Institut Dr. Flad - Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt - CTA, UTA, PTA

 
 
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Rosskastanie (Aesculus)
Seifenbaumgewächse

Gewöhnliche Rosskastanie
(Aesculus hippocastanum)

Näher verwandt mit Ahorn, aber nicht mit Edelkastanie (Buchengewächs)
Vor der Eiszeit bei uns heimisch, seit ca. 400 Jahren wieder eingebürgert

Droge: Samen (Kastanien). Auch Blätter und Rinde, deren Wirksamkeit ist aber nicht belegt.

Wirksamer Inhaltsstoff: Aescin (Triterpensaponingemisch). Zu empfehlen sind Präparate aus standardisiertem Trockenextrakt

Wirkung: Förderung des venösen Rückflusses durch Gefäßabdichtung und Steigerung des Venentonus

Anwendung: Erkrankung der Beinvenen (CVI: Chronisch venöse Insuffizienz) mit Beschwerden wie z.B. Schmerzen, Schweregefühl, Beinschwellungen. Krampfadern bilden sich nicht zurück, da Venenklappen nicht mehr funktionsfähig, hier nur Operation oder Kompression.

Zahlreiche Fertigpräparate für innerliche und äußerliche Anwendungen wie z.B. Tropfen, Salben, Gele.
Zusätzliche Empfehlungen: Kalte Güsse, regelmäßige Bewegung, Stützstrümpfe.
Ursachen von Venenleiden: Veranlagung, Bewegungsmangel, Alter

Allgemeines zur Rosskastanie: Miniermotte als Schädling (Blätter). Nach Entfernung der Saponine und der Gerbstoffe erhält man genießbares Mehl.

Rosskastanie (Aesculus)
→ größere Ansicht

Rosskastanie (Aesculus)

Rosskastanie (Aesculus)
→ größere Ansicht

Rosskastanie (Aesculus)

 


Hamamelis
Hamamelis

Eibe
Eibe

Text und Fotos von Franz Xaver Fraschio.