Home • Kontakt • FAQ • Anmeldung • Anfahrt • Impressum • 

Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.
Sie sind hier: Home>Aktuelles>Pressearchiv

Pressearchiv

Schlossplatz wird zum Labor: Jahrmarkt der Chemie

Schlossplatz wird zum Labor: Jahrmarkt der Chemie
Stuttgarter Nachrichten vom 22.09.2003

"Chemie ist vor allem schädlich und gefährlich." Mit diesem Vorurteil wollen Universitäten, Unternehmen, Institute und Behörden aufräumen. Beim Jahrmarkt der Chemie auf dem Schlossplatz zeigten die Aussteller am Samstag, welche Bedeutung die Naturwissenschaft im Alltag hat.
An den Ständen in der Fußgängerzone konnten die Besucher selbst mit Reagenzgläsern, Mörsern und Bunsenbrennern hantieren. "Die Chemie hat immer noch ein schlechtes Image", klagt Jens Christoffers von der Uni Stuttgart, die gemeinsam mit der Uni Hohenheim und dem Institut Dr. Flad die örtlichen Veranstaltungen zum bundesweiten Jahr der Chemie organisiert. "Dabei", sagt der Studiendekan der chemischen Fakultät, "ist Chemie einfach überall."
Viele Ängste und Unsicherheiten gründeten einfach auf "Unwissen", betonte OB Wolfgang Schuster bei der Eröffnung des Jahrmarkts.

Wie man beim Nachwuchs Experimentierfreude weckt, zeigen die beiden Stuttgarter Universitäten seit einem Jahr mit dem so genannten Fehling-Lab, einer chemischen Tüftelwerkstatt für Grundschulkinder. Die Kurse "sind auf Jahre ausgebucht", berichtet Organisator Marco Spurk, auch der Mitmach-Stand auf dem Schlossplatz war ständig umlagert. Beliebter Versuch: Zitronenschale abreiben, im Mörser klein stampfen und die Duftstoffe in Alkohol lösen - fertig ist das Citrus-Parfum.
Auch bei Nahrungsmitteln muss die Chemie stimmen: Ist ein Lebensmittel gesundheitsschädlich? Sind alle Farbstoffe auf der Packung angegeben? Erfüllt das Trinkwasser alle Normen? Antworten liefern die Mitarbeiter des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes des Landes in jährlich über 22 000 Untersuchungen. "Etwa zwölf Prozent der Proben werden beanstandet, ein ganz geringer Teil davon ist schädlich", kann Chemikerin Carmen Breitling-Utzmann beruhigen.