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Stuttgart, 6. Dezember 2000: Dr. Helmut Klotz, experimentierfreudiger Diplom-Chemiker und Buchautor von "Der Pfaffe und der Alchimist - Was Chemiker von Theologen wissen sollten und umgekehrt" ist am 6. Dezember im Institut Dr. Flad, Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt, zu Gast. Vor angehenden Chemisch-technischen-, Umwelttechnischen- und Pharmazeutisch-technischen Assistenten räumt er mit alten Vorurteilen auf, knüpft ungewöhnliche, zeitgemäße Verbindungen zwischen Bibel und Bunsenbrenner und vermittelt mit exakt recherchierten Textvergleichen, dass sich die Schöpfungsgeschichte und die Chemie keinesfalls ausschließen. Dr. Helmut Klotz, jahrelang in der Forschung tätig, ist willkommene Abwechslung und gleichzeitig Erweiterung einer langen Reihe von Gastdozenten im Institut Dr. Flad. Seit Jahren räumt die Stuttgarter Chemieschule vielen Experten aus Industrie, Forschung und angesehenen Wirtschaftsunternehmen eigenständige Unterrichtsveranstaltungen ein, um mit diesem permanenten "Außenkontakt" eine möglichst aktuelle und praxisnahe Ausbildung zu gewährleisten. Gastdozent Dr. Klotz hat für seine Zuhörer mit veschiedenen Bibelübersetzungen, Auszügen aus dem Talmud und aus dem "Duden für Chemiker" (Römpp) einen interessanten, fächerübergreifenden Ausflug geplant. Unterhaltend locker und textsicher zugleich, macht er mit dem Vorurteil "Chemiker (Alchimisten) verändern eine heile Umwelt " ein für alle Mal Schluss. Schöpfung und Urknall, Seuchen und moderne Sexualaufklärung setzt er dabei ebenso in den direkten Bezug wie Sodom und Gomorrha mit Krieg und Atombomben. Erst vor kurzem hatte Gastdozent Klotz sein Buch " Der Pfaffe und der Alchimist" der Öffentlichkeit vorgestellt. Am Ende seines Gastvortrags steht wie in seinem gründlich recherchierten Buch die Forderung: "Die Geistlichen und die Geistigen dieser Welt müssen mehr denn je zusammenarbeiten und sich ihrer Verantwortung bewusst sein".
Stuttgart, im September 2000: Tausende Kilometer zwischen Hauptwohnsitz und Ausbildungsplatz sind für deutsche Verhältnisse fast undenkbar. Für vier Studenten aus Hangzhou/China spielte das keine Rolle; sie nutzten eine im Rahmen eines chinesischen Kulturabkommens mit den westlichen Ländern geschlossene Kooperationsvereinbarung zwischen dem Bildungszentrum Weilian in Hangzhou und dem Stuttgarter Institut Dr. Flad und begannen im September 2000 mit ihrer Berufsvorbereitung im Stuttgarter Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt. Ihr Ziel ist eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Staatsexamen zum Chemisch-technischen Assistenten. Der erste Impuls für diese deutsch-chinesische Ausbildungskooperation kam bereits im Frühjahr 1999 per Internet. Professor Dr. Jianzhong Lin, der Leiter des Bildungszentrums Weilian in Hangzhou, entdeckte die Webseiten des Stuttgarter Berufskollegs und forderte neben einigen anderen Chemieschulen auch vom Institut Dr. Flad umfassendes Informationsmaterial an. Im Mai kam es dann zum persönlichen Gespräch im Stuttgarter Institut. Nach eingehender Prüfung der Ausbildungsmöglichkeiten im Institut wurde wenige Wochen später eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die jetzt mit den vier chinesischen Neuankömmlingen in die Tat umgesetzt wurde. Bis zu 20 chinesische Abiturienten will das Institut Dr. Flad in Zukunft jedes Jahr aufnehmen, allerdings müssen die "Reisenden in Sachen Ausbildung" wie ihre deutschen Mitschüler die einheitlichen gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulassung zur Ausbildung im Berufskolleg erfüllen. Die nächsten sechs Monate werden für die vier von intensiver Berufsvorbereitung geprägt sein, neben der deutschen Sprache werden die Studenten aus Hangzhou auch im anschließenden Praktikum die Maßstäbe an der Stuttgarter Privatschule kennenlernen. Damit der deutsch-chinesische Bildungsaustausch auch ohne äußere Belastungen ablaufen kann, wurden die chinesischen "Gastschüler" beispielsweise in das lnstitutswohnheim aufgenommen. Um auch für die nachfolgenden Studenten aus China ein Optimum an Ausbildungsqualität zu erreichen, ist am Ende jedes Semesters der deutsch-chinesische Informationsaustausch über aufgetretene Sprach- und Ausbildungsprobleme vorgesehen. In enger Absprache mit dem deutschen Ausbildungspartner, dem Institut Dr. Flad, wird das Bildungszentrum Weilian in Hangzhou in den nächsten Jahren als Anlaufstelle für alle Bildungswilligen in dieser Region Chinas für die Vermittlung dieser begrenzten Ausbildungsplätze sorgen.
Stuttgart, im September 2000: Sommerferien vorbei - nur graue Theorie und knochentrockener Unterrichtsstoff? Diese Bedenken haben die Schülerinnen und Schüler der Stuttgarter UNESCO-Projektschule zu Beginn des neuen Schuljahres nicht, denn sie beteiligen sich schon seit langem an internationalen Netzwerken von Schulpartnerschaften im fächerübergreifenden Unterricht. Sie praktizieren damit in nahezu jedem Unterrichtsfach, nicht nur per Internet, den internationalen und interkulturellen Ideenaustausch. Damit künftig noch mehr internationale Kontakte, Seminare und Austauschprogramme für Anreiz und Lernspaß sorgen, suchten jetzt die Koordinatoren der zwei großen internationalen Jugendprogramme "UNESCO-Projektschulen in Deutschland" und "International Award for Young People" bei einer Konferenz im Institut Dr. Flad, Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt, den Schulterschluss und stellten neue, mögliche Synergieeffekte dieser beiden weltweiten Schulnetzwerke in Aussicht. Rund um die Welt, quer durch alle Schulen soll nun künftig mit Hilfe der verschiedensten Projekte eine Solidarität für "eine Welt" entwickelt, über den eigenen Lebensbereich hinaus ökologische Verantwortung übernommen und die Öffnung jedes einzelnen Schülers für eine pluralistische Gesellschaft vollzogen werden. Vernetztes Lernen muss vielseitige Möglichkeiten bieten, muss Spaß machen und vor allem in der weltweiten Recherche spannend sein, darin waren sich alle Beteiligten einig.
Handlungsorientiertes Lernen
Vielseitig, international und interkulturell
Stuttgart/Freiburg im Juni 2000: Vom 21. Juni bis 9. Juli 2000 findet das Erste Science Festival Deutschlands in Freiburg statt. Über 500 Einzelveranstaltungen sollen auf dem Messegelände, im Universitätszentrum, im Uniklinikum, im Botanischen Garten sowie im lnstitutsviertel und an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg die Naturwissenschaften bestaunen, entdecken und begreifen lassen. Neben den Schwerpunkten Astronomie, Weltraumfahrt, Biologie, Mathematik, Chemie und Physik lassen sich lndustriebosse, Feuerwehrleute, Chirurgen und Astronauten "über die Schulter schauen". Internationale Kapazitäten aus Forschung und Wissenschaft wollen in Hunderten von Workshops, Science Shows und außergewöhnlichen Präsentationen Kinder und Jugendliche an die Naturwissenschaften heranführen und parallel dazu in Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte neue Impulse für den naturwissenschaftlichen, mathematischen Unterricht geben. Große Freude bei den Schülern des Stuttgarter Berufskollegs, dem Institut Dr. Flad: Das Kuratorium des Fördervereins Science- und Technologie-Center Freiburg e.V. lud sie ein, vor internationalem Publikum den kürzlich in Stuttgart vorgestellten CO2-Großversuch zum Treibhauseffekt zu demonstrieren. Staunen, Entdecken und Begreifen, unter diesem Motto hat der Förderverein Science- und Technologie-Center Freiburg in zweijähriger Vorbereitungszeit ein wissenschaftliches Mega-Festival organisiert, bei dem sich Weltkonzerne, Universitäten, Institute, Behörden, Schulen und bekannte Wissenschaftler aus allen Bereichen mit faszinierenden Beiträgen beteiligen. Zwei Wochen lang bietet die Region Freiburg ein internationales Forum der Wissenschaft und Forschung, bei dem nahezu jeder Lebensbereich, von Hightech bis zur Umwelt, von der Medizin bis zu hin zu den modernsten Medien vertreten ist. Beispielsweise berichtet Astronaut Dr. Ulrich Walter unter dem Titel "In 90 Minuten um die Erde" von seinem Flug durch das Weltall, nur wenige Schritte weiter werden in der Chirurgischen Universitätsklinik Freiburg eine Herztransplantation und viele andere Operationsverfahren vorgestellt. Wissenschaftliche Highlights, außergewöhnliche Vorführungen, neue Technologien und Berufsinformationen aus direkter Quelle - zwei Wochen Non-Stop-Science-Programm erster Güte. Die 35 Schülerinnen und Schüler des Stuttgarter Berufskollegs für Chemie, Pharmazie und Umwelt, die am Aufbau des CO2-Großversuchs zum Treibhauseffekt beteiligt waren, wären wohl alle gerne in Freiburg dabei. Über vier Monate hatten sie außerhalb des regulären Schulunterrichts ein überdimensionales Demonstrationsobjekt zum Treibhauseffekt geschaffen, an dem jeder Zuschauer innerhalb wenigen Minuten nachvollziehen kann, welche Auswirkung Kraftfahrzeugabgase und Emissionen von technischen Einrichtungen und Industrieanlagen bei massiver Sonneneinstrahlung haben. Die Projektarbeit der Schülergruppe begann mit einer gründlichen Literaturrecherche, umfasste die Planung und Organisation und letztendlich auch den Aufbau eines geteilten Kunststoffkubus mit einem Kubikmeter Volumen. In den zwei getrennten Räumen des Schauobjektes simulieren eigens angebrachte Leuchten die Sonneneinstrahlung, eine jeweils getrennte Befüllung der Räume mit Umgebungsluft und Kohlendioxid (Abgase) lässt den Treibhauseffekt in direktem Vergleich darstellen. Parallel dazu entwarfen die jungen Projektmitarbeiter einige Plakatsäulen und Exponate, die jedem umweltbewussten Mitbürger die Ursachen und Auswirkungen auf verständliche Weise näher bringen. "Staunen, Entdecken und Begreifen" - es lohnt sich, für das Erste Science Festival Deutschlands zwischen 21. Juni und 9. Juli einige Tage Bildungsurlaub zu nehmen, darüber hinaus sind mehrere Livesendungen des Südwestrundfunks und des Westdeutschen Rundfunks geplant. Weitere Informationen über das Science Festival in Freiburg finden sich unter www.science-festival.de.
Stuttgart, Mai 2000: Aus allen Himmelsrichtungen werden am 5. Juni 2000 die Staffelhölzer der UNESCO-Projektschulen in Leipzig zum "Dritten weltweiten Projekttag der Solidarität" eintreffen und symbolisch an die nachhaltige Entwicklung gleicher Lebenschancen und -qualitäten für alle Völker der Welt erinnern. Die Schülerinnen und Schüler der Stuttgarter UNESCO-Projektschule, Institut Dr. Flad, übernahmen dieser Tage in der fünften Etappe das Staffelholz von einer Ludwigsburger Schule und transportierten ihre Botschaft zu Fuß, auf dem Fahrrad, per Inline Skater und schließlich zehn Kilometer stromaufwärts im Paddelboot auf dem Neckar bis Esslingen. Dort übernahmen Schüler der Esslinger Rohräckerschule das Staffelholz, die nächste Übergabe erfolgte in Tübingen. UNESCO-Projektschulen verstehen sich als Mittler und Multiplikatoren in der Begegnung mit anderen Völkern, für deren Kultur, für ihre Werte und Lebensweisen. Durch öffentlich wirksame Aktionen, wie dieser sternförmige Staffellauf aller deutschen UNESCO-Projektschulen nach Leipzig, soll die Bereitschaft jedes Einzelnen geweckt werden, zur Lösung der gesellschaftlichen Probleme seines Landes und der Welt beizutragen. Zentrales Anliegen aller Mitwirkenden ist es, auf soziale Ungleichheiten hinzuweisen, jedem Menschen gleiche Lebenschancen und -qualitäten durch gleichberechtigte, zukunftsbewusste Nutzung aller Ressourcen zu ermöglichen und nicht zuletzt aktiv für den Schutz der Ökosysteme einzutreten. Michael Henke und Stefan Pfeil, beide angehende Chemisch-technische Assistenten im Lehrgang 49 am Stuttgarter Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt, wählten beispielsweise den Wasserweg, sie beförderten das Staffelholz als Zeichen ihrer Solidarität im Boot auf dem Neckar von Stuttgart nach Esslingen. 25 Schülerinnen und Schüler der Stuttgarter UNESCO-Projektschule im Alter von 16 - 25 Jahren waren mit den unterschiedlichsten Fortbewegungsarten begeistert dabei, 25 Kilometer wurden aus eigener Kraft zurückgelegt. Vom täglichen Stau, von Abgasen und Verkehrslärm umgeben, demonstrierten die "Sternläufer" damit auch einen kleinen Teil ihres Umweltbewusstseins. Bilder zum "Dritten weltweiten Projekttag der Solidarität" finden Sie hier im Benzolring.
Stuttgart, 12. Mai 2000: Große Freude im Stuttgarter Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt, Institut Dr. Flad. Professor Dr. Hansjörg Seybold von der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd überbrachte dieser Tage im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Glückwünsche und die Auszeichnung zur GLOBE-Schule des Jahres. Damit wurden nicht nur fünf Jahre naturwissenschaftliches Engagement belohnt, sondern auch die nachhaltige Entwicklung und Durchführung vieler Umweltprojekte gewürdigt. Glückwünsche gab es dazu auch direkt aus der GLOBE - Zentrale in Washington, sowie von der Hamburger Koordinierungsstelle für Deutschland. 1994 gab Al Gore, der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, den ersten Impuls für dieses internationale Umweltprogramm, mittlerweile sind in Deutschland über 180 Schulen dabei, weltweit haben sich über 8000 Schulen im GLOBE-Netzwerk zusammengeschlossen. In 85 Ländern verbindet GLOBE (Global Learning and Observations to Benefit the Environment) Schüler, Lehrer und Wissenschaftler in der langfristigen Beobachtung und Erhebung umweltbezogener Messgrößen. Regelmäßig werden gemeinsam spezielle Messdaten zu Wetter, Klima, Luft, Wasser, Boden und in der Biometrie erhoben, analysiert und per Internet der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln weitergemeldet. Die weltweit nach exakt einheitlichen Vorgaben erhobenen Messdaten werden anschließend im Forecast Systems Laboratory in Boulder (USA) zentral archiviert und von dort aus für die verschiedensten Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt. Bis Ende 1999 wurden innerhalb des GLOBE-Netzwerkes mehr als vier Millionen Messdaten zentral erfasst und abgeglichen. Die Auszeichnung "GLOBE-Schule des Jahres" erfordert jedoch weit mehr, als nur die Erhebung von Messdaten und deren Verarbeitung. Viele Qualitätskriterien müssen erfüllt werden. Beispielsweise sollten sich mindestens zwei Lehrkräfte einer GLOBE-Schule durch verschiedene Seminare qualifizieren, technische und organisatorische Voraussetzungen müssen bis hin zu den modernsten Kommunikationsmöglichkeiten dem GLOBE-Standard entsprechen, und letztendlich legt die GLOBE-Organisation sehr viel Wert auf eine ständige und aktuelle Umweltbildung aller Schülerinnen und Schüler. Zusätzlich wird eine GLOBE-Schule an ihrem Engagement, der Präsentation und der Öffentlichkeitsarbeit nach innen und außen gemessen. Offensichtlich hat das Stuttgarter Berufskolleg alle Qualitätskriterien mit Bravour erfüllt, Schulleiter Wolfgang Flad konnte die Urkunde, die Flagge und das Signet für die GLOBE-Schule des Jahres stellvertretend für alle Mitarbeiter der ehemaligen Geschäftsstelle GLOBE Germany (Projektbereich Pädagogik) entgegennehmen. Für alle, die sich für das GLOBE-Programm interessieren oder daran als Schulgemeinschaft teilnehmen wollen, sind die umfassenden Aktivitäten und Projekte im Internet unter www.globe.gov abrufbereit.
Stuttgart im April 2000: Seit 30 Jahren gibt es den Earth Day, die größte globale Bewegung, die mit öffentlichen Aktionen für eine gesunde Erde eintritt und zum Schutz der Umwelt aufruft. Mittlerweile auch in Stuttgart zur Earth Week erweitert, beteiligen sich im April 2000 in mehr als einhundert Ländern weit über 200 Millionen Menschen mit den unterschiedlichsten Aktionen. Für Stuttgart hat die Koordinierungsstelle Earth Day - Deutsches Komitee e.V. im Institut Dr. Flad einen CO2-Großversuch initiiert, an dem 35 Schüler und Schülerinnen des Stuttgarter Berufskollegs bereits seit vier Monaten arbeiten. Die Premiere einer Demonstration des Treibhauseffektes im Großversuch soll am 19. April, von 13 bis 18 Uhr, auf dem Stuttgarter Schlossplatz stattfinden. Das ständig ablaufende CO2-Experiment soll deutlich machen, welche katastrophalen Folgen das Zusammenwirken von Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid, Methan und Sonnenenergie für die Erde bringt. Die Schüler wollen damit den Zuschauern die Ursachen verständlich und die Folgen deutlich machen, aber auch mögliche Wege aus dem "Treibhaus Erde" aufzeigen. Was führte zu der ungewöhnlich langen Warmphase des "EL NINIO" - Effektes (1990-1995)? Woher kommt der Anstieg des Meeresspiegels um 10 bis 25 Zentimeter in den letzten hundert Jahren? Wie erklärt sich der Anstieg der Oberflächentemperatur in Alaska um 2 -4 Grad Celsius? Mit diesen und vielen anderen Fragen zum Treibhauseffekt beschäftigten sich 35 Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs für Chemie, Pharmazie und Umwelt in Stuttgart seit rund vier Monaten, die wissenschaftliche Betreuung des Projektes übernahm Professor Dr. Peter Menzel von der Universität Hohenheim. Das Ziel des freiwilligen Großprojektes war es, außerhalb des regulären Schulunterrichts ein überdimensionales Demonstrationsobjekt als Beitrag zum Lokalen Earth Day Stuttgart zu schaffen, an dem jeder Passant und Zuschauer innerhalb wenigen Minuten nachvollziehen kann, welche Auswirkung Kraftfahrzeugabgase und Emissionen von technischen Einrichtungen und Industrieanlagen bei massiver Sonneneinstrahlung haben.
Projektschüler recherchieren, planen und organisieren
Viele Stuttgarter machen mit
Stuttgart, 22. März 2000: Dringlicher denn je erscheint dieser Tage der weltweite Aufruf der UNESCO-Projektschulen, sich mit Umweltaktionen am Welttag für das Wasser am 22. März 2000 zu beteiligen. Die jüngsten Meldungen über zyanidverseuchte Flüsse in Rumänien, Ungarn, Jugoslawien und Bulgarien verschaffen dem Beschluss der Vollversammlung der Vereinten Nationen von 1993, alljährlich einen Tag des Wassers zu begehen, für unabsehbare Zeit eine traurige Aktualität. Weltweit beteiligen sich die verschiedensten Institutionen und Schulen mit den unterschiedlichsten Aktionen. Aus Baden-Württemberg nimmt die Stuttgarter Projektschule, Institut Dr. Flad, teil und will im März mit eigenen Projekttagen vor allem die Jugend sensibilisieren und dazu ermuntern, den eigenen Wasserverbrauch zu drosseln und sich aktiv für den Schutz der Wasservorräte einzusetzen. "Wasser für das 21. Jahrhundert" - unter diesem Motto starten die Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen des Berufskollegs für Chemie, Pharmazie und Umwelt interessante Projekttage rund um den 22. März. Sowohl in der Anorganischen als auch in der Analytischen Chemie wird das Wasser, als eines der wichtigsten Güter der Erdbevölkerung, das Thema sein. Zudem wird fächerübergreifend auch in Deutsch, Englisch und in Wirtschafts- und Sozialkunde jeder wichtige Aspekt zur Weltwasserwirtschaft kritisch beleuchtet. "Wir wollen mit unserer UNESCO-Projektschule als Multiplikator die Öffentlichkeit für die Umwelt sensibilisieren und mit solchen Projekttagen für den Umweltschutz gewinnen", so Institutsleiter Wolfgang Flad. Weit über die Unterrichtsstunden hinaus recherchieren die Schüler des Berufskollegs im Internet, wichtige Daten und Fakten werden zusammengeführt und mit dem Ziel bearbeitet, die Schutzbedürftigkeit dieses primären Lebensmittels jedem Schüler, aber auch jedem Mitbürger deutlich zu machen. Im praktischen Teil der Projekttage ist der Einsatz des Labormobils geplant. Lehrkräfte und Schüler setzen vor Ort verschiedene Mess- und Untersuchungsverfahren ein, prüfen die Wasserqualität, erstellen Gewässerprotokolle und stellen die Ergebnisse der Gewässeranalyse allen Interessenten zu Verfügung. Eine Exkursion aller Projektmitarbeiter in ein Wasserkraftwerk der Region rundet schließlich das Programm zum Welttag für das Wasser ab. Die Schülerinnen und Schüler des Instituts befassen sich aber auch außerhalb dieser Projekttage im Rahmen internationaler Umweltprogramme wie GLOBE (Global Learning and Observations to Benefit the Environment) oder G.R.E.E.N (Global Rivers Environmental Education Network) mit der Überwachung der Fließgewässer und arbeiten an vielen internationalen Umweltprojekten mit, in denen ökologische Brennpunkte erkannt und strategisch angegangen werden. Es gilt Umweltschäden zu recherchieren, Ursachen zu dokumentieren und für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Anlässlich dieser Projekttage hat die Stuttgarter UNESCO-Projektschule eine Publikation von Professor Dr. Leonhard Hütter, Franziskaner-Mönch und kompetenter Wasserexperte, neu aufgelegt. Der Sonderdruck "Unser Wasser" kann kostenlos beim Institut Dr. Flad, Breitscheidstraße 127, 70176 Stuttgart per Post, telefonisch unter 0711/63746-0, per Fax unter 0711/63746-18 und per E-Mail info@chf.de angefordert werden.
Stuttgart im Februar 2000: Häufig wird die Entscheidung für eine Ausbildung von den unterschiedlichsten Bequemlichkeitsfaktoren bestimmt. Bestehende Kontakte, regionale Nähe oder einfach nur die Empfehlung von Freunden oder Bekannten verwässern die zentralen Fragen: Was will ich? Was kann ich? Das Institut Dr. Flad, Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt setzt deshalb auch im Ausbildungsjahr 2000 auf "Berufsinformation total" und bietet neben aussagekräftigen lnformationsbroschüren und dem aktuellen Ausbildungsangebot im Internet vielfältige Transparenz durch eigens eingerichtete Schnupperwochen und Experimentiersamstage. "Wem nützt der vorzeitige Abbruch einer Ausbildung? Weder die Schüler, noch wir als berufsbildende Schule sind glücklich darüber, wenn der erste Schritt in die Berufsausbildung nicht gut genug geplant ist. Im Vorfeld gehört zur Planung sowohl das systematische Hinterfragen der eigenen Begabung, der Neigungen und Ambitionen, als auch eine vielseitige, gründliche Berufsinformation durch Nutzung aller Informationsquellen, bis hin zur angebotenen Einzelberatung", so Institutsleiter Wolfgang Flad.
Transparenter Schulbetrieb auch für die Eltern
Persönliche Eindrücke beim "Lokaltermin" sind wichtig
BORS oder BOGY auf jeden Fall mitmachen Wer sich für eine Schnupperwoche oder für einen Schnuppertag im Institut Dr. Flad anmelden oder die ersten Informationen über seinem künftigen Ausbildungsplatz anfordern will, kann alle Einzelheiten auf unserer Website hier abrufen oder telefonisch unter 0711/637460 anfordern.
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