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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage
Treffen in Weimar vom 11.-13. Juni 2004

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage Als wir uns Freitag morgens um 7 Uhr am Institut Dr. Flad trafen, wussten wir noch nicht, was uns erwarten würde. Die ganze Fahrt über waren wir sehr gespannt darauf, wie es wohl sein wird. Wir trafen dort etwa gegen 13 Uhr ein, dann wurden uns die Zimmer zugeteilt, welche einen sehr hohen Standard hatten und es uns fast wie im Hotel vorkam. Zur Begrüßung und Stärkung bekamen wir Kaffee und Kuchen. Am frühen Abend versammelten sich alle Teilnehmer um von ihren Projekten zum Thema Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage ihrer Schulen zu berichten. Zum Schluss wurden uns die verschiedenen Workshops vorgestellt und was man wann belegen sollte. Nach dem Eintragen in die Workshopliste gab es Abendessen, danach wurde zum Kennenlernen der Teilnehmer, die aus ganz Deutschland kamen, eine Party mit DJ Supah Mario veranstaltet. Nach einem solch ereignisreichen Tag freuten wir uns darauf, in unseren tollen Zimmern zu übernachten. Am nächsten Morgen wurde um 7.30 Uhr gefrühstückt und dann ging es auch schon weiter im Programm. Zuerst wurde der Projektfilm "Jump" einer Schule aus München aufgrund des großen Interesses für alle gezeigt. Danach konnte man zwischen verschiedenen Workshops wählen.

Angeboten wurde Punk/Gothic, Hip Hop, Skaten, Techno, Slam Poetry und eine Doku-Gruppe. Die Workshops waren so eingeteilt, dass vormittags das Thema theoretisch vorgestellt und behandelt wurde, nachmittags wurde dieses dann praktisch umgesetzt, wobei man nicht in Theorie und Praxis den gleichen Workshop wählen musste. Es konnte aber nicht jedes Thema praktisch umgesetzt werden, wie zum Beispiel der Punk/Gothic Workshop, den wir gewählt haben. Vormittags wurde in unserm Workshop erst die Rechte Szene und die Geschichte behandelt, danach erfuhren wir anhand verschiedener Hör- und Filmbeispiele alles über die Entstehung, Verbreitung und Philosophie dieser Musikrichtungen. Nebenbei flossen immer wieder Informationen über Gothic ein, das aus dem Punk entstanden ist. Nachmittags wurde nun über diese Themen in der Gruppe diskutiert und der Workshop mit vielen Musikbeispielen abgeschlossen. Teamleiter Torsten bot Interessierten an, sie mit in das KZ-Buchenwald zu nehmen.

Einziger Wermutstropfen war, dass diese Einladung spontan und kein eigener Workshop war, was wir sehr schade fanden, da dies mit Sicherheit am besten zum Thema Rassismus gepasst hätte. Um so schöner war es, dass unser Teamleiter es uns anbot und wir von ihm viele interessante wie auch schockierende Berichte hörten. Das grausame an dem Lager ist die Planung der Nazis. Der Standort ist ein kleiner Berg welcher vor der Lagererrichtung als Erholungsgebiet der Weimarer Bevölkerung diente. Wenn man dort auf dem Parkplatz ankommt, der auch der Standort der Kaserne war, ankommt ist das Klima immer angenehm. Das Gefangenenlager war am Nordhang gebaut worden, wo oft ein eisiger Wind wehte. Das Wetter ist dort immer extremer und unangenehmer, wie auch bei unserer Ankunft. Es goss wie aus Kübeln als wir durch das Tor mit der Aufschrift "Jedem das Seine" gingen. Als wir dann den großen Appellplatz erreichten, lief uns ein kalter Schauer über den Rücken. Wir konnten uns die vielen armen Menschen vorstellen, die dort 20 Stunden oder mehr bei einem solchen Wetter und in Lumpen stehen mussten.

Leider gab es keine Führung durch Weimar, was wir als wichtig empfunden hätten, da es eine Weltkulturstadt ist. Wir hatten das Glück mit einem Lehrer von einer teilnehmenden Schule kurz vor dem Ende der Veranstaltung zum ca. 5 Minuten zu Fuß entfernten Gartenhaus von Goethe zu laufen. Abends fand zum Abschluss des Tages (als Belohnung sozusagen) wieder eine Party statt, bei der auch Ergebnisse der Workshops präsentiert und auch vorgeführt wurden. Dann freuten wir uns auf unsere letzte Nacht in dieser tollen Jugendherberge und empfanden es als schade, dass es schon wieder vorbei war. Am Sonntag morgen musste das Zimmer nach dem Frühstück geräumt werden, danach gab es dann eine Abschlusssitzung in der jeder noch einmal seine Eindrücke und Erlebnisse schildern konnte. Es gab auch Kritik und Verbesserungsvorschläge für das nächste Bundesschülertreffen.

Als Höhepunkt gab es noch eine Verlosung von verschiedenen Fanartikeln von Herta BSC. Nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen war es an der Zeit ade zu sagen. Obwohl wir uns nur kurz kannten, waren wir doch traurig, auseinander gehen zu müssen. Für alle war es ein tolles und erfahrungsreiches Wochenende, welches man gerne wiederholen würde.

Wir fanden es toll und wichtig, dabei gewesen zu sein.

Eva-Maria Vogel, Mario Metzger, Holger Ochs und Christian Späth, LG 54