekten stattfand, wie z.B. Radio- und Fernsehsendungen, Projekttage unter dem Motto "Aktiv gegen Rassismus", eine Schülerpolizei wurde ins Leben gerufen, Arbeitsgemeinschaften gebildet etc.

Auch die Vertreter des Instituts Dr. Flad stellten ihre Projekte vor, von Ausstellungen über Begegnungstage bis hin zum Besuch beim damaligen SDR 3-Clubradio.
Dieter Baumann, der seit 1996 Schirmherr des Instituts als "Schule ohne Rassismus" ist, kommt regelmäßig zu Besuch, um die Schüler für neue Aktivitäten zu begeistern und selbst aktiv in die Diskussion einzugreifen.

Auch zukünftige Projekte wurden in Bremen diskutiert. Ausgearbeitet wurden u.a. noch Themen wie: Wo Rassismus / Diskriminierung überhaupt beginnt, Vorgehensweisen gegen Rassismus im Elternhaus, Motivation von Schülern, Lehrern und Schulleitern und wie andere Schulen zur Teilnahme bewegt werden können.

Neue Ideen wurden auch mit nach Stuttgart gebracht: Geplant ist eine Arbeitsgruppe von aktiven Schülern, die Projekte zur Förderung der Toleranz und der Bekämpfung von Rassismus vorbereiten und durchführen und andere Schulen zur Mitarbeit einladen sollen.

Professor Schlaffer überreicht die Verleihungsurkunde
Professor Schlaffer überreicht die Verleihungsurkunde
Abschließend wurde am Sonntag die Buber-Rosenzweig-Medaille vom deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit an die bundesweite Initiative "Schule ohne Rassismus" verliehen. Diese Verleihfeier im Bremer Rathaus war außerordentlich eindrucksvoll, und besonders bemerkenswert war die Laudatio von Campino von den Toten Hosen.

Mit der Buber-Rosenzweig-Medaille werden seit 1968 jährlich Persönlichkeiten, Initiativen und Einrichtungen ausgezeichnet, die sich um die Verständigung zwischen ethnischen und religiösen Gruppen verdient gemacht haben.

Informationen und Aufnahmeanträge als "Schule ohne Rassismus" können unter folgender Anschrift angefordert werden:
Aktion Courage
Bundeskoordination SOR-SMC
Hohenfriedbergstraße 10 A
10829 Berlin

Bericht: Sonja Diezel, Dominique Gallo, Annika Fischer (LG 51)

Campino von den Toten Hosen hielt die Laudatio in Bremen
Campino von den Toten Hosen hielt die Laudatio in Bremen

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