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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.
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Realschüler gehen den Geheimnissen der Lebensmittel auf den Grund Experimentierten nach Lust und Laune
Realschüler gehen den Geheimnissen der Lebensmittel auf den Grund

Rhön und Saale Post vom 25. Mai 2011

BAD NEUSTADT (ger). Im Chemie-Unterricht mal nicht nur stur Formeln pauken, sondern selbst experimentieren und ausprobieren: Das gefiel den Schülern der Werner-von-Siemens-Realschule in Neustadt offenkundig. Annegret Pfeiffer vom Stuttgarter Institut Dr. Flad stellte nebenbei chemische Ausbildungsberufe vor.

Das Institut in Stuttgart bietet jährlich rund 150 jungen Leuten die Möglichkeit zur zweijährigen Ausbildung in den Berufen CTA (Chemisch Technischer Assistent), UTA (Umwelt Technischer Assistent) und PTA (Pharmazeutisch Technischer Assistent), jeweils mit der Option zur Erlangung der Fachhochschulreife.

Während ausgebildete CTAs und UTAs eine Anstellung im Laborbereich finden, arbeiten PTAs vorwiegend in Apotheken. Voraussetzung zur Ausbildung ist ein Realschulabschluss. "Nicht wenige unserer Schüler entscheiden sich noch während der Ausbildung in Stuttgart zu einem späteren Chemie-Studium", so Pfeiffer, auf deren Besuchsliste auch die Realschulen in Mellrichstadt und Bad Königshofen stehen.

Die Lebensmittelchemikerin besucht bereits seit fünf Jahren regelmäßig Realschulen ihres Heimatlandes Baden-Württemberg, ist aber auch regelmäßig in Unterfranken unterwegs. Einen ganzen Schultag lang werkelten 45 Schüler der achten Klassen 4us dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig in drei überschaubaren Gruppen. Studienrat Benedikt Rödel hatte seine helle Freude am Interesse der Schüler.

"SuperLab" nannte sich das Projekt, stellvertretend für den Begriff "Das Labor in der Küche". Durchgeführt wurden einfache chemische Experimente 'mit Lebensmitteln. Supermarktprodukte wurden auf inhaltliche natürliche Stoffe sowie auf künstliche Zusatzstoffe untersucht. Verdünnte Jodlösung beispielsweise kann Antioxidationsmittel entlarven.

Deutlich feststellen konnten die Schüler, dass Reinigungsmittel ohne enthaltenen Wasserenthärter eine wesentlich geringere Schaumbildung aufweisen. Einige Tropfen Jodlösung können aufgrund ihrer Blau-Schwarz-Färbung den Stärkegehalt eines Produktes ermitteln, eine andere Lösung entlarvte Lebensmittel ebenso durch unterschiedliche farbliche Veränderungen als sauer, neutral oder alkalisch.

Weiter untersucht wurde der Wassergehalt in Supermarktprodukten, der sich durch Zugabe von blauem Kupfersulfat aufzeigte, einige in Wasser aufgelöste Körnchen Mangansulfat zeigten durch bräunliche Verfärbungsnuancen den Sauerstoffgehalt an. In weiteren Experimenten wurden weiße nadelförmige Kristalle von reinem Koffein sichtbar gemacht und in Lebensmitteln der Gehalt von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren nachgewiesen.

 

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Chemische Experimente mit Supermarktprodukten: Nicht nur Chemielehrer interessieren sich für das SuperLab als eine neue Form, Chemie zu unterrichten, auch zahlreiche Schüler kommen in ihrer Freizeit, um das SuperLab auszuprobieren und sind begeistert von der Chance, auf eigene Faust zu experimentieren und Alltagsprodukte unter die chemische Lupe zu nehmen.