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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.
Ein Nachmittag fernab der Chemie: Rezitator Schauss zu Gast am Institut   (12/1999)

Rezitator Walter Schauss Am 24. November 1999 wurde den sonst vorwiegend naturwissenschaftlich denkenden Köpfen am Institut Dr. Flad etwas Kultur geboten.

Zu Gast war der Rezitator Walter Schauss, der Fabeln und Balladen vor einem überaus begeisterten Publikum präsentierte. Er rezitierte von Aesop aus dem alten Griechenland über Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller und Theodor Fontane bis hin zu Erich Kästner, ein Schriftsteller unseres Jahrhunderts.

Schauss schaffte es, Gedichte, die für manche vielleicht zum verstaubten Kulturgut gehörten, wieder zum Leben zu erwecken. Er rezitierte den Esel in der Löwenhaut, den Zauberlehrling, die Bürgschaft, den Erlkönig, John Maynard und noch vieles mehr. Man konnte die Handlungen direkt in bunten Bildern vor sich sehen. Er war Esel und Fuchs in einem und spielte gleich darauf Erlkönig, Vater und Kind. Im nächsten Moment schlüpfte er schon in die Rolle des Zauberlehrlings und gebot dem Besen wenig später als alter Hexenmeister Einhalt.

Rezitator Walter Schauss Nicht nur die Gabe verschiedene Rollen kurz nacheinander zu spielen faszinierte den Zuhörer, sondern auch die Mengen an auswendig gelernten Stücken. Schauss meinte, er könne ein Publikum für 24 Stunden unterhalten. Viele fragten sich, wie er denn auswendig lerne, es müsse doch eine gewisse Technik dahinterstecken.

Rezitator Walter Schauss Zuerst liest er einen Text ganz normal von links nach rechts und von oben nach unten durch. Gefällt ihm das Stück und noch viel wichtiger, kann er sich mit dem Stück identifizieren, wird er es in sein aktives Gedächtnis aufnehmen. Schauss meinte, er lerne nie die einzelnen Worte in ihrer Reihenfolge auswendig - er besitzt also kein fotografisches Gedächtnis - er muss sich nur den Ablauf und die Handlungen einprägen. Während seiner Auftritte sieht er dann die Bilder vor sich ablaufen und kann sich so nach und nach an das gesamte Stück erinnern.

Der Vortrag von Walter Schauss war eine gute Abwechslung im chemischen Alltag und man hörte unter den Schülern des Instituts hauptsächlich positive Kommentare.

Christine Welker
Schülerin des LG 49