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GDCh-Lehrerfortbildung "Chemie fürs Leben" am 28. und 29. März 2003
Chemie und Lebenswelt sind aus fachlicher Sicht zwei untrennbar miteinander verbundene und in ständiger Wechselwirkung stehende Bereiche. Aus Sicht der Schülerinnen und Schüler insbesondere der Sekundarstufe I wir diese Verbindung im derzeitigen Chemieunterricht kaum deutlich. Mit "Chemie" befassen sie sich nicht aus Interesse, sondern nur weil es der Lehrplan so vorsieht. Um die Akzeptanz und damit auch den Erfolg des Chemieunterrichts zu verbessern ist es erforderlich, die Verknüpfung von Chemie und Lebenswelt wesentlich deutlicher als bisher herauszustellen. Bei der Umsetzung dieses Anliegens trifft man aber auf zwei große Probleme:
Diese Probleme lassen sich lösen, wenn man zum einen die bisher "starren" Grenzen zwischen Anorganischer und Organsicher Chemie aufbricht und in der Sekundarstufe I eine "allgemeine" Chemie unterrichtet. Zum anderen muss man bereit sein, Experimente zunächst auf einer eher phänomenologisch orientierten Ebene deuten zu lassen, bevor man dann die gewonnenen Erkenntnisse in die chemische "Zeichensprache" übersetzt. Bei einer solchen Vorgehensweise lassen sich erheblich mehr Experimente mit Stoffen aus dem Alltag durchführen und die gewünschte Verknüpfung zwischen Chemie und Lebenswelt wird an vielen Stellen möglich. Anhand einer Unterrichtseinheit und einer Reihe dazu vorgestellter neuer Experimente zum Thema Säuren, Laugen und Salze wird gezeigt, dass daraus keineswegs ein oberflächlicher Chemieunterricht resultieren muss, sondern dass man sehr wohl problemorientiert vorgehen und grundlegende Prinzipien und Reaktionsweisen der Chemie herausarbeiten kann. |
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