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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.
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Das Labor verspricht einen sicheren Job
Chemisch-Technische Assistenten gefragt - Expertin informiert in Arbeitsagentur

Ludwigsburger Kreiszeitung vom 19.11.2011

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Ludwigsburg - (fk) Was verbirgt sich eigentlich hinter den Abkürzungen CTA, UTA und PTA? Die Antwort: Alle Abkürzungen stehen für Berufe in den Bereichen Chemie und Technik. Am Donnerstagabend informierte Sigrid Pfiz vom Stuttgarter Institut Dr. Flad über die drei Tätigkeitsbereiche - und stellte, zumindest teilweise, glänzende berufliche Perspektiven in Aussicht.

Gesellschaftliche Entwicklungen äußern sich unter anderem in veränderten Berufsbildern. Das gilt auch für Chemisch-Technische Assistenten (CTAs). "Wir müssen heute viel mehr analysieren als früher", sagte Sigrid Pfiz vom Stuttgarter Institut Dr. Flad, als sie am Donnerstagabend vor nur wenigen Besuchern in der Ludwigsburger Agentur für Arbeit referierte.

Ihr Institut ist ein staatlich anerkanntes Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt, bildet jährlich bis zu 350 Chemisch-Technische Assistenten aus. Die Lehre dauert in der Regel zwei Jahre, setzt sich jeweils zur Hälfte aus theoretischen und praktischen Anteilen zusammen.

"Verbraucher wollen Sicherheit", erläuterte Pfiz. "Lebensmittel, Autos, Möbel und Textilien sollen ungiftig sein und nicht explodieren." Diese Sicherheit könne aber nur über eine gründliche Analyse der Produkte gewährleistet werden.

Gut für die CTAs, denn heutzutage hat praktisch jedes größere Unternehmen ein eigenes Labor. Gerade in einer wirtschaftsstarken Region wie dem Raum Stuttgart gibt es deshalb zahlreiche Arbeitsplätze.

"Vor den ersten BSE-Fällen hat sich kein Mensch für Rinderhirne interessiert", blickte Pfiz zurück. Mit Einsetzen der öffentlichen Debatte habe sich das allerdings schlagartig geändert. "Heute werden viele Rinderhirne analysiert." Dabei handele es sich "sicher nicht um den appetitlichsten Arbeitsplatz, aber es ist einer". Die Berufsaussichten seien gut, betonte Pfiz. Häufig klopften in ihrem Institut Großkonzerne aus der Chemiebranche an die Türe, weil sie CTAs benötigten. "Die Unternehmen bilden zu wenig aus und haben dann kurzfristigen Bedarf."

Jobs in der Industrie seien deutlich besser bezahlt als im öffentlichen Sektor. Das Einstiegsgehalt liege bei 2.300 bis 2.400 Euro. Zudem sei es als CTA durchaus möglich, sich bis zum Laborleiter hochzuarbeiten - bei entsprechend höheren Bezügen.

Nicht so gut sieht die Lage dagegen bei den Umwelttechnischen Assistenten (UTAs) aus. Das Land Baden-Württemberg rief den Ausbildungsberuf zu Beginn der 90er Jahre ins Leben. UTAs sind in der Regel auch bei Kommunen oder dem Land beschäftigt - und zumeist nur befristet angestellt. "Zudem bezahlt der Staat die Berufsanfänger schlechter." Das Einstiegsgehalt betrage lediglich 1.900 bis 2.000 Euro. Gleiches gelte für CTAs im öffentlichen Dienst. "Deshalb gehen viele gute Leute auch in die Industrie."

Die Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTAs), die zu 80 Prozent in Apotheken arbeiten, verdienen zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn noch weniger. Zwar seien sie für viele Apotheker unersetzliche Hilfskräfte, sagte Pfiz. In der Bezahlung schlägt sich das aber nicht nieder. "Das Einstiegsgehalt liegt bei 1.700 bis 1.800 Euro."