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Roberta Haley Savage
President of America's Clean Water Foundation (ACWF)
"Water: New Policies and Technologies to Protect and Conserve a Vital Natural Resource. An American and International Perspective."
Gastvortrag am 23. April 2004 im Institut Dr. Flad
in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Amerikanischen Zentrum, James-F.-Byrnes-Institut e.V.

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Zum Earth Day 2004 am 23. April bekam das Institut Dr. Flad Besuch aus Amerika von Miss Roberta Haley Savage. Miss Savage, Präsidentin der von ihr 1989 ins Leben gerufenen " America´s Clean Water Foundation", skizzierte mit großem Engagement ihre Bemühungen um einer Verbesserung der Trinkwasserqualität in den USA. Sie studierte an den Universitäten von Utah, Texas und an der Eliteuniversität Harvard, arbeitete zeitweilig für die Environmental Protection Agency, vergleichbar unserem Umweltministerium, bis sie dann in ihrer eigenen Organisation aktiv wurde. Miss Savage erläuterte die amerikanische Wasserproblematik im Vergleich zu einem gesunden bzw. kranken Menschen: erkrankt ein Mensch, so wird er durch einen Arztbesuch und eine Therapie versuchen, die Krankheitsursache aus der Welt zu schaffen. Andererseits sollte ein gesunder Mensch durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen seine nachhaltige Gesundheit sicher stellen. Bei unseren natürlichen Wasserreservoirs verhält es sich gleich: ist die Qualität einwandfrei, so reicht es, durch regelmäßige Stichproben örtliche Verunreinigungen auszuschließen. Ist die Wasserqualität allerdings schlechter als ein vorgegebener Standard, so muss man aktiv nach einer "Therapie" suchen, damit sich das Problem nicht auswächst und damit immer schwerer in den Griff zu bekommen wäre.

Allerdings gibt der Haushalt der USA nicht die nötigen finanziellen Mittel für solch eine Gewährleistung. Aus diesem Grund entstanden in den USA während der letzten 30 Jahre mehrere staatlich unabhängige Organisationen, die sich des Problems angenommen haben.

So macht sich beispielsweise America`s Clean Water Foundation zum Ziel,

  • dass jeder sauberes Wasser zur Verfügung haben sollte,
  • dass alle mithelfen, Verunreinigung vorzubeugen,
  • dass die Öffentlichkeit über die Problematik informiert wird,
  • dass man aktiv zu einem sensibleren Umgang mit unserer Umwelt erzieht, und
  • dass staatliche und nichtstaatliche Organisationen besser zusammenarbeiten.
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Die mengenmäßig größte Wasserverschmutzung geht von verunreinigten Sedimenten aus, die durch Exkremente von Tieren, wie sie auf großen Farmen vorkommen, und Pestizidverbrauch in der Landwirtschaft hervorgerufen werden. Ein weiteres Problem ist Blei im Trinkwasser, was besonders für Kinder und Schwangere ein Problem darstellt.
In den USA wurde die Öffentlichkeit meist aus den Problemen der Wasserqualität heraus gehalten - es wurde auf politischer Ebene diskutiert, aber wenig gehandelt. Darum müssen nun alle Bürger auf die Wasserproblematik aufmerksam gemacht werden, sodass sie Gelegenheit bekommen, selbst für ihr Trinkwasser aktiv zu werden.

Miss Savages Beweggründe für ihren aktiven Einsatz für besseres Wasser waren und sind hauptsächlich unmittelbare persönliche Erfahrungen. Sie wuchs im Süden von Kalifornien auf, wo man nicht nur sehr viele Wassersportarten treibt, sondern wo auch die Umgebung von Gewässern geprägt ist. Die Erhaltung der Wasserreinheit ist ihr also auch persönlich sehr wichtig. Ihre Ziel ist es, mit politisch wichtigen Personen wie zum Beispiel dem Gouverneur eines Staates zu sprechen bzw. ihn auf aktuelle "Verschmutzungsquellen" aufmerksam zu machen. Aber auch jeder einzelne Bürger soll in die Aktivitäten der Clean Water Foundation mit einbezogen werden. Dabei geht es nicht nur um das Verteilen irgendwelcher Handzettel, sondern die Leute werden persönlich - um ihr Verständnis zu steigern - in ihrer Heimatstadt von Helfern aufgeklärt. Für Robbie Savage ist diese Art der Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg. Und so kam es auch, dass der erste World Water Monitoring Day im Oktober 1998, an denen alle 50 Staaten Amerikas teilnahmen, zu einem vollen Erfolg wurde. Dieser Tag dient dazu, so viel Informationen wie möglich über unseren umliegenden Gewässern zu sammeln und sich dabei einmal bewusst mit dem Medium Wasser auseinander zu setzen.

Die Frage bleibt nur: warum führt man dieses Projekt nicht weltweit durch? Wir Fladianer haben gleich unsere Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert, und so werden wir am 18. Oktober 2004 unter der Schirmherrschaft von Earth Day Germany bei unserem ersten World Monitoring Day aktiv werden!

Vanessa Waldon und Claudia Aßmann, LG 54

 

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