Institut Dr. Flad - Berufskolleg für Chemie, Pharmazie und Umwelt - CTA, UTA, PTA

 
 
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Die Bestimmung eines Chemischen Indexes zur Ermittlung der Gewässergüteklasse von Fließgewässern

Grundsätzliches zur Probenahme

Es muss sichergestellt werden, dass die Messungen in der entnommenen Wasserprobe auch die tatsächlichen Werte, wie sie im fließenden Gewässer vorliegen, wiederspiegeln. Hierzu kann es sinnvoll sein, auf beiden Flussseiten eine Probe zu entnehmen und diese zu einer Mischprobe zu vereinigen. Ebenfalls von entscheidender Bedeutung ist die Entnahmetiefe. Um einen Vergleich mit den Ergebnissen von anderen Teilnehmern zu gewährleisten und aus praktischen Erwägungen werden die Wasserproben an der Oberfläche entnommen. Hierzu wird entweder die Flasche direkt oder ein Schöpfbecher entgegen der Fließrichtung ca. 10 cm unter die Wasseroberfläche gebracht. Wird direkt in die Probenflasche abgefüllt, so soll das Wasser in diese hineinfließen und nicht "hineinblubbern", weil dadurch der Sauerstoffgehalt sehr stark verfälscht werden kann. Dies ist auch beim Abfüllen der Probenflaschen aus dem Schöpfgefäß zu beachten.

Jedes Fließgewässer weist Ruhe- und Strömungszonen auf. Die Konzentrationen können bei verschiedenen Parametern deutliche Unterschiede zeigen. Die Wasserproben sollten aus dem strömenden Bereich genommen werden. Eventuell bietet sich hierzu eine Brücke an, von der aus man einen Eimer, an dem oben und unten so eine Leine befestigt wird, dass man ihn schräg mit der Öffnung entgegen der Fließrichtung eintauchen lassen kann (ggfs. außen mit einem Stein beschweren). Der Probenahmeort ist so auszuwählen, dass er nicht unmittelbar nach der Einmündung eines Zulaufes liegt. Bei schwachen Strömungen kann es mehrere hundert Meter dauern bis eine vollständige Durchmischung eingetreten ist. Die Probenahmestelle darf auch nicht direkt an einem Wehr, einer Staustufe oder einer Schleuse liegen, da hier das Wasser mit Sauerstoff extrem angereichert wird und möglicherweise kurzfristig sogar Übersättigung auftreten kann. Die Probenahmestelle sollte schließlich so ausgewählt werden, dass sie auch eindeutig beschreibbar und für andere "Probennehmer" auffindbar ist. Die Bequemlichkeit des Zugangs sollte nicht im Vordergrund stehen. Über jede Probenahme wird ein Protokoll angefertigt. Als Muster hierfür kann das Protokoll über die Entnahme einer Wasserprobe in PDF dienen.

 

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Anmerkungen zu den zu bestimmenden Parametern Entnahme und Messungen vor Ort

 

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