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Institut Dr. Flad
Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt

Ausbildung mit Markenzeichen. Seit 1951.

« zurück - Der amerikanische Außenminister Warren Christopher zu Besuch im Institut Dr. Flad

 

Händedruck für die Umwelt: US-Außenminister Christopher besucht Stuttgarter Ausbildungsinstitut

"Zieht eure Füße ein, wenn der Außenminister vorbeiläuft", warnt ein grimmig dreinschauender Bursche. "Der Außenminister hat das Hotel verlassen", meldet ein anderer. Es wird Ernst.

Generalstabsarbeit am Samstag: Um 9.10 Uhr soll US-Außenminister Warren Christopher das Chemische Institut Dr. Flad in der Breitscheidstraße 127 in Stuttgart betreten. Schlag 9.10 Uhr ist er da.
"Here he comes", ruft ein Sicherheitsbeamter, bevor Christopher, Baden-Württembergs Kultusministerin Annette Schavan und Ministerpräsident Erwin Teufel in den Saal kommen. Christopher kam aus Anlass des fünfzigsten Jahrestages der "Speech of Hope" des damaligen US-Außenministers James F. Byrnes nach Stuttgart.

Vor dem Institut, das chemisch-technische Assistenten ausbildet, waren alle Autos abgeschleppt worden. Platz für den Konvoi des Außenministers. Auf der Straße Sicherheitsbeamte, im Gebäude ebenso. Im Saal sitzen Tobias, Michael und andere Schüler des Institutes in zweiter Reihe. In der ersten Kinder amerikanischer Soldaten. Die Mädchen herausgeputzt, die Jungs mit Krawatte. Michael ist "ziemlich aufgeregt", Tobias findet, "dass zuviel Aufwand getrieben wird.

Beide machen bei "GLOBE" mit. 1994 hatte US-Vizepräsident Al Gore Bundeskanzler Kohl eingeladen, bei "Global Learning and Observation to Benefit the Environment" (GLOBE) mitzumachen. GLOBE sammelt weltweit für den Umweltschutz relevante Daten im Rahmen der schulischen Umwelterziehung. Die Daten werden in ein Computersystem eingespeist. Insgesamt beteiligen sich 3000 Schulen in 38 Nationen an GLOBE, in Deutschland sind es 30. Der Geschäftsbereich Pädagogik der deutschen GLOBE-Sektion obliegt dem Chemischen Institut Dr. Flad. "Ich mache bei GLOBE mit, weil ich mich für Umweltschutz interessier, und die Arbeit im Internet Spaß macht", erklärt Tobias. Ein Mal pro Woche gibt er neue Messdaten ins Internet ein.

Warren Christopher werden Computerprogramme vorgeführt. Und gleich geht's schief. "Da bin froh", lacht Christopher, "dass ihre Computer auch mal ausfallen und nicht nur unsere." Ein Aquarium wird präsentiert und Christopher fragt: 'Wo kommen die Fische her?" Der Schüler antwortet: "Aus Stuttgart."

Ministerin Schavan hält eine Rede, ein an die Schüler gerichteter Brief Al Gores wird verlesen, dann spricht Christopher. Er dankt den Schüler dafür, "dass sie mir den Samstagmorgen geopfert haben". Die Vorführung fand er "beeindruckend". Wichtig seien die Daten "zur Beobachtung der Klimaveränderung". Den Umweltschutz nennt er "eines der wichtigsten Ziele von Präsident Bill Clinton".

Dann ein Gruppenbild. Manfred Flad, Seniorchef der Schule, schüttelt Christopher die hand und nennt den Besuch "unvergesslich für unsere Schüler". Um 9.40 Uhr sollte der Besuch zu Ende sein. So war es.

Roger Repplinger

Das kommt auch nicht alle Tage vor, dass man einem amerikanischen Außenminister die Hand schüttelt: Die Schüler im Ausbildungsinstitut Dr. Flad in Stuttgart haben es gestern geschafft, als Warren Christopher zu Besuch kam.

 

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