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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

Umweltbildung Erneuerbare Energien für Kinder und Jugendliche
Forschungsvorhaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Gastvortrag am 17. März 2004 im Institut Dr. Flad:
Manfred Schmidt, iserundschmidt Kreativagentur für PublicRelations

Schülerberichte zum Vortrag

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Manfred Schmidt

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Primärenergieverbrauch in Deutschland 2003

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Klimaschutz ist in aller Munde. Zumindest in den Fachkreisen und in den Medien. Aber: Sind die politischen Prozesse und wissenschaftlichen Kernbegriffe überhaupt bei Kindern und Jugendlichen bekannt? Liegen in Schulen und Bildungseinrichtungen aktuellen Bildungsstandards entsprechende, transferfähige Unterrichtsmaterialien zu erneuerbaren Energien vor? Wie kann man für Kinder und Jugendliche für diese Themen interessieren?

Akzeptanz für Erneuerbare Energien steigern

Um die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien in der Öffentlichkeit und besonders bei Kindern und Jugendlichen zu erhöhen, hat das Bundesumweltministerium im Rahmen des Umweltforschungsplans das Forschungsvorhaben "Umweltbildung Erneuerbare Energien für Kinder und Jugendliche" an eine Arbeitsgemeinschaft unter Federführung der Kreativagentur iserundschmidt in Zusammenarbeit mit den Forschungsinstituten UfU (Unabhängiges Institut für Umweltfragen) und IZT (Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung) in Auftrag gegeben.

Das Forschungsvorhaben führt unter anderem im März und April 2004 Besuche in weiterführenden und berufsbildenden Schulen aller 16 Bundesländer durch. Bis Ende 2004 werden intensive Recherchen und Interviews über Erfahrungen mit bestehenden Konzepten im Bereich Umweltbildung betrieben. Bis Februar 2005 soll das Vorhaben dann Wege aufzeigen, wie die Umweltbildung für Kinder und Jugendliche zum Themenbereich Erneuerbare Energien verbessert werden kann. Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung eines Katalogs von konkreten und praktisch umsetzbaren Maßnahmen. Dabei geht es um pädagogische und didaktische Konzepte sowie um Aspekte der medialen Präsenz und der öffentlichen Präsentation des Themas "Erneuerbare Energien". Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt:

  1. Wie kann man bei Kindern und Jugendlichen die Aufmerksamkeit für das Thema erneuerbare Energien steigern?
  2. Wie kann man die Umweltbildung zum Thema erneuerbare Energien verbessern?

Umweltbildung verbessern

Bisher sind Themen zu erneuerbaren Energien nur vereinzelt in den Schulbüchern und im Regelunterricht verankert. Dagegen gibt es zu fossilen Energieträgern, konventionellen Verbrennungsmotoren und Kraftwerken sehr umfangreiche Informationen zu Lerninhalten, im Bereich der Energieversorgung (Erdkunde) und der Energiewandlungsprozesse (Physik). Andererseits existiert bereits eine Vielzahl kreativer Ansätze zur Behandlung des Themas Erneuerbare Energien. Für Projekttage und andere Anlässe ist das Angebot inzwischen so groß, dass es für interessierte Lehrerinnen und Lehrer nicht einfach ist, zu entscheiden, mit welcher Thematik und welchem Projekt begonnen werden kann. Die Konzeptstudie soll daher transferfähige Materialien und Projektbeispiele recherchieren und bewerten. Die Ergebnisse der Analyse werden als Downloads auf der Homepage www.die-erneuerbaren.de zur Verfügung gestellt.

Mit Standpunkt-Aktion Aufmerksamkeit schaffen

Ein grundsätzliches Umdenken könnte in Gang gesetzt werden, wenn Jugendliche mit ihren Wünschen, ihren Meinungen und Problemen besser ernst genommen und Wege gesucht werden, um mit ihnen zu bestimmten Themenbereichen ins Gespräch zu kommen. Eine Möglichkeit bietet dazu die im Rahmen des Forschungsvorhabens geplante Kollektion von "Standpunkt-T-Shirts". Mit Energiesprüchen wie "Geh' mir aus der Sonne", "Sunnygirl" oder auch "Öl macht süchtig" soll Kindern und Jugendlichen ein Aktivierungsfeld geboten werden, auf dem sie sich eigenständig äußern können. Bundesweit werden daher im März und April 2004 insgesamt 32 Klassen aus weiterführenden und berufsbildenden Schulen mit Experten über erneuerbare Energien diskutieren und gleichzeitig mit den "Standpunkt-T-Shirts" Stellung nehmen. An der Aktion können sich die Klassen 8 - 11 beteiligen.

Katalog von Maßnahmen

Ziel ist ein umfassender Katalog von Maßnahmen, die zur Steigerung des Bewusstseins und der Kenntnisse von Kindern und Jugendlichen über Erneuerbare Energien führen können. Der Katalog wird Ende 2004 der Fachöffentlichkeit präsentiert und enthält folgende Elemente:

  • Recherche, Zusammenfassung und Darstellung existierender Unterrichtskonzepte sowie Vorschläge für transferfähige Unterrichtskonzepte und Projektanleitungen

  • Darstellung der Möglichkeiten von Aktivitäten durch öffentlichkeitswirksame Kampagnen

  • Identifizierung der Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen: Kommunen, Bildungseinrichtungen, Wissenschaft, Wirtschaft, Umweltverbände, Schüler- und Elternvereinigungen;

  • Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Medien sowie der Information von Multiplikatoren wie freien Journalisten und Redakteuren;

  • Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die Aktivitäten im Rahmen der internationalen Regierungskonferenz renewables2004, Juni 2004, in Bonn

Das Forschungsvorhaben wird durch einen Begleitkreis unterstützt, der Experten für Erneuerbare Energien, Umweltpolitik, Umweltbildung, Fachpädagogik und Lehrer umfasst. Das Forschungsvorhaben legt damit eine Basis für künftige kombinierte Maßnahmen im Bereich der Umweltbildung und der Öffentlichkeitsarbeit für Erneuerbare Energien und ist in dieser Kombination ein wegweisendes Beispiel.

 

Ansprechpartner:
Stefan Leonards
iserundschmidt Kreativagentur für PublicRelations GmbH
Reinhardtstraße 15-17
10117 Berlin
Tel. 030 308 78 09 0
Fax: 030 308 78 09 20
s.leonards@iserundschmidt.de
Dr. Harald Kohl
BMU - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Ref Z III 1: Allgemeine und grundsätzliche Angelegenheiten der Erneuerbaren Energien
Alexanderplatz 6
11055 Berlin
Tel. 01888 3053613
Fax: 01888 103053613
Harald.Kohl@bmu.bund.de

 

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