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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

22. März 2004
UNESCO-Tag der Menschenrechte
Internationale Woche gegen Rassismus

Mitarbeiter von amnesty international
und Schüler von LG 54 und PTA 7
Die Würde des Menschen ist unantastbar

Menschenrechte

Am 22. März fand im Institut Dr. Flad ein interessanter Vortrag zum Thema "Schule gegen Rassismus" statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Frau Bauer, einer Mitarbeiterin von amnesty international (a.i.), die über die Geschichte, Struktur, Ziele und Arbeitsweise von a.i. informierte.

Der Aufruf des Anwalts Peter Benenson zur Freilassung gewaltloser politischer Gefangener am 28. Mai 1961 war der Beginn von a.i.; schnell wurden überall auf der Welt neue Gruppen gegründet. Seit August 1961 existiert auch die erste deutsche Gruppe. 1977 erhielt a.i. den Friedensnobelpreis. Heute gibt es allein in Deutschland ca. 750 Gruppen mit über 16.000 Mitarbeitern, die sich der Wahrung der Menschenrechte verschrieben haben. Unter anderem fordern sie die Abschaffung von Todesstrafe und Folter sowie den Schutz Asylsuchender. Sie wenden sich mit ihren Erkenntnissen und Ermittlungsergebnissen vor allem an Regierungen und internationale Organisationen wie die UNO. Außerdem versuchen sie die Öffentlichkeit auf vorhandene Missstände aufmerksam zu machen und zu friedlichen Protesten zu bewegen.

Im Anschluss an diese interessanten Ausführungen demonstrierte die PTA-Klasse 7B an Hand kleiner Sketche die Probleme in Apotheken im Umgang mit Behinderten. Hierfür hatten Sie eine Umfrage in Apotheken durchgeführt und festgestellt, dass kaum eine ausreichend auf die möglichen Verständigungsschwierigkeiten mit Blinden oder Gehörlosen vorbereitet war. Zum Schluss brachten sie noch einige Verbesserungsvorschläge wie die Nutzung von Gebärdentafeln oder Packungsbeilagen in Blindenschrift. Die Schülerinnen wollen an diesem Projekt auch weiter arbeiten und durch Briefe an die Apothekerzeitung und das Gesundheitsministerium auf diese Missstände aufmerksam machen.

Anschließend berichteten einige im Ausland aufgewachsene Mitschüler von ihrer Kindheit und den ersten Erfahrungen in Deutschland. Bei einer Schülerin kam es wegen ihrer dunklen Hautfarbe im Kindergarten zu Problemen, andere Schüler sprachen von Sprachschwierigkeiten und daraus resultierenden Missverständnissen, aber insgesamt haben alle durchaus positive Eindrücke von ihren deutschen Mitbürgern.

Herr Redies von a.i. zeigte dann einen Kurzfilm über Kindersoldaten der Demokratischen Republik Kongo. Die Mädchen und Jungen im Alter von 10 - 15 Jahren werden gegen ihren Willen, oft auf dem Schulweg, verschleppt und mit hartem Drill und Drogen in skrupellose Soldaten verwandelt. Nach ihrer Soldatenzeit sind die meisten wegen der erlebten und begangenen Greueltaten psychisch so gestört, dass sie kaum noch eine Chance auf ein normales Leben haben.

Diese zweieinhalb Stunden waren ein sehr wichtiger Beitrag, um nicht zu vergessen, dass das Leben, wie wir es führen, nicht selbstverständlich ist und man die Augen vor den Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die überall auf der Welt geschehen, nicht verschließen darf.

Dominik Merkert, LG 54

 

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