Institut Dr. Flad - Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt - CTA, UTA, PTA

 
 
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Arzneimittelforschung im Wandel: Neue Techniken in der Chemie   (01/2001)

Dr. Bernd Krist Was hat man sich darunter vorzustellen? Dr. Bernd Krist von der Firma Boehringer Ingelheim Austria, einem führenden Pharmakonzern, brachte Licht in dieses Dunkel. Er war am 26. Januar 2001 zu Gast am Institut Dr. Flad. Hier stellte er nicht nur das Hauptwerk des Konzerns in Biberach an der Riss vor, sondern eröffnete den SchülerInnen auch ein großes Angebot an offenen Stellen im neu erbauten Forschungszentrum der Firma Boehringer Ingelheim in Wien, Österreich. Hierbei handelt es sich speziell um den Bereich Krebsforschung. In diesem Zusammenhang erklärte er auch ausführlich die Aufgaben eines CTAs in diesem Bereich und schilderte den langen Weg von einer Krankheit bis zum wirksamen Medikament.

Auf diesem langen Weg ist es die Arbeit eines CTAs, eine Leitsubstanz zu entdecken und den Wirkstoff zu optimieren. Dies geschieht in langwierigen Forschungsarbeiten, in denen beispielsweise durch Austausch oder Kombination funktioneller Gruppen eine optimale Wirkung erzielt werden muss (kombinatorische Chemie). Leichter gesagt als getan, versicherte Bernd Krist, denn oftmals führen solche Veränderungen zu Kettenreaktionen; ist z.B. eine gute Löslichkeit der Substanz erreicht worden, so ist nun vielleicht die Wirksamkeit verringert oder die Toxizität wurde erhöht. Erst wenn alle Faktoren zueinander passen, kann man von einem erfolgreichen Medikament sprechen. Bis es aber so weit ist, müssen viele tausend Substanzen und Verbindungen getestet und geprüft werden. Selbstverständlich wird hier auf maschinelle Hilfe und Computerunterstützung nicht verzichtet. Zu alledem muss natürlich auch die Konkurrenz mit eingerechnet werden.

Aber gerade das macht diese Arbeit so abwechslungsreich und verantwortungsvoll. Diese verschiedenen Aspekte versuchte Bernd Krist, der selbst Chemiker ist und im neuen Unternehmen in Wien arbeitet, in seinem sehr informativen Vortrag den SchülerInnen nahezubringen und sie für diese interessante und gut bezahlte Arbeit zu begeistern. Wie aus den Reaktionen der SchülerInnen hervorging, ist ihm dies offensichtlich gelungen. Dies zeigte das rege Interesse der SchülerInnen an den angebotenen 60 offenen Stellen in Wien!

Bettina Hafen
LG 50