Institut Dr. Flad - Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt - CTA, UTA, PTA

 
 
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Szenen aus der Geschichte des Zündholzes   (05/2001)

Abendvorlesung im Institut Dr. Flad

Prof. Dr. Georg Schwedt In der Tradition des Justus von Liebig wenden sich Abendvorlesungen allgemeinverständlich und mit "zündenden" Experimenten an ein breitgefächertes Publikum. Um die Faszination der Chemie und die Chemie im Alltag einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, lädt das Institut Dr. Flad, ein Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt, zukünftig zu solchen Abendvorlesungen ein. Zum Auftakt am 14. Mai 2001 präsentierte Prof. Dr. Georg Schwedt von der Technischen Universität Clausthal in einem Experimentalvortrag "Szenen aus der Geschichte des Zündholzes".

Schwefelhölzer als chemische Feuerzeuge kamen um 1800 in Gebrauch. Phosphor-Reibehölzer wurden um die Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt. 1868 hieß es aber im "Brockhaus", dass sie noch nicht hinreichend einfach, transportabel und sicher seien. Auch in der Literatur - Paulinchen im Struwelpeter von Heinrich Hoffmann und in einem Märchen von Hans Christian Andersen - spielen Schwefelhölzer um diese Zeit eine "zündende" Rolle. Anhand von Experimenten werden Szenen aus der Entwicklung des Streich- und Zündholzes bis zum "Überallzünder" aus den USA chemisch, kultur-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlich vorgestellt.

 

Eine zündende Idee:
1. Abendvorlesung
"Szenen aus der Geschichte des Zündholzes"

Die Abendvorlesung zur Geschichte des Zündholzes war eine Premiere im Hause Flad und eine sehr gelungene noch dazu. Professor Dr. Georg Schwedt von der Technischen Universität Clausthal, schon seit langer Zeit mit dem Institut fachlich wie freundschaftlich verbunden, ließ in einer einstündigen Experimentalvorlesung ein Stück Chemiegeschichte Revue passieren, denn dem Vorbild Justus von Liebigs folgend hat eine Abendvorlesung zum Ziel, Naturwissenschaft zum Anfassen zu vermitteln, aufschlussreich und aus neuer Sicht, für den Fachmann ebenso wie für den interessierten Laien.

Das Streichholz - früher Schwäbelhölzle genannt - als Alltagsgegenstand, in dem eine Menge Chemie steckt und welches soviel an Geschichte und Geschichten beinhaltet, wurde von Prof. Schwedt auf eindrückliche Weise experimentell anschaulich belegt.

Und nicht nur das Sicherheitszündholz von heute wurde unter die Lupe genommen, sondern auch seine Vorläufer, die ein wichtiges Stück chemische Forschung wiederspiegeln. So war man früher darauf angewiesen, zum Beispiel eine Flasche konzentrierter Schwefelsäure zur Entzündung der Schwefeltunkhölzer mitzuführen; andere Streichhölzer enthielten sämtliche Zündstoffe im Zündholzkopf vereint - und bargen so die Gefahr der Selbstentzündung.

Auch die heutige Chemie im Streichholz ist nicht ohne: nur ein Paar Körnchen Chlorat explodierten unter Prof. Schwedts Hammer mit lauten Knall - aber, wie immer in der Chemie: die Mischung macht's, dass eine Kombination von rotem Phosphor und Chlorat trotzdem den Namen Sicherheitszündholz verdient!
Zum Schluss hin, war das Publikum im wahrsten Sinne "Feuer und Flamme" für die alten und neuen Streichhölzer. Bleibt zu wünschen, dass dank dieser gelungenen Premiere die Abendvorlesungen im Institut bald zur guten Tradition werden.

Anja Meister, LG 51

 
Schülerstimmen zur Abendvorlesung:

Wir fanden die 1. Abendvorlesung sehr gelungen. Es war interessant und spannend. Wir würden uns freuen, wenn solche Abendvorlesungen öfters stattfinden würden.
Juliane Seffner, Regina Bayer, LG 51

Die Abendvorlesung hat uns sehr gut gefallen!!! Vor allem die Experimente. Es war sehr aufschlussreich und interessant. Wir hoffen auf weitere Abendvorlesungen. Das einzige was wir daran schade fanden war, dass sie so kurz war.
Annette Bartl, Anika Lyhs, LG 51