![]() |
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Pharmazeutisch-technische Assistentin und Assistenten - ein junger, aber dynamischer Beruf
Apotheken sind sehr vielseitig geworden. Sie bieten die viele hunderte von Arzneimittel an, ergänzt um ihre Eigenproduktion und all die apothekenüblichen Waren. Schon die Konkurrenz unter den nahe beieinander liegenden Apotheken erfordert einen guten Service, weit über ein "Da nehmen sie mal dreimal täglich 20 Tropfen" hinaus. Und hinter der Theke gibt es auch immer mehr zu tun, u.a. sind gesetzlich vorgeschriebene Stichproben und Lagerkontrollen bei abgepackten Arzneimitteln nötig, Laborjournale zu führen, Abgabe und Bestände an Giften und Betäubungsmitteln zu registrieren, Rezepte abzurechnen und Vorräte zu ergänzen. Derart umfangreiche Arbeiten können die Apotheker längst nicht mehr alleine bewältigen. Seit den fünfziger Jahren beschäftigen sie schon Apothekenhelferinnen, die inzwischen als Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte in einer dreijährigen Lehre für kaufmännisch-organisatorische Aufgaben ausgebildet werden.
Mit dem Bundesgesetz vom März 1968 über den Beruf der Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und Assistenten - kurz PTA - kam auf der mittleren Ebene ein anspruchsvoller neuer Beruf hinzu. Seine Ausbildung und Zulassung sind durch das Gesetz und eine Prüfungsordnung bundeseinheitlich geregelt. Das Ansehen ist hoch, es entspricht dem anderer anspruchsvoller paramedizinischen Berufen wie Krankengymnast(in) usw.
Die PTA sind im engen Sinn des Wortes Assistenten der Apotheker. Ihr Arbeitsgebiet, auf dem sie als Angestellte, u.a. in Konkurrenz zum approbierten Apotheker, bevorzugt eingestellt werden, sind die Abgabe und die hauseigene Herstellung von Arzneimitteln, zusammen mit der vorhin genannten Oualitätsüberwachung, den Laboruntersuchungen, Bestandskontrollen usw.
Seit 1968 hat sich der PTA -Beruf sehr positiv entwickelt. Allein zwischen 1980 und 1995 ist die Zahl der Berufstätigen um über 300% angestiegen; auf an die 27.000, darunter nur ganz wenige Männer. Die Arbeitslosenrate blieb über die Jahre unter der dem Durchschnitt der mittleren Ebene, u.a. dank des großen Angebots an Teilzeit-Arbeitsplätzen. Fast jede(r) fünfte PTA ist inzwischen - außerhalb der öffentlichen Apotheken - in Kliniken oder in der Pharmaforschung der Industrie und der Universitäten angestellt.
Ein großer Pluspunkt für die PTA ist, dass das Universitätsstudium der Pharmazie - für das die PTA-Ausbildung ggf. eine solide Grundlage bietet - seit Jahren ein nc-Fach ist. Jahr für Jahr kommen so nur an die 1.900 approbierte Apotheker auf den Arbeitsmarkt, bei den PTA, die schon in jungen Jahren in den Beruf gehen, immerhin rund 2.700. Pharmazeutisch-technische Angestellte sind - nach Ausbildung und Einstufung - eher Kolleginnen denn Konkurrentinnen. Die Berufschancen der PTA gelten somit auf absehbare Zeit, bei einem niedrigen Zugang an approbierten Apothekern, durchaus als gesichert.
Lesen Sie dazu auch
|