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Arbeitsmarktchancen im mittleren Chemiebereich: CTA und UTA als vielseitiger Beruf
» Chancen durch Vielseitigkeit
» Altersvorteil
» Doppelter Vorteil
» Erkenntnisse der Berufsforschung
» Von Frauen geschätzt
» Sicherheit durch breiter werdendes Arbeitsgebiet
» Gute Aufstiegschancen
» Geringe Arbeitsmarktrisiken
» Was bringt die Zukunft?

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| Chancen durch Vielseitigkeit |
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Die Chemie, hört und liest man, stecke in der Krise. Die großen Konzerne klagen, durch Billigimporte aus Osteuropa brächen Märkte zusammen; sie bauen Arbeitsplätze ab. Mit den Chancen der Diplom-Chemiker gehe es "Im Sturzflug abwärts" (SPIEGEL-Titel 1993)! Ergo, wird gefolgert, biete die Ausbildung zum CTA nur noch wenig Chancen! So logisch dies erscheinen mag, so wenig stichhaltig ist diese Annahme. Denn: CTAs braucht nicht nur die Chemische Industrie, sie arbeiten fast in allen Branchen; auch aktiv im Umweltschutz! |
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| Altersvorteil |
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| Wenn Diplom-Chemiker erst gegen dreißig in die Betriebe kommen und Jahre brauchen, bis sie bei vollem Gehalt eingearbeitet sind, sehen die Betriebe zu, mit weniger auszukommen. Chemieberufe der mittleren Ebene, mit praxisnaher Ausbildung, haben dann eher bessere Chancen. |
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| Doppelter Vorteil |
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| Eine CTA-Ausbildung kann zweierlei bieten: einen sicheren Berufsstart und Zugang zum Studium. Der Vorteil bei einem eventuellen Studium: man ist mit der Sache vertraut, studiert zielgerichtet in kürzerer Zeit, kann in den Semesterferien im Beruf arbeiten und hat am Ende eine einstiegsfördernde Doppelqualifikation. |
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| Erkenntnisse der Berufsforschung |
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Das sind keine kühnen Behauptungen oder leere Versprechungen, vielmehr Ergebnisse der Berufsforschung, die dies belegen! Dies lehrt schon ein Blick in den Katalog der 95 Berufsbezeichnungen bzw. Tätigkeiten, die unter der Rubrik "Chemisch-technische Assistenten/Chemietechniker" registriert sind. Meist sind es Spezialberufe, u.a. für Farben, Galvanik, Prüflabor, Strahlenschutz, Textil, Umwelt, Wetterdienst, die wenigen Platz bieten.
Das Gros unter den 28.000 Berufstätigen stellen die CTAs, die in den genannten Gebieten und vielen anderen dazu arbeiten. Ihre breite, solide Ausbildung macht sie flexibel, in Kürze können sie sich überall einarbeiten. Zudem, Frauen sind unter den Spezialisten selten zu finden; von den CTAs aber sind drei Viertel Frauen.
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| Von Frauen geschätzt |
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| Die Berufschancen sind jenseits des Auf und Ab der Konjunktur stabil, für junge Einsteiger gleichermaßen wie für ältere Semester. CTA gehört nicht zu den Berufen, aus denen junge Frauen mit der Heirat ausscheiden und dann nicht wiederkommen. Auch jenseits der 45 sind sie noch zahlreich in ihrem Beruf tätig; anders als Erzieherinnen, Krankenschwestern, Verkäuferinnen und manch andere, bei denen es schon jenseits des 35. Lebensjahres kritisch wird. |
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| Sicherheit durch breiter werdendes Arbeitsgebiet |
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Jahr für Jahr ist bislang die Zahl der berufstätigen CTAs gestiegen, insbesondere die der Frauen. Je mehr Qualitätskontrolle, Verbraucherschutz und Erhaltung der Umwelt zu gewährleisten sind, um so breiter wird ihr Arbeitsgebiet:
Angefangen bei 'A' wie Abwasser, Automobilfertigung, über Biochemie, Chemische Industrie, Chemische Untersuchungsämter, Dentallabors (Amalgamdiskussion u.a.) ... Forschungslabors ... Lebensmittelüberwachung ... Maschinenbau, Meßtechnik, Metallurgie ... Qualitätssicherung, weiter zu Schadstoffanalysen, Umweltschutz, Wassergewinnung und -aufbereitung, bis zu 'Z' wie Zellstoffindustrie, Zelluntersuchungen, um ein paar Arbeitsfelder von A - Z aufzulisten.
Betriebe und Behörden, die CTAs beschäftigen, sind selten die schlechthin als Chemie-Arbeitgeber angesehenen Großkonzerne, meist aber mittlere und kleinere Betriebe; nicht selten haben auch sie tausend Beschäftigte und mehr.
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| Gute Aufstiegschancen |
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| Fast die Hälfte der CTAs arbeitet als Fachkraft eigenständig auf der Sachbearbeiter-Ebene, über die Hälfte ist höher eingestuft: Größtenteils als herausgehobene, qualifizierte Fachkraft; jeder Siebenten sind Leitungsaufgaben übertragen; in der Konkurrenz mit Chemie-Ingenieuren und Diplom-Chemikern haben sie sich diese Aufstiegswege erschlossen. |
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| Geringe Arbeitsmarktrisiken |
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Die Arbeitsmarktrisiken sind - über alle Krisen hinweg - gering geblieben. Die Quote an Arbeitslosen mit Berufsfachschul-Abschluss lag zuletzt fast um die Hälfte unter der anderer Chemieberufe.
Wer Eigeninitiative entfaltet, regional mobil ist und aus einer bekannten angesehenen Schule kommt, wird rasch seinen Arbeitsplatz finden. Wer sich aufs Arbeitsamt verläßt, hat es schwerer! Nur ein Drittel der CTA-Stellen, die Jahr für Jahr besetzt werden, gehen dort durch die Bücher. Umgekehrt, alle, die sich arbeitslos melden und Arbeitslosengeld beantragen, sind dort registriert. Wenige offene Stellen, denen viele Arbeitslose gegenüberstehen, sind daher in der Arbeitsamtsstatistik nicht ungewöhnlich, eher normal!
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| Was bringt die Zukunft? |
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Berufsprognosen zufolge wird der Bedarf an Assistenten/Assistentinnen in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Projektierung, Überwachung etc. weiter steigen, stärker als bei den Akademikern; am stärksten übrigens bei Behörden und wissenschaftlichen Instituten.
Bei Chemie im Fokus finden Sie weitere Informationen zur Karriere mit Chemie, Einblicke in die Fachrichtungen der Chemie und Aktuelles zu Forschung und Karriere.
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