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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.
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Pressearchiv

Assistenten mit vielseitigen Jobaussichten
Aussichtsreiche Kürzel: CTA, UTA und PTA

Die Welt vom 07.09.2002

Berlin - Ein Schmunzeln ist die erste Reaktion von Martin Scheufler auf die Frage, was ihn zu seiner Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten (CTA) geführt hätte. "Schwarzpulver" zwinkert er und meint damit seine ausgeprägte Experimentierfreudigkeit während der Schulzeit. Scheufler hat seine Ausbildung zum CTA am Institut Dr. Flad in Stuttgart gemacht. Und später eine bemerkenswerte Karriere hingelegt: zunächst bei BASF, in der Fraunhofer Gesellschaft - und dann vor allem in der Selbstständigkeit. Seine MGS Kunstharzprodukte GmbH entwickelt, produziert und vertreibt weltweit flüssige Kunstharze. Noch heute ist Scheufler davon überzeugt, dass "das Wissen, das ich während der Ausbildung erlangt habe, in meinem Berufsleben immer einen gewissen Vorsprung gegeben hat".
Ähnlich wie damals Scheufler, können die Absolventen des Instituts Flad auch heute getrost in die Zukunft blicken: "Aus Industrie und Forschung kamen bislang immer drei bis vier mal so viele Stellenangebote wie Absolventen vorhanden waren" berichtet Institutsleiter Wolfgang Flad. "Im letzten Jahr kamen auf einen CTA-Absolventen sogar zehn Jobangebote." Aufstiegsmöglichkeiten sieht Flad gerade für CTAs nicht zuletzt deshalb, weil es immer weniger Diplom-Chemiker gibt. "Das Chemie-Studium ist langwierig und schwierig" bestätigt auch Ulrike Pütz. Die 32-Jährige schmiss ihr Studium in Mainz nach nur zwei Jahren. Nach ihrer Ausbildung zur CTA an der Europa Fachhochschule Fresenius hatte sie "keine Probleme", ihren Traumjob zu finden: Heute arbeitet sie im Fresenius Institut und untersucht dort Lebensmittel und Waschpulver auf Qualität und Zusammensetzung.
Stark im Kommen ist auch der Umwelttechnische Assistent (UTA): nicht nur nach den jüngsten Flutkatastrophen werden sich Behörden und moderne Industrien zunehmend mit Fragen des Umweltschutzes auseinandersetzen. Beratungsbedarf besteht unter anderem hinsichtlich der Vermeidung von Schadstoffen, der Reduzierung und Verwertung von Abfallprodukten und Reststoffen. Darüber hinaus untersucht der UTA Umweltproben oder analysiert Stoffwechselprodukte von Umweltchemikalien in Luft, Wasser und Boden.
Ausbilden lassen kann man sich zum Beispiel an der Chemieschule Dr. Erwin Elhardt in Bayern, wo schon Nobelpreisträger Otto Hahn lernte. Angehende UTAS können hier ihre Schwerpunkte in Biochemie, Lebensmittelchemie oder Umweltanalytik wählen. Die Einstiegsgehälter beginnen ähnlich wie beim CTA bei etwa 2000 Euro.
Der Pharmazeutisch Technische Assistent (PTA) wurde kürzlich zum "Beruf des Jahres 2002" gekürt. "Der PTA arbeitet klassischerweise im Apothekendienst und findet zur Zeit mit Leichtigkeit eine feste Anstellung nach der Ausbildung. Denn PTAs sind Mangelware" weiß Flad. Begründet werden könne dies mit dem relativ niedrigen Gehalt und fehlenden Aufstiegschancen. So darf ein PTA nicht allein eine Apotheke führen. Einstiegsgehälter liegen bei etwa 1500 Euro. Aber dennoch: gerade für Frauen mit Familie ist der Apothekendienst ein angenehmer Beruf, dessen Arbeitszeiten sich flexibel gestalten lassen.